Jubiläum der Jugend-Zeitung

Doppelt belegte All-Pizza

Zu unserem zehnjährigen Jubiläum haben wir Freistunden verlost. Die Klasse 7c des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut hat eine davon gewonnen: Am Dienstag haben sie virtuellen Besuch von Astrophysikerin Suzanna Randall bekommen.


Gewinnerklasse: die 7c des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut. Fotos: Florian Wende

Gewinnerklasse: die 7c des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut. Fotos: Florian Wende

Zu unserem zehnjährigen Jubiläum haben wir Freistunden verlost. Die Klasse 7c
des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut hat eine davon gewonnen: Am Dienstag
haben sie virtuellen Besuch von Astrophysikerin Suzanna Randall bekommen.

Die wichtigste Frage kam gegen Ende der Stunde: Ist es in der Schwerelosigkeit eigentlich möglich, eine Pizza von beiden Seiten zu belegen? Da musste Suzanna Randall schmunzeln. "Ja, das wäre möglich", antwortete sie. "Vermutlich wird es aber eine matschige Angelegenheit, sie zu essen, weil man die Pizza ja kaum halten kann", gab die Astrophysikerin zu bedenken.

Bis zur Pizza-Frage hat Suzanna Randall schon viele Anliegen der Siebtklässler des Hans-Carossa-Gymnasiums rund um das Thema Weltall beantwortet. Die 7c der Landshuter Schule hatte die Freistunde mit der möglicherweise bald ersten deutschen Astronautin gewonnen. Bei der privaten Initiative "Die Astronautin" wird Suzanna Randall zur solchen ausgebildet. Das Ziel ist ein Flug zur Internationalen Raumstation.

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Die Schüler hatten viele Fragenan Suzanna Randall, die per Videokonferenz zugeschaltet war.

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Gewinnerklasse: die 7c desHans-Carossa-Gymnasiumsin Landshut. Fotos: Florian Wende

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Die Schüler hatten viele Fragenan Suzanna Randall, die per Videokonferenz zugeschaltet war.

Zur ISS drehten sich viele Fragen der Schüler: Wie groß ist die eigentlich? "Insgesamt etwa zwei Fußballfelder groß", antwortet die Astrophysikerin. Der Bereich zum Schlafen, Wohnen und Forschen hat die Fläche eines großen Jumbojets. Der Rest sind Solarpanele, die zur Stromerzeugung dienen.

Die Astronauten auf der ISS leben sehr nachhaltig. "Nahezu alles wird recycelt: Strom, Luft, Wasser", gab Suzanna Randall einen Einblick. "Es gibt das schöne Sprichwort unter Astronauten: ‚Der Kaffee von heute ist der Kaffee von morgen.'"

Mit das Wichtigste auf der ISS: Sport treiben. "Denn sonst verkümmern die Muskeln und Knochen in der Schwerelosigkeit", erklärte die Astrophysikerin. Daher gibt es auf der Außenstation der Menschheit in knapp 400 Kilometern Höhe ein Laufband, ein Spinning-Rad und eine "Mucki-Maschine", wie Suzanna Randall sie beschrieb, zum Gewichte stemmen.

Ob der Flug ins All für Suzanna Randall wahr wird, ist offen. Denn der Initiative fehlt aktuell das Geld. Die Astrophysikerin bleibt trotzdem optimistisch: "Auch das Training war schon eine unglaubliche Erfahrung." -flo-

Die beiden weiteren Freistunden mit Comedian Harry G und Musiker Stefan Dettl von LaBrassBanda finden 2022 statt.