21:28 gegen Ravensburg "Tut weh": Spiders verlieren gegen Vorjahresmeister

Niedergerungen wurden die Straubing Spiders vom Vorjahresmeister Ravensburg. Foto: Alex Miazga

Die Straubing Spiders haben ihr Spiel gegen den Vorjahresmeister Ravensburg Razorbacks mit 21:28 verloren. "So eine Niederlage tut weh", sagte Head Coach Samir Farghali nach der Begegnung.

Die Luft wirkte wie rausgesogen aus dem Spiderdome. Die frenetisch schreienden und unterstützenden Fans der Spiders, die alles gaben, dass die Defense den finalen Stoß verhindern kann, waren verstummt. Soeben haben die Ravensburg Razorbacks mit unter 30 Sekunden Spielzeit die Führung erzielt und waren nach einer hochspannenden Partie in der Pole Position und zum ersten Mal in Halbzeit zwei in Führung gegangen. Dass der Gegenangriff der Spiders dann an der gegnerischen Zwei-Yard Linie gestoppt wurde, passte perfekt ins Bild: „Ich habe das Gefühl, als wurde uns der Sieg genommen, geradezu geraubt. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Umfallen. Es zerreißt mich, dass wir uns am Ende selbst nicht belohnen konnten, für harte Arbeit!“, so Head Coach Samir Farghali.

Das Spiel begann nach Maß für die Spiders – volles Haus, gute Stimmung und eine perfekt eingestellte Mannschaft konnte bereits früh unter Beweis stellen, wohin es gehen sollte. Sterry Codrington fing den ersten Pass des gegnerischen Quarterback ab und trug ihn an die gegnerische 40 Yard-Linie. Doch der anschließende Offense-Drive wurde von Ravensburg durch eigene Fehler gestoppt. Ein roter Faden sollte sich vor allem durch die erste Halbzeit ziehen, in der die Spiders oftmals ihre Chancen liegen ließen.

So kam es dann auch, dass die Razorbacks durch starke Kombinationen aus Kurzpassspiel und Läufen die Schwaben nahe an die Endzone der Spiders kamen und sich ihrerseits nicht zweimal bitten ließen, die ersten Punkte zu erzielen, der PAT konnte jedoch geblockt werden. Die Offense der Spiders schien noch nicht anwesend zu sein, erarbeitete sich immer wieder First Downs, machte aber in den entscheidenden Momenten Fehler, welche von der Ravensburger Defense ausgenutzt wurde, erst kurz vor der Pause war der Bann endlich gebrochen – Quarterback Justin Sottilare fand Timo Benschuh im Eck der Endzone (PAT Sixten Dragan). Da Ravensburg noch einmal scoren konnte – ohne PAT – ging es mit 7:12 in die Halbzeitpause. Es konnte noch keiner ahnen, was nach der Pause für ein Wechselspiel beginnen würde.

Die Offense der Spiders kam zuerst auf den Platz und wollte von Beginn an deutlich machen – wir haben mehr drauf, als die erste Halbzeit gezeigt hat. Ein langer Drive, hauptsächlich über Läufe durch Kevin Graupner, wurde dann auch am Boden zur ersten Führung des Tages abgeschlossen (PAT Sixten Dragan). Die Ravensburger konnten ihrerseits antworten und gingen erneut in Führung. Die dringend benötige 2-Point-Conversion konnte nicht verhindert werden, die Spiders waren wieder unter Zugzwang. Und sie lieferten. Erneut war es ein langer Drive der von Kevin Graupner zum 21:20 (PAT Sixten Dragan) abgeschlossen werden konnte. Dann stockte der Angriff der Spiders erneut und verpasste es mehrfach, den Sack zu zu machen. Die Quittung folgte dann zum Endstand von 21:28 für Ravensburg.

Head Coach Farghali brauchte keine Zeit, seine Mannschaft neu einzuschwören – bereits am kommenden Sonntag kommt es zum direkten Rückspiel gegen die Wildschweine: „Die Jungs waren natürlich geschockt und niedergeschlagen. So eine Niederlage tut weh. Doch wir wissen das direkt zu nutzen und wollen in Ravensburg uns den direkten Vergleich zurückholen. Wir haben viel Gutes gesehen am Samstag, haben nur in den entscheidenden Momenten die Fehler gemacht, die dir so ein Topspiel kosten und leider einige Chancen schlicht auf dem Feld gelassen. Daraus lernen wir und machen das nächsten Sonntag mit Sicherheit nicht noch einmal!“

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos