Fussball-Landshut

Kisten voller Bücher


Christina Schindler ist seit fast fünf Jahren beim Landshuter Leseclub.

Christina Schindler ist seit fast fünf Jahren beim Landshuter Leseclub.

Von Christina Schindler

Der Freitag ist für den Landshuter Leseclub ein ganz besonderer Abend: Um 18.30 Uhr wird im Salzstadel in Landshut zum vierten Mal der "Landshuter Jugendbuchpreis" verliehen. Ich bin seit fast fünf Jahren Mitglied im Leseclub und habe die Veranstaltung mit organisiert. Bis zu diesem Tag war es ein schöner, manchmal aber auch sehr stressiger und anstrengender Weg, bei dem Durchhalten oberste Priorität hatte.

Bevor der Preis ins Leben gerufen wurde, war der Landshuter Leseclub in der Jugendjury des "Deutschen Jugendliteraturpreises". Vor vier Jahren musste er aber leider Platz für einen anderen Leseclub machen. Mit unserem Clubleiter haben wir ein Konzept für einen eigenen Preis im Rahmen der Leseförderung entwickelt und ihn seit diesem Zeitpunkt jährlich vergeben.

Am Anfang war ein Buch. Nein, es waren viele Bücher, genauer gesagt fast alle Neuerscheinungen in der Sparte Jugendbuch, die Verlage uns zur Verfügung stellten. Nun lag es an uns, die Bücher zu lesen und die besten 15 Titel des Jahres auf die Nominierungsliste "Auserlesen" zu setzen. Die dafür benötigten Rezensionen schrieben wir auch selbst.

Diese Auswahl an Büchern kam in drei Bücherkisten. Mit diesen gingen wir in Schulklassen, stellten die Bücher vor und baten die Schüler den von uns entworfenen Bewertungsbogen auszufüllen. Bis Anfang August hatten wir Zeit, die Bögen auszuwerten. Ein ziemlich aufwendiger Akt. Wenn man sich einmal verrechnet hat, muss man wieder von vorne anfangen. Seit diesem Zeitpunkt stehen auch die drei Sieger fest, sind aber noch streng geheim!

Neben den Buchvorstellungsterminen in den Klassen mussten wir auch die Abschlussveranstaltung planen. Dazu braucht man einen Licht- und Tontechniker, eine Pianistin, kulinarische Verköstigungen und ein Plakat. Außerdem mussten ein Programm erstellt, die Einladungen verschickt und die Getränke bestellt werden. Auch die Drucksachen, also Urkunden und die Pressemappe mussten gestaltet werden. Wer übernimmt die szenischen Darstellungen, mit denen die drei Titel bekanntgegeben werden? Haben wir schon jemanden für die Laudatio und die Moderation? Alles Fragen, die wir uns im Vorfeld stellen mussten.

Jetzt, vier Tage vor der Veranstaltung, ist alles gelaufen. Es sollte eigentlich alles sitzen. Das Programm steht, die Plakate hängen, die Einladungen sind verschickt. Der Techniker hat zugesagt, ebenso der Münchener Jugendbuchautor Jaromir Konecny, der aus dem Buch "Krumme Gurken" lesen wird und DJ Axel Freaky, der den Abend musikalisch ausklingen lässt. Die schauspielerisch tätigen Jugendlichen haben ihre Texte gelernt, die Rede ist fertig und meine Moderation auch. Na da kann ja nichts mehr schief gehen!

Der Landshuter Jugendbuchpreis wird jährlich vergeben.

Der Landshuter Jugendbuchpreis wird jährlich vergeben.