Anita Fürst siegte beim Poetry-Slam Letztlich fehlte nur ein zehntel Dezibel

Kristina Pöschl (li.) mit allen Teilnehmern. Siegerin wurde Anita Fürst (3.v.li). Foto: Wühr

 Verlierer gibt es im Grunde gar keine. Beim dritten Poetry-Slam den lichtung verlag, Bayerwaldforum und Zappelbu.de auf dem Viechtacher Bürgerfest veranstaltet haben, hatten alle sieben Dichter mit ihren unterschiedlichen Texten über eine Stunde lang das Publikum bestens unterhalten und gezeigt wie gut sie mit Sprache umgehen können. Und letztlich gab bei der Applaus-Abstimmung über den Sieg ein zehntel Dezibel den Ausschlag. Bei Anita Fürst, der Besten aus dem ersten Durchgang, waren es 93,8 Dezibel, bei Theresa Conrady, der Favoritin des zweiten Durchgangs, wurden 93,7 gemessen. Als erster Wettstreiter betrat Stadtrat und Hobby-Poet Alois Pinzl die Bühne. Die Reihenfolge bestimmte das Los. Er reimte in Mundart über viele Vorsätze, die man nicht einhält, nach dem Motto: "Des wars, oba i moch an Kaas." Ebenfalls im Dialekt war der Text der späteren Gewinnerin Anita Fürst aus Regensburg. Sie hatte sich Gedanken über das Leben, das Glück und die Zeit gemacht und riet "gelassen bleibn". Der kürzeste Text kam vom jüngsten Teilnehmer, dem 15-jährigen Gymnasiasten Daniel Hofer. Der sah vor einem leeren Blatt Papier seinen Gedanken beim Kreisen zu. Anna-Maria Irlbeck aus Bad Kötzting, seit dem ersten Slam in Viechtach hatte in ihren Wortspielen viel Optimismus und Wärme verpackt. "Menschen sind Lichter" war ihre Botschaft. Nach den vier Wortkünstlern im ersten Durchgang waren es im zweiten Durchgang drei. Hier machte Theresa Conrady aus Zandt den Anfang. Sie hatte beim Coco-Slam im Februar auf Anhieb den Sieg geholt und war auch diesmal ganz vorne mit dabei. Ohne Vorlage, aus dem Stegreif, lud sie die Zuhörer ein mit ihr zu träumen, dem Alltag zu entfliehen, alles loszulassen und das Leben zu lieben. Stefan Hackl aus Neukirchen offenbarte in seinem Vortrag seinen tiefen Abscheu vor der Eheschließung. Liebe vergeht seiner Meinung nach wie Grippe und sein Fazit war: "Heiraten nein Danke!" Schließlich wagte sich die Viechtacher Lehrerin Bettina Wensauer nach der gelungenen Premiere beim Coco-Slam erneut auf die Bühne. "Morgens schon fängt das Gedankenkarussell an", verriet sie dem Publikum und das sie manchmal das Hamsterrad einfach mal anhalten möchte. Michael Wittmann vom Verein Zappelbu.de maß die Applaus-Lautstärken für die Beiträge und die lagen meist dicht beieinander. Moderatorin Kristina Pöschl freute sich über die gelungene Neuauflage des Slams.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 03. Juli 2017.

 

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