Polizei schließt Zusammenhänge aus

Versuchte Kindesentführungen in Erding


Gleich drei Fälle, in denen Kinder verdächtig angesprochen wurden, in einer Woche in Erding. (Symbolbild)

Gleich drei Fälle, in denen Kinder verdächtig angesprochen wurden, in einer Woche in Erding. (Symbolbild)

Gleich drei Fälle wurden in dieser Woche der Polizei gemeldet, in denen Kinder in Erding verdächtig angesprochen wurden. In einem Fall wurde sogar versucht, ein Mädchen in ein Auto zu zerren.

Die Erdinger Polizei mahnt hier zu besonderer Vorsicht und sucht nach Zeugen der Vorfälle.

Am Donnerstag letzter Woche und am Montag wurden jeweils zwei elfjährige Schülerinnen in der Liegnitzer und in der Franzensbader Straße von unbekannten Männern angesprochen. Die Polizei weist darauf hin, dass es sich dabei wohl um verschiedene Männer gehandelt hat. Ein Zusammenhang besteht deshalb laut momentanen Erkenntnissen nicht. Laut Polizeisprecher Anton Altmann handelte es sich bei dem Mann in der Franzensbader Straße um einen "älteren Herren, der dort mit seinem braun-weißen Hund spazieren ging". Der Unbekannte in der Liegnitzer Straße sei dagegen jünger und komplett schwarz gekleidet gewesen. Er hatte seine Jacke "sehr weit ins Gesicht gezogen". Beide Vorfälle wurden der Erdinger Polizei mit zeitlichem Verzug gemeldet.

Gestern Abend dann die nächste Anzeige bei der PI Erding. In diesem Fall geht es um eine 14-jährige Schülerin, die am Montag gegen 18 Uhr auf dem Gehweg der Bajuwarenstraße in Richtung Therme unterwegs war. Plötzlich versuchte sie ein etwa 30 bis 40 Jahre alter Mann in seinen Kombi zu zerren. Weil das Mädchen sofort lauthals um Hilfe schrie, kam der 14-Jährigen ein Autofahrer zu Hilfe, der gegenüber an der Bushaltestelle geparkt hatte. Der Zeuge zog das Mädchen von dem Unbekannten weg. Der Täter sprang daraufhin in seinen Kombi und machte sich aus dem Staub. Die Polizei Erding bittet nun den Zeugen, aber auch weitere Zeugen des Vorfalls, sich zu melden.

Auf idowa-Nachfrage betont Polizeisprecher Anton Altmann: "Wir können definitiv ausschließen, dass es sich bei den drei Männern um Asylbewerber gehandelt hat. Es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, die darauf hindeuten, dass es sich überhaupt um Ausländer gehandelt hat."