Deutschland

IS-Kämpferin festgenommen


Die Polizei hat am Donnerstag eine mutmaßliche IS-Kämpferin verhaftet. (Symbolbild)

Die Polizei hat am Donnerstag eine mutmaßliche IS-Kämpferin verhaftet. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstagmorgen aufgrund eines Haftbefehls des Bundesgerichtshofs eine 31-jährige Deutsche im Großraum Karlsruhe durch Beamte der baden-württembergischen und der Berliner Polizeibehörden festnehmen lassen.

Die Wohnung der Beschuldigten wurde laut Pressemitteilung durchsucht. Die Frau ist demnach dringend verdächtig, sich als Mitglied an der terroristischen Vereinigung "Islamischer Staat" beteiligt zu haben. Die Beschuldigte soll im Dezember 2013 die Bundesrepublik Deutschland verlassen haben, um sich der Vereinigung anzuschließen. Sie reiste nach Syrien und heiratete einen ihr bis dahin unbekannten, höherrangigen IS-Kämpfer. Die Beschuldigte lebte mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern nach islamischem Ritus und wurde von der Terrororganisation unterstützt.

Die Frau soll einen Internetblog unterhalten haben, in dem sie das Leben beim sogenannten Islamischen Staat anpries. Nachdem ihr Ehemann bei Kämpfen getötet worden war, sollte sie erneut verheiratet werden. 2017 wurde die Beschuldigte von kurdischen Sicherheitskräften zusammen mit Frauen anderer IS-Kämpfer festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hatte 2018 einen Haftbefehl beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs beantragt.

Der Erlass war zunächst aus rechtlichen Gründen abgelehnt worden, auf die Beschwerde der Bundesanwaltschaft hin hat der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs nunmehr Haftbefehl erlassen. Die Beschuldigte wurde dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihr den Haftbefehl eröffnet und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat.