Einzelhandel

Zwei bayerische Galeria-Filialen vor Schließung gerettet


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Eine Filiale von Galeria Kaufhof.

Galeria Karstadt Kaufhof wird in Bayern zwei Warenhäuser weniger schließen als noch zu Wochenbeginn angekündigt. Dank weiterer Zugeständnisse der Vermieter blieben die Warenhäuser in Bayreuth und Erlangen erhalten, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Ebenfalls geöffnet bleiben demnach die Häuser in Oldenburg, Rostock und Leipzig. Die Zahl der geplanten Filialschließungen bei Deutschlands letztem großen Warenhauskonzern verringert sich damit auf 47. Die Zahl der fortgeführten Häuser steigt auf 82.

Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) sagte, die Rettung der dortigen Filiale sei das Ergebnis von "intensiven Verhandlungen" mit dem Unternehmen und dem Vermieter. Eine Verdi-Sprecherin teilte mit, die Gewerkschaft sehe den Erhalt der Häuser als gutes Vorzeichen für ihren Kampf um die Nürnberger Kollegen und Kolleginnen sowie die Filialen. Dort will das Unternehmen nach Ankündigung vom Montag zwei Standorte schließen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte, er werde sich am Freitag bei einem Runden Tisch mit Vertretern des Unternehmens für den Erhalt acht weiterer von der Schließung bedrohten Filialen im Freistaat einsetzen.

Galeria hatte am Montag angekündigt, 52 der zuletzt noch 129 Warenhäuser zu schließen. Auch tausende Arbeitsplätze sollen im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens gestrichen werden.