Amateurfußball Testspiel in Corona-Zeiten: Viel zu Organisieren

Viel Organisation, keine Zuschauer: In Corona-Zeiten läuft auch ein Testspiel im Amateurfußball anders ab als gewohnt. Foto: Fabian Roßmann

Damit im Amateurfußball wieder Testspiele stattfinden können, galt es einiges zu organisieren. Roland Dachauer von der DJK Vilzing gibt einen Einblick.

"Sehr froh" sei er, sagte Roland Dachauer, als er am Samstag auf der Tribüne des Manfred-Zollner-Stadions saß. Es war gerade Halbzeitpause beim Testspiel der DJK Vilzing gegen die U21 des SSV Jahn Regensburg. Dem ersten Spiel seit Monaten. Corona hatte auch den Amateurfußball zum Stillstand gebracht. Nun war Dachauer sehr froh, dass endlich wieder Fußball gespielt werden konnte. Erst in der zurückliegenden Woche kam dafür das Okay aus der Politik. Damit der Ball für ein Testspiel wieder rollen konnte, bedurfte es im Vorfeld aber einiger Organisation.

"Es war nicht ganz einfach", bestätigte Dachauer, der Sportlicher Leiter in Vilzing ist. Am Tag fand am gesamten Gelände nur dieses Spiel statt, es gab auch keine Trainingseinheiten anderer Teams. Das Vereinslokal blieb geschlossen, Zuschauer durften ohnehin nicht ins Stadion. Die Delegationen der beiden Teams wurden klar benannt, auch die Medienvertreter wurden entsprechend erfasst. Beim Eingang stand ein Desinfektionsspender, die Auswechselspieler und Verantworliche der beiden Teams verteilten sich weiträumig auf der Tribüne.

Bei den Kabinen sei man ohnehin gut aufgestellt, sagte Dachauer. Aber auch hier wurde optimiert. So wurden mithilfe von Trennwänden die Gemeinschaftsduschen in einzelne Duschkabinen umgewandelt. "Es war viel zu tun, aber man macht das gerne, um überhaupt wieder spielen zu können", sagt Dachauer. "Wir sind nun absolut glücklich, wieder unter Wettkampfbedingungen zu spielen, auch wenn die Atmosphäre ohne Zuschauer schon ein bisschen komisch ist."

Gedanklich ist man in Vilzing schon einen Schritt weiter als bei der Organisation eines Testspiels. "Wir machen uns auch Gedanken, wie ein Spiel wieder mit Zuschauern stattfinden könnte", sagt Dachauer. Hier sei aber in erster Linie der Verband zuständig, um zu klären, wie der Spielbetrieb organisiert werden kann und was zum Beispiel passieren würde, sollte es in einer Mannschaft einen Corona-Fall geben. "Das ist die größere Herausforderung", glaubt Dachauer. "Eine Freiluftveranstaltung mit 200 bis 300 Zuschauern kann man organisieren, wenn jeder seine Selbstdisziplin hochhält."

Im September, so ist weiterhin der Plan, soll der Ligabetrieb fortgesetzt werden. "Ich bin momentan noch optimistisch, dass der Termin eingehalten werden kann", sagt Dachauer. In der Frage gibt es laut Dachauer zwei Ebenen zu beachten: "Zum einen geht es um die Eigendisziplin der Vereine und Spieler. Das haben wir selbst in der Hand." Das andere sei das gesamte Infektionsgeschehen, das könne man außer im eigenen Umfeld nicht beeinflussen. Auch wenn der Trend hier negativ ist, ist Dachauer weiter guter Dinge, dass es im September wieder um Bayernliga-Punkte gehen kann.

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