Teenie-Idole hautnah
Laura Lehnardt (14) aus Essenbach besuchte das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in Berlin

Meine Eltern überraschten mich und meine Schwester vor Kurzem mit einer Reise nach Berlin ins weltbekannte Wachsmuseum "Madame Tussauds". Dort ist auch meine Lieblingsband "One Direction" ausgestellt.
Alleine für die Outfit-Wahl brauchte ich zwei Tage. Ich wollte auf den Fotos mit meinen Idolen unbedingt auch vom Outfit her zu "One Direction" passen. Nachdem wir alle Koffer gepackt hatten, konnte unser Trip beginnen. Ich war total gespannt und auch ziemlich nervös, alleine bei dem Gedanken, in wenigen Stunden neben meiner Lieblings-Boygroup zu sitzen.
Die Jungs aus Wachs sehen nicht nur echt aus, sie tragen auch die Originalkleidung, die die fünf auf ihren Konzerten anhatten. In der Nacht im Hotel machte ich kein Auge zu - ich war zu aufgeregt. Am nächsten Morgen beim Frühstück bekam ich keinen Bissen runter.
Politiker, Schauspieler, Sportler und Stars
Obwohl erst um 10 Uhr Einlass war, warteten wir schon um 9 vor dem Eingang von "Madame Tussauds". Da wir die ersten waren, mussten wir nicht lange warten und konnten gleich nach dem Öffnen der Türen zu meinen Idolen. Vorbei an der Geschichte Deutschlands, prominenten Politikern, Sportlern und Schauspielern war unser erster Weg natürlich zu den Wachsfiguren von "One Direction"! Da saßen sie! Wie echt sie aussahen! Mein Herz pochte und ich begann zu zittern, obwohl ich genau wusste: Das ist nur Wachs. Als ich mich für Fotos neben sie setzen durfte, war ich kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch. Etwa eine halbe Stunde hielt ich mich bei den fünf Jungs auf. Ich genoss es, meinen Idolen so nah zu sein. Schweren Herzens trennte ich mich wieder von ihnen und wir gingen wieder zum Eingang, um auch den Rest von "Madame Tussauds" zu besichtigen, den wir ja zu Beginn ausgelassen hatten.
Einige der Figuren sind nicht so gut getroffen, aber bei vielen stand ich davor und staunte, da sie so echt aussahen. Es war ziemlich seltsam, Personen wie zum Beispiel Kennedy, Bismarck und Einstein gegenüber zu stehen. Sie haben die Geschichte sehr geprägt, sind aber schon lange tot. Weiter ging's von den Stars der Vergangenheit wie Marlene Dietrich oder Marilyn Monroe zu den Stars von heute wie Lady Gaga, Helene Fischer und Justin Bieber. Selbst mit dem unvergessenen Michael Jackson konnten wir Fotos machen.
Auch die Unterhaltungsbranche (Thomas Gottschalk, Stefan Raab) und der Sportsektor (Dirk Nowitzki, Franz Beckenbauer) kamen nicht zu kurz. Ebenso bekamen wir erklärt, wie solche Wachsfiguren entstehen. Bei einem sogenannten "Sitting" nehmen die Wachskünstler die genauen Maße der Stars, die sie darstellen wollen. Danach formen sie aus Ton deren Körper. Sie verwenden deshalb Ton, da das Grundgerüst, also der Körper, stabil sein muss, um dann später den sehr schweren Wachskopf tragen zu können. Je nach Pose dauert dieser Prozess etwa drei Monate. Damit die Figuren natürlich aussehen, stechen die Künstler echte Haare einzeln in das Wachs. Das dauert bis zu vier Wochen. Der Kopf wird innerhalb weiterer fünf Tage bemalt.
Am Ausgang gab es noch eine besondere Erinnerung. Ich habe mir dort meine Hand in Wachs gießen lassen.










