Rubrik der Redaktion Freistunde

Alle Teile unserer Kolumne Freischnauze

Frei der Schnauze nach. Das ist das Motto unserer Kolumne Freischnauze. Das können Anekdoten aus dem Alltag ein, Fundstücke aus der Freistunde, Geschichten mit Gefühl oder Texte voller Thesen. Jede Woche anders und neu.

Freischnauze ist die wöchentliche Kolumne der Redaktion Freistunde.

Freischnauze ist die wöchentliche Kolumne der Redaktion Freistunde.

Von Redaktion Freistunde

Teil 118 von Florian Wende (8. Mai 2026)

Die verhängnisvolle Gruppe

Vermutlich sind wir selbst schuld. Wir, das sind meine Kumpels und ich, eine Gruppe von Schulfreunden, die sich mittlerweile deutlich länger kennt, als dass sie sich nicht kennt. Und auch wenn es beruflich jeden in eine andere Richtung gezogen hat: Meist klappt es, dass wir uns ein paar Mal im Jahr in der großen Runde treffen. Mit 30. Geburtstagen, Junggesellenabschieden und Hochzeiten häufen sich da sogar gerade die Anlässe und durch letztere Festivität sind wir beim Thema: Unsere Jungs-Gruppe ist im Laufe der Zeit gewachsen, unsere lieben Partnerinnen sind zu uns gestoßen.

Das freut mich, wirklich, und das schreibe ich auch nicht, weil vielleicht meine Frau diese Zeilen liest. Denn es ist schön zu sehen, wie Freundschaften wie unsere über so lange Zeit bestehen bleiben und wachsen. Doch jetzt gibt es ein Problem: eine eigene WhatsApp-Gruppe unter den Damen. So weit, so harmlos. Doch dieser Chat hat einen Grund.

Meine Kumpels und ich haben uns in letzter Zeit vielleicht nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, wenn es um die Kommunikation zwischen uns und unseren Partnerinnen ging. Ob Abstimmungen für ein gemeinsames Geschenk, der Dresscode einer Hochzeit oder einfach nur der Termin der nächsten Feier: Wer immer in unsere Jungs-Gruppe etwas geschrieben hat, hat meist Stille als Antwort erhalten. Wir sind halt nicht die fleißigsten Tipper. Das hat jedoch zu mancher internen Pärchen-Diskussion geführt, sodass die Freundin eines Kumpels bei der vergangenen Feier eine Idee hatte: eine Damen-Gruppe.

Die könnte man als Rettung unserer Organisationsfaulheit sehen. Aber die Damen sind hinterlistig: In ihrem Chat soll künftig kommuniziert werden, wer von uns Jungs seiner besseren Hälfte als Erstes einen neuen Termin, Details zu einer Feier oder Ähnliches weitergibt.

Wir Männer stehen also vor einem Dilemma: Entweder wir werden Vorzeige-Organisatoren, die bereits Wochen im Voraus alle Details für ein Treffen besprechen, was vollkommen utopisch ist. Oder wir akzeptieren unser Schicksal und heimsen abwechselnd den Pokal für den „Langsamsten Weiterleiter des Monats“ ein, zusammen mit einer heimischen Standpauke. Ich bin noch am Abwägen ...

Teil 117 von Jasmin Kainz (30. April 2026)

Bin ich unsichtbar?!

Jeder kennt diese Tage, an denen man sich irgendwie ... komisch fühlt. Alles ist zu anstrengend und zu laut, nichts scheint zu klappen und am liebsten würde man sich einfach nur mit einer riesigen Tafel Schokolade vor der Lieblingsserie im Bett verstecken. Genau so ein Tag war neulich.

Als mein Wecker um sechs Uhr klingelte und mir mitteilte, dass ich nach München in die Arbeit musste, hätte ich am liebsten geweint. Doch da ich eine verantwortungsvolle, junge Frau bin, verabschiedete ich mich von meinem Teddybären und ging an den einzigen Ort, der mir Freude bereiten konnte: in die Küche zu meiner Kaffeemaschine. An diesem Tag aber half mir nicht mal mein liebstes Heißgetränk dabei, aus meinem schlafähnlichen Zustand zu erwachen. Das würde ja ein toller Tag werden ...

In der Arbeit funktionierte zwar alles, ich erledigte meine Aufgaben und doch fühlte ich mich ... unsichtbar. Ein bisschen, als würde ich neben mir stehen. Mit der Zeit machte mich mein Zustand regelrecht sauer, weshalb ich meinem Freund schrieb, der mir nicht antwortete, was mich noch sauerer machte.

Okay, nur noch eine Stunde, dann konnte ich heimfahren, Chips kaufen und in Ruhe „Bridgerton“ schauen. Immer wieder spähte ich zur Tür, in freudiger Erwartung, dass ich nun bald heimgehen durfte. Der Gedanke an mein Bettchen entlockte mir sogar ein kleines Lächeln.

Eine Minute später ging die Tür auf. Mein Chef kam herein, holte seine Jacke und schaltete das Licht aus. Moment mal ... hatte er mich nicht gesehen? Ich saß doch vor ihm! War ich mittlerweile wirklich unsichtbar? Empört starrte ich Richtung Tür, die mein Chef gerade zusperren wollte. Ich erinnerte ihn daran, dass in dem Raum noch meine anscheinend mittlerweile unsichtbare Persönlichkeit saß. „Oh. Ich habe Sie nicht gesehen.“ Ich konnte es ihm nicht verübeln. Normalerweise strahle ich immer freudig, wenn jemand den Raum betritt oder sage irgendwas. Aber an diesem Tag war ich einfach nur noch froh, als ich mich unter meiner Decke verkriechen konnte.

Teil 116 von Manuel Bogner (24. April 2026)

Kommunikationsprobleme

Dieses faszinierende Internet: Wer kann heute noch ohne leben? Na ja, scheinbar meine Großeltern, die keinen Router bei sich daheim stehen haben, aber das ist dann wohl dieser „Generationenkonflikt“, von dem alle sprechen. Generell ist das Internet aber generationsübergreifend eine Lebensnotwendigkeit. Ich glaube, vor allem jeder Internetanbieter würde mir hier zustimmen – schließlich verdienen sie ihr Geld damit, uns den Weg ins nicht mehr so neue Neuland zu ebnen. Meint man zumindest.

Denn wieso hat es mir mein Internetanbieter so schwer gemacht, als ich vor einer Weile in meine erste eigene Wohnung gezogen bin? Angefangen hat es ja ganz einfach: Mein Mitbewohner und ich kreuzten bei dem Digitaldienstleister unseres Misstrauens auf, unterschrieben den Vertrag und bekamen nur einen letzten Auftrag: Wir sollten dem Glasfaser-Gustav hinter dem Schreibtisch noch eine Nummer schicken, die auf unserem Internet- Modem im Keller steht.

Machen wir, aber Gustav ist unglücklich: Er braucht eine andere Nummer. Die nirgends zu finden ist. Tage ziehen ins Land, und sowohl Gustav, unser Vermieter, mein Mitbewohner und ich finden die gesuchte Zahlenkombination nicht. Ich bereite mich mental darauf vor, wie meine Großeltern zu leben.

Als ich dann eines Tages noch einmal bei dem Anbieter anrufe, erreiche ich nicht Gustav, sondern eine Mitarbeiterin: Nennen wir sie Internet- Isabella. Und die teilt uns mit, dass die erste Nummer, die wir Gustav geschickt haben, doch die richtige sei. Dank Isabella schien plötzlich alles zu funktionieren.

Schien, denn ich könnte jetzt noch erzählen, wie mein Mitbewohner daran verzweifelt ist, den Router zum Laufen zu kriegen. Aber ich bin ehrlich: Ich habe fünf Minuten, nachdem er mir von seinem Kampf erzählt hat, alle Details vergessen. Was zählt: Das Internet läuft. Zumindest, bis Glasfaser-Gustav die nächste Nummer sucht.

Teil 115 von Kerstin Bauer (17. April 2026)

Soll ich? Oder soll ich nicht?

Als fleißige Spaziergängerin bin ich täglich mit Entscheidungen konfrontiert, die mir mental viel abverlangen. Denn die Frage ist: Grüßen oder nicht? Als Dorfkind bin ich es ja eigentlich gewohnt, jedem, der mir auf einsamen Feldwegen entgegenkommt, „Hallo“ zu sagen. Einfach aus Anstand. Doch – wie ich mittlerweile des Öfteren erschrocken feststellen musste: Auf Wiesen und Feldern in Stadtnähe sieht das ganz anders aus. Da ignorieren sich die Spaziergänger teils gegenseitig, als wären sie Geister.

Als ich letztens zum Beispiel ein freundliches „Hallo“ zu einer älteren Dame sagte und sie mich darauf nur irritiert ansah und einfach gar nichts erwiderte, hoffte ich vor lauter Empörung, dass sie an diesem Tag hoffentlich nur vergessen hatte, den Akku ihres Hörgeräts aufzuladen. Nie wieder würde ich dort „Hallo“ zu jemandem sagen, war ich mir sicher. Als mir fünf Minuten später ein radelnder Opa entgegenkam, der mich lieb anlächelte und grüßte, geriet diese Entscheidung jedoch gleich wieder ins Wanken.

Und so kam die nächste Idee ins Spiel: das Gegenüber ab einem Abstand von etwa drei Metern scharf beobachten und abwarten, ob er als Erstes grüßt. Quasi dem anderen den ersten Schritt überlassen. Reaktion statt Aktion. Mal sehen, wie das klappt ... Und bis dahin, an alle Grantler: Ein kurzes „Hallo“ tut nicht weh!

Teil 114 von Florian Wende (2. April 2026)

Wackelige Formsuche

Es gibt Teams, die machen ihren Gegnern Angst. Und es gibt die deutsche Nationalmannschaft. Die macht ihre Fans ratlos. Zwei Testspiele, zwei Siege, also alles super, oder? Ja und nein. Aber der Reihe nach.

Schweiz und Ghana hießen die Gegner der beiden Partien, wahrlich keine Riesen des Rasenballsports. Doch als so ein Wesen sieht sich die deutsche Elf trotz der zwergenhaften Auftritte bei vergangenen Turnieren. Zitat des Bundestrainers nach dem Heim-EM-Aus: „Das Traurigste ist, [...] dass man zwei Jahre warten muss, bis man Weltmeister wird.“

Nun ist diese Zeit bald um. Wartet im Sommer also der nächste WM-Stern? Nun, die beiden Testspielsiege hatten dafür ungefähr die Überzeugungskraft eines Gebrauchtwagenhändlers, der schwört, das Klappern sei doch „völlig normal“. Ja, das Ergebnis mag stimmen – aber man traut sich trotzdem nicht, weiter als bis zur nächsten Kreuzung zu fahren.

Gehen wir in die Analyse: Gegen die Schweiz wirkte der Auftritt der deutschen Elf wie ein ambitioniertes Kunstprojekt mit dem Titel „Ballbesitz ohne Anschlussverwendung“. Viel Kontrolle, wenig Idee – als hätte man den Schlüssel zum Spiel gefunden, aber die Tür dazu leider vergessen. Und gegen Ghana? Da zeigte die Mannschaft eindrucksvoll, dass sie auch unter weniger komplexen Bedingungen in der Lage ist, sich das Leben maximal kompliziert zu machen. Oder um es kurz und knapp zu machen: vorne manches hui, hinten das meiste pfui.

Betrachten wir es aber zum Schluss mal positiv: Aus einem erwarteten Abtasten gegen die Schweiz wurden viele Tore und aus einem geplanten Torfestival gegen Ghana eine enge Partie. Die deutsche Mannschaft ist alles – nur nicht langweilig. Und das ist ja auch eine Qualität. Nur leider nicht die, die man sich vor einer Weltmeisterschaft unbedingt wünscht.

Teil 113 von Jasmin Kainz (27. März 2026)

Planungsschwierigkeiten

Alles begann, wie alle Dramen beginnen, mit einer eigentlich guten Idee. „Wir fahren mal wieder zu viert nach Berlin.“ Und obwohl ich wusste, wie es enden würde, sagte ich: „Ich komme mit!“ Drei Männer, eine Mission, ein Ziel – zumindest für ungefähr sieben Minuten – und ich mittendrin. Aber natürlich entstand das, was immer entsteht: Chaos.

Aus unserem Plan wurde eine lose Sammlung von spontanen Möglichkeiten. Zwei der vier Beteiligten hatten nämlich noch eine „kleine Sache“, für die sie ursprünglich nach Berlin wollten: Tickets für ein Darts-Turnier. „Kein Problem. Dann machen wir zwei in der Zeit etwas mit unserem Kumpel in Berlin.“ Fast waren wir schon stolz auf unseren Plan, auf unser Meisterwerk der Logik. Alle waren glücklich.

Doch dann geschah das, was immer in Männergruppen passiert: Einer wusste plötzlich nicht mehr, ob er überhaupt mitkommt. Er sagte nicht zu, aber auch nicht ab. Er entschied sich für die philosophisch anspruchsvollste Variante: „Mal gucken.“ Ab dem Moment war alles möglich. Oder nichts. Sogar beides, da er überlegte, später nachzukommen.

Unser Berliner Freund befand sich mittlerweile in einem Zustand zwischen Vorfreude und existenzieller Verwirrung. Währenddessen eskalierte unsere Planung weiter. Nachrichten wurden geschrieben, gelesen, ignoriert, falsch interpretiert. Und ich lief plötzlich Gefahr, allein in Berlin zu sein, während die anderen beim Darts-Turnier sind. Der aktuelle Stand: Zwei wollen zum Turnier, einer ist sich unsicher, ob er existiert, einer versucht, den Überblick zu behalten – das bin ich – und unser Freund aus der Hauptstadt hat mittlerweile vermutlich Snacks für eine unklare Zahl an Menschen gekauft.

Dummerweise hat er sich nun wegen Kommunikationsschwierigkeiten an den falschen Tagen freigenommen. Doch am Ende wird es so laufen wie immer: Niemand hat einen Plan, aber jeder sagt danach: „War cool, müssen wir noch mal machen.“ Und so beginnt das Chaos dann von vorne.

Teil 112 von Manuel Bogner (20. März 2026)

Bis alles zusammenbricht

Augen auf bei der Studienwahl: Wenn ich mir meine Freunde anschaue, die mehr oder weniger eine Universität besuchen, fallen mir teils gewaltige Unterschiede auf, wie viel die verschiedenen Disziplinen von ihren Studenten verlangen.

Schauen wir uns zum Beispiel meinen Mitbewohner an: Er ist Architekturstudent und seine Dozenten legen wohl mehr Wert auf die Stabilität seiner Gebäude als auf die Stabilität seiner Psyche. Ich pendele für die Arbeit täglich von Regensburg nach Straubing und verlasse dafür zur selben Zeit wie er das Haus. Um 20 Uhr bin ich spätestens daheim, auch wenn die Deutsche Bahn mal wieder macht, was die Deutsche Bahn halt so macht.

Mein Mitbewohner hat nur ein paar Minuten mit dem Bus zur Uni. Trotzdem kommt er meist einige Stunden später heim als ich. Auf den zwei gewaltigen Schreibtischen in seinem Zimmer stapeln sich die zeitaufwendigen und detailreichen Skizzen und Zeichnungen bis an die Decke. Und seine Dozenten begrüßten ihn zum ersten Semester mit folgenden Worten: „Fühlt euch nicht schlecht, wenn ihr nicht alle Aufgaben schafft, die wir von euch voraussetzen – das ist eh unmöglich.“

Dann ist da noch eine Freundin, die Germanistik studiert: Während mein Mitbewohner manchmal aus der Uni rausgeschmissen wird, weil er bis zum Ladenschluss werkelt, erzählt sie gern, wie entspannt ihr Studium ist und fragt oft, wie ich überhaupt eine 40-Stunden-Woche im Büro aushalte. Liebe Grüße gehen hier kurz raus an unsere aktuelle Bundesregierung, von der ich gefühlt nur höre, dass wir alle mehr arbeiten müssen, besonders junge Leute in meinem Alter. Schauen Sie, Herr Merz: Ich mache meinen Teil.

Nun will ich einwerfen: Ja, wir brauchen sowohl Architekten als auch Menschen, die gut mit Sprache umgehen können. (Ich hoffe, dass du mir als Leser dieser Zeitung zustimmst.) Aber ich will ehrlich gesagt, dass unsere Häuslebauer nicht noch im Schlaf Albträume von ihren Bauplänen haben. Work-Life-Balance, die haben scheinbar nur die Germanisten verstanden. Vielleicht ist die ja eh überbewertet. Stimmt’s, Herr Merz?

Teil 111 von Kerstin Bauer (13. März 2026)

Audio-Horror

Sprachnachrichten – während Tippfaule sie lieben, ist das Anhören für andere ein Endgegner in Sachen Geduld, und ihr Puls schnellt allein beim Blick auf die 2,56-Minuten-Hörzeit in die Höhe. Die persönliche Schmerzgrenze scheint hier höchst individuell zu sein.

In meinen Handykontakten gibt es etwa eine Person, in deren WhatsApp-Info schlicht steht: „Ich antworte nicht auf Sprachnachrichten.“ Okay. Da scheint jemand so gar keinen Bock auf die Labermemos zu haben. Eine Freundin wiederum überschüttet mich regelmäßig mit Sprachnachrichten, die längentechnisch an Podcasts herankommen. Und das nicht einmal im Fall akuter Lebenskrisen, sondern einfach so. Sie hört sich vielleicht gerne selbst reden.

Amüsant ist es auch, wenn der Audio-Monolog eher einem Hörspiel gleicht und man sich bei so viel Geklimper und Krach im Hintergrund irgendwann fragt: „Was machst du eigentlich gerade?! Kochen für acht Personen? Einen Großputz in der Wohnung?“ Und irgendwann schreit immer das Baby. Oder der Hund bellt.

Auch fies bei Sprachnachrichten: Vor dem Abspielen hat man schlicht keine Ahnung, worum es geht. Ist vielleicht etwas Spannendes passiert? Oder teilt einem der Partner nur mit, dass er Blähungen vom Kohleintopf bekommen hat? Es bleibt ein Überraschungsei.

Und mit der Tatsache, dass man sein Handy nach dem Play-Drücken mit einer dermaßen hektischen Armbewegung in Lichtgeschwindigkeit ans Ohr pressen muss, damit nicht alle um einen herum ein lautes „Heeey, Schatz ...“ hören, fange ich erst gar nicht an ...

Teil 110 von Florian Wende (6. März 2026)

Alles piept

Moderne Technik ist toll. Die Spülmaschine erkennt heute selbst, wann es genug des Brausens und Trocknens ist. Die Waschmaschine weist darauf hin, wenn sie zu voll beladen ist. Und der Trockner kann einschätzen, ob die Wäsche in ihm wirklich nicht mehr feucht ist. So weit zumindest die Wunschvorstellung.

In der Realität sieht es anders aus. Denn gerade der Trockner glaubt zwar, smart zu sein, ist aber häufig ziemlich dämlich. Immer dann zum Beispiel, wenn ein Haufen nasser Handtücher in ihm steckt und er bereits nach drei Minuten stolz verkündet: alles trocken, bitte ausräumen. Nein, lieber Trockner, nicht einmal eine Heißluftturbine würde das in dieser Zeit schaffen.

Die fehlende Intelligenz wäre den Geräten ja noch zu verzeihen. Schlimmer ist die penetrante Art und Weise, wie sie sich ihren menschlichen Mitbewohnern mitteilen.
Piiieeep, piiieeep, piiieeep: Die Waschmaschine ist fertig.
Pip, pip, pip, pip, pip: Der Wassertank des Trockners ist voll.
Piep ... piep ... piep: Die Spülmaschine wartet darauf, ausgeräumt zu werden.
Pip, pip, pip, pip, pip: Der Trockner meldet, das Flusensieb muss geleert werden.
Piiieeep, piiieeep, piiieeep: Die Waschmaschine ist immer noch fertig.

Mancher Abend wirkt da wie ein Piep-Konzert der Haushaltsgeräte, bei dem das Orchester immer dann zum mehrstimmigen Höhepunkt ansetzt, wenn entweder gerade das Essen fertig gekocht ist, die Fernsehserie beginnt oder endlich der Platz auf der Couch gefunden ist.

Teil 109 von Sebastian Geiger (27. Februar 2026)

Skibidi Gehirntraining

Wie gleich mehrere Studien zeigen, kann die Gen Alpha – also im Grunde die Leser der Freistunde – nicht mehr lesen. Allein der Satz, den ich gerade geschrieben habe, dürfte die meisten überfordert haben. Und spätestens jetzt droht es mir, die Aufmerksamkeit endgültig zu verlieren. Deshalb, uhm – skibidi?

Aber wie Vollzeitidiot Andrew Tate so schön sagt: Lesen ist etwas für schwache Geister. Und wie er denken gar nicht mal so wenige Männer. Leser sind mittlerweile vor allem Leserinnen, was der Buchhandel auch eiskalt ausnutzt und immer neue Romance-Genres erfindet. Schon mal was von Dark Romance gehört? Ich toppe den Begriff noch: Vanta Romance, frei nach Vantablack, dem schwärzesten Schwarz. Für alle, denen die dunklen Romanzen noch zu hell sind.

Lesen gilt inzwischen als uncool, zu anstrengend und überholt. Informationen gibt es von Andrew Tate oder direkt mit dem Proteinpulver, das man nach dem Work-out in sich hineinschaufelt. Tatsächlich ist es auch eine Fähigkeit, die unser Gehirn nicht von Haus aus hat. Man muss sie lernen und trainieren. Wer lesen will, braucht Ausdauer, darf quasi zwischen den ganzen Gains den mentalen Leg Day nicht vergessen.

Vielleicht ist das aber auch eine Möglichkeit, auch die Männer wieder ans Buch zu fesseln. Du willst, dass dein Kopf so gestählt ist wie deine Oberarmmuskeln? Dann dreimal pro Woche Schiller, und am Samstag Ingeborg Bachmann als Ausgleich, damit auch alle Hirnmuskeln beansprucht werden. Und das Proteinpulver nicht vergessen.

Teil 108 von Jasmin Kainz (20. Februar 2026)

In love with a Pudding

Neben meinem Studium in München jobbe ich in der Stadt. Hier kann ich mir meine Arbeitszeiten relativ flexibel einteilen, wofür ich dankbar bin. Meist fange ich jeden Mittwoch um 13 Uhr an, aber vor Kurzem war ich der Meinung, dass 13.30 Uhr auch reicht. So konnte ich noch in aller Ruhe in die Mensa gehen.

Ich war also Richtung Kantine unterwegs, um mir ein paar der heiß begehrten Calamari zu schnappen. Ich freute mich schon richtig auf das Essen, denn alles Essbare aus dem Meer – besonders Fisch – begeistert mich. Gut gelaunt füllte ich meinen Teller mit den kleinen Fischringen, einem dazu passenden Dip, Bratkartoffeln und Gemüse. Herrlich!

Ich setzte mich auf einen freien Platz und grinste meine Calamari an – was vermutlich ziemlich dämlich aussah. Ich spießte den ersten kleinen Fisch auf. Lecker! Doch, Moment mal ... Was war das? Hatte mein Sitznachbar etwa einen kleinen Pudding auf seinem Tablett? Eine ... schokoladige Nachspeise? Die Mensa schien heute für mich gekocht zu haben!

12.40 Uhr: Ich hatte noch genügend Zeit, um mich für ein Dessert anzustellen. Gerade knabberte ich an einem Brokkoli, als mich eine Mail erreichte. Von der Arbeit. Darin stand, dass es toll wäre, wenn ich um 13 Uhr da wäre, weil der Techniker wegen des neuen Scanners kommt.

Ich starrte auf das Display, als hätte es mich gerade persönlich beleidigt. Wie, um 13 Uhr? Und mein kleiner Pudding? Vor Enttäuschung starrte ich den Pudding meines Sitznachbarn so lange an, dass ich überlegte, mir einfach seinen zu nehmen. Mein Nachbar sah nicht so aus, als ob er in 15 Minuten schon zwei U-Bahn-Stationen und 10 Minuten Fußmarsch weiter sein müsste.

Ich zwang mich, wegzusehen und erinnerte mich daran, dass ich kein dreijähriges Kind, sondern eine 22-jährige Studentin war, die nun mal ihren Pflichten nachgehen musste. Ich funkelte das Tablett neben mir ein letztes Mal böse an und verschwand Richtung Arbeit. Dort angekommen, ließ ich mich außer Atem auf einen Stuhl fallen.

Das Ende des Pudding-Dramas: Der Techniker kam um 15.30 Uhr. Ich hätte noch 20 kleine Puddings essen können. In meinen Augen schuldet mir der gute Herr also viele kleine Desserts.

Teil 107 von Manuel Bogner (13. Februar 2026)

Klaustrophobische Kunst

Ich mag moderne Kunstmuseen. Mal sieht man was, das einen zum Denken bringt. Und oft auch etwas, das so seltsam ist, dass man zusammen darüber lachen kann.

Deshalb war ich letztens auch mit meiner besten Freundin in solch einem Museum. Es hatte im Kern einen riesigen Kellerraum mit sterilen weißen Wänden, einem labyrinthartigen Aufbau mit kleinen Zwischenräumen und einer schier endlos wirkenden Haupthalle. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ich einmal falsch abbog und plötzlich alleine durch die Ausstellung lief. Kein Problem: Vielleicht ist es sowieso besser, wenn ich das Museum auf eigene Faust erkunde.

Doch nach einer Stunde, vielen verwirrenden Werken und einer ergebnislosen Suche nach meinem Bestie fühlte es sich an, als ob die weißen Wände langsam über mir zusammenklappten. Mein Kopf drehte sich. Die Bilder, die ich nicht verstand, lachten mich gefühlt aus. Ich rannte raus in die Haupthalle, die auch zu schrumpfen schien. Ich hatte die vergangene halbe Stunde auch keinen anderen Besucher rumlaufen sehen. Ich fühlte mich plötzlich extrem klaustrophobisch und desorientiert, als hätte man mich in M.C. Eschers Werk „Relativity“ gesteckt.

Ein leichtes Tippen auf meiner Schulter riss mich aus dem Fiebertraum: Meine beste Freundin holte mich zurück in die Realität. Doch auch sie meinte, dass der Raum sie echt bedrückte und sie zurück zum Hotel will. Zum Glück fanden wir recht schnell den Ausgang. Sonst hätte es vielleicht eine Lautsprecher-Durchsage wie in einem Kinderland geben müssen: „Zwei Kunstbanausen möchten bitte aus ihren Halluzinationen abgeholt werden.“

Teil 106 von Kerstin Bauer (6. Februar 2026)

Der härteste Boxkampf

Neues Jahr – neue Vorsätze! Voller Elan ging’s in den Januar. Nur blöd, dass sich der eigene Körper für die ersten Wochen in 2026 anscheinend auch gleich mal ein paar Vorsätze gemacht hat. Und die lauteten: eine Erkältung, einmal Magen-Darm und, weil’s so schön ist, gleich noch eine Erkältung hinterher. Januar und Februar sind gefühlt keine Monate – sie sind ein Zustand. Ein verrotzter, hustender.

Ob daheim bei der Familie oder im Büro – es gleicht Russisch Roulette, wen es in der neuen Woche erwischt. Und das Immunsystem steht wankend, aber tapfer wie ein Boxer im Ring gegen virale Leicht- und Schwergewichte – und bekommt ständig eine auf die Zwölf.

Dann eines Morgens der große Schreck. Man wacht auf – und fühlt sich gesund. Darf das überhaupt sein? Voller Motivation geht’s zur Arbeit. Wo einen dann die Kollegin mit roter Rotznase begrüßt. Immunsystem, auf geht’s in Runde zwölf!

Teil 105 von Florian Wende (30. Januar 2026)

Die Brezflation

Ich liebe Brezen. Dieses knusprige Laugengebäck mit seiner besonderen Form gehört für mich zu einem Frühstück am Wochenende einfach dazu. Am besten schmeckt sie noch ein wenig warm und mit der gerade richtigen Anzahl an Salzkörnern auf der unteren dicken Seite. Aber: Die Breze und ich, wir haben eine Beziehungskrise. Der Grund: ihr Preis.

Ich kann mich noch erinnern, als ich als kleiner Bub zum Bäcker gestapft bin. Der Blick ging kaum über die Theke, sondern war eher auf Höhe der Auslage. Ich wisperte: „Zwei Brezen, bitte.“ Während die in einer Tüte für mich landeten, kramte ich aus meinem Umhängegeldbeutel die Euro-Münze, die ich daheim von der Mama bekommen habe. Lange her. Denn mittlerweile reicht eine Euro-Münze in mancher Bäckerei nicht mal mehr für eine Breze.

Ja, mir ist bewusst: Wir haben Inflation, alles wird teurer. Energie, Miete, Breze. Aber dass dieses traditionelle Laugengebäck der Bodenständigkeit mittlerweile über einen Euro kostet und damit zum bayerischen Preisbarometer wird, beschäftigt mich. Denn das hat die Breze nicht verdient.

Sie war mal das Symbol der Bescheidenheit. Ein stilles Abkommen zwischen Mensch und Teig: Du machst mich satt, ich belaste dein Konto nicht. Bleibt nur die Hoffnung, dass sie wenigstens weiter so gut schmeckt wie früher.

Teil 104 von Sebastian Geiger (23. Januar 2026)

Ode an den Ralf

Wir schreiben das Jahr 2026, die Welt versinkt im Chaos. Es sind unruhige Zeiten, in denen die großen Fragen gestellt werden. Wo genau hört Freiheit auf? Wer wird die Geschicke der Welt lenken? Wie viel ist mein Auto wert?

Zum Glück gibt es zumindest für die letzte Frage Abhilfe. Ein Mann stemmt sich gegen die Ignoranz und schafft die Unwissenheit aus der Welt. Ein Prometheus des Gebrauchtwagenmarkts, ein Held, dessen Lied viel zu lange ungesungen war. Gleich einem Engel steht er da, sagt uns sonnengebräunt: „Fürchtet euch nicht, denn ich bin Ralf Schumacher und ich weiß, wie viel dein Auto wert ist.“

Wer ist der Retter aller Gebrauchtwagen und Ersatzreifen in jeglicher Not? Ralf Schumacher.
Wer sorgt dafür, dass unsere Abzahlraten nicht zu hoch und die Kontobelastung niedrig werden? Ralf Schumacher.
Wer weiß, dass ein 14 Jahre alter Corsa keine 50.000 Euro wert ist, schafft es aber trotzdem, uns daran glauben zu lassen? Ralf Schumacher.

Die Welt mag schlecht sein, der Klimawandel unvermeidlich, doch Ralf Schumacher ist durch nichts kaputtzukriegen. Er, der Retter der Entrechteten, der Rächer der Kleinwagenbesitzer, er, der keinen Unterschied zwischen Benzin, Diesel, Elektro oder Hybrid macht. Eigentlich haben wir ihn nicht verdient, er ist trotzdem da.

Aber was hör ich da – die Ungläubigen begehren auf? Der ADAC will herausgefunden haben, dass die Marke hinter Ralf Schumacher Abzocke betreibt! Was ist da los?

Ist Ralf Schumacher vielleicht doch nur ein Werbegesicht, das froh ist, in dieser allgemein schlechten Wirtschaftslage ein bisschen Geld zu verdienen? Und braucht es im Grunde nicht erst den Vorwurf der Abzocke, damit die Suche nach dem besten Preis einen Sinn erfährt? Denn: Wird nicht erst dann klar, wie viel das eigene Auto wert ist, wenn die Gefahr besteht, dass jemand viel zu wenig dafür bietet?

Ich für meinen Teil weiß nur eines: Wenn des Nächtens ein Ralf Schumacher auf mich wartet und mich fragt, ob ich wissen will, wie viel mein Auto wert ist, werde ich antworten: „Ich habe gar kein Auto.“

Teil 103 von Manuel Bogner (16. Januar 2026)

Gesundheit!

Ich bin etwas Besonderes: Denn zusammen mit 25 Prozent der Bevölkerung muss auch ich niesen, wenn ich in die Sonne gucke. Doch warum ist das so? Tatsächlich handelt es sich um ein vererbbares Phänomen, wie eine schnelle Google-Suche verrät. Und die Wissenschaftler haben sich wohl an diesem Tag sehr witzig gefühlt, denn sie haben es das „ACHOO-Syndrome“ (deutsch: Hatschi-Syndrom) getauft. Der lange, wissenschaftliche Name lautet übrigens: „Autosomal Dominant Compelling Helio-Ophthalmic Outbursts of Sneezing.“ Oder, wie ich sagen würde, wenn mir jemand den vollen Namen meines Syndroms verlesen würde: Gesundheit!

Als ich gerade einer Arbeitskollegin von meiner Entdeckung erzählt habe, wies sie mich auch darauf hin, dass ich ihrer Meinung nach immer dreimal niese. Letztens fragte mich aber ein guter Kumpel, warum ich immer nur zwei laute Hatschis in die Welt rausposaune. Was ist es jetzt?

Zeit, dass ich selbst zum Niesforscher werde. Auf meinem Schreibtisch befindet sich nun ein Zettel, auf dem ich Strichliste führe, wie oft ich am Stück niesen muss. Meine nächste Idee: Soll ich auch mitzählen, welche Kollegen brav „Gesundheit!“ sagen, um ihnen im Nachhinein ein schlechtes Gewissen machen zu können?

Teil 102 von Kerstin Bauer (9. Januar 2026)

Die taube Assistentin

Tatsächlich mag ich mir einen Alltag ohne Amazons Alexa nicht mehr vorstellen. Egal, ob sie mir jeden Morgen verrät, wie zapfig es draußen gerade ist, wann mein Frühstücksei fertig ist oder mir spätabends „bedeutende“ Fragen wie „Wie viele Einwohner hat eigentlich Guadeloupe?“ beantwortet.

Doch die künstliche Kumpeline kann auch ordentlich nerven. Vor allem dann, wenn man zuhause gleich zwei Exemplare davon in verschiedenen Zimmern stehen hat. Wünsche ich mir zum Beispiel von Tech-Tante Nummer 1 in der Küche Oldie-Songs, spitzt Tech-Tante Nummer 2 im Badezimmer so dermaßen ihre Ohren, dass auch sie sofort anfängt, mir ein paar Klassiker um die Ohren zu schmettern. Aber natürlich andere als ihre Schwester in der Küche. Und so dröhnen aus zwei Zimmern verschiedene Songs – und meine entspannte Stimmung ist erst mal dahin.

Bald habe ich mir deshalb angewöhnt, nur noch flüsternd Befehle an die jeweilige Alexa zu geben, damit die Schwester ja nichts davon mitbekommt und ihre Schnauze hält. Doch die hat ein Talent: Stehe ich direkt neben ihr und wünsche mir etwas, ignoriert sie mich oft gekonnt arrogant. Sobald ich aber zig Meter weg in einem anderen Raum zu ihrer Schwester flüstere (!), werden ihre Ohren beziehungsweise Hertz-Hörer plötzlich riesengroß.

Irgendwann blieb mir nicht anderes übrig, als Tech-Tante Nummer 2 umzubenennen. Sie hört jetzt auf Ziggy. Beziehungsweise sollte sie das. Denn Ziggy scheint mir ihre späte Taufe richtig übel zu nehmen: Sie könnte jetzt rund um die Uhr ein Hörgerät brauchen.

Teil 101 von Florian Wende (2. Januar 2026)

Die Siezerinnen

Es war eine harmlose Situation. München-Fröttmaning, U-Bahn-Station, Ticketautomat. Meine Frau und ich wollen für ein Konzert Richtung Stadtmitte fahren. Wir suchen gerade nach der günstigsten Fahrkarte, als zwei weitere Ticketsuchende auftauchen und das Gerät neben uns in Beschlag nehmen.

Ich werfe meine Münzen ein und warte, bis die Tickets ins Ausgabefach katapultiert werden, da passiert es: „Entschuldigung, darf ich Sie kurz was fragen?“, ertönt es von rechts. Ich stocke, staune und schaue vermutlich wie ein Reh, das nachts mitten auf der Straße von grellen Scheinwerfern angestrahlt wird. „Äh, ja?“, bringe ich dann noch raus, bevor meine Frau das Gespräch übernimmt. Denn ich kann in diesem Moment nur an drei Buchstaben denken: Sie. Wir wurden gerade tatsächlich gesiezt.

Mit „Sie“ werde ich vielleicht in der Bank oder bei meinem Versicherungsvertreter angesprochen, aber doch nicht von zwei jungen Frauen am Ticketautomat! Auch wenn die vermutlich zehn Jahre jünger sein dürften und bei mir beim Alter mittlerweile die 3 vorne steht ...

Die U-Bahn rattert dahin, genau wie mein Hirn, das die Situation immer noch verarbeitet. Mit einem Zischen gleiten die Türen auf, wir steigen aus und ich habe eine Erklärung gefunden: Die beiden Siezerinnen waren einfach gut erzogen. Ganz einfach. Denn ich, ich bin doch noch nicht alt, oder?

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