2. Fußball-Bundesliga

Nürnberger „Vollkatastrophe“ vor dem Frankenderby

Ein frustrierter FCN-Kapitän Fabio Gruber nach der Niederlage.

Ein frustrierter FCN-Kapitän Fabio Gruber nach der Niederlage.

Von dpa

Mit so einem Stimmungsdämpfer hatte beim 1. FC Nürnberg keiner gerechnet. 0:3 in Magdeburg - dieser krasse Aussetzer beim Tabellenletzten traf Trainer Miroslav Klose und seine Fußball-Profis nach den erfolgreichen Wochen zuvor gänzlich unvorbereitet und darum umso härter. Und das auch noch eine Woche vor dem Frankenderby gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Julian Justvan sprach nach dem Nürnberger Systemabsturz von „einer Vollkatastrophe“. Der Offensivspieler redete Klartext: „Wir haben einfach nicht die Leistung auf den Platz gebracht. Wir waren in allen Belangen unterlegen.“

Chefcoach Klose nannte die Niederlage „einen Warnschuss“. Er hatte schon vorher gewarnt: „Ich habe bewusst gesagt, wir müssen nach unten schauen.“ Der Coach erhofft sich nun eine Reaktion gegen stark kriselnde Fürther.

Kein Durchblick mehr: Das Abbrennen von Pyro-Technik sorgt für eine längere Spielunterbrechung.
Kein Durchblick mehr: Das Abbrennen von Pyro-Technik sorgt für eine längere Spielunterbrechung.
Kein Durchblick mehr: Das Abbrennen von Pyro-Technik sorgt für eine längere Spielunterbrechung.
17 Minuten Nachspielzeit gibt es nach der Pyro-Unterbrechung.
17 Minuten Nachspielzeit gibt es nach der Pyro-Unterbrechung.
17 Minuten Nachspielzeit gibt es nach der Pyro-Unterbrechung.
Der Anfang vom Ende: Nürnbergs Torwart Jan Reichert landet beim 0:1 mit dem Ball im Netz. Links Magdeburgs Torschütze Mateusz Zukowski.
Der Anfang vom Ende: Nürnbergs Torwart Jan Reichert landet beim 0:1 mit dem Ball im Netz. Links Magdeburgs Torschütze Mateusz Zukowski.
Der Anfang vom Ende: Nürnbergs Torwart Jan Reichert landet beim 0:1 mit dem Ball im Netz. Links Magdeburgs Torschütze Mateusz Zukowski.

„Wir wissen, was nächste Woche ansteht. Für die Stadt, für die Fans, auch für uns als Club ist es ein ganz wichtiges Spiel“, sagte der 47-Jährige. Im ersten Klose-Jahr gewann der „Club“ übrigens beide Derbys klar mit 4:0 und 3:0.

Im zeitweisen Pyro-Nebel von Magdeburg verlor Kloses Mannschaft nach der torlosen ersten Hälfte komplett den Überblick und folgerichtig das Spiel. Das lag aber nur zum Teil an den Bengalos aus beiden Fanblöcken, die dazu führten, dass Schiedsrichter Felix Bickel die Partie für 13 Minuten unterbrechen musste.

„Das ist nicht einfach gewesen“, bemerkte Klose zum Umgang mit der Nebel-Pause in der Kälte direkt nach der Halbzeitpause. „Nach der Unterbrechung sind wir dann gar nicht mehr reingekommen“, meinte Torwart Jan Reichert.

Die Magdeburger waren am Samstagabend aber einfach besser und wollten den Erfolg unbedingt. Doppelpacker Mateusz Zukowski und Maximilian Breunig erzielten die Tore. Zwei davon kassierte der „Club“ in Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte für Rafael Lubach wegen wiederholten Foulspiels.

Klose nahm den 20-Jährigen in Schutz. „Natürlich weiß Rafa selbst, dass er da einen Fehler gemacht hat. Aber der Junge zieht bei uns den Karren mit. Das gehört auch zum Lernprozess dazu“, sagte der Trainer nachsichtig. Lubach wird beim Derby wegen seiner Gelb-Rot-Sperre nur Zuschauer sein.

Der vielseitig einsetzbare Youngster hatte den angeschlagenen Adam Markhiev im defensiven Mittelfeld ersetzt. Der finnische Nationalspieler fehlte nicht nur als stabilisierender Ankerpunkt vor der Abwehr, sondern auch als Persönlichkeit auf dem Platz. „Er ist schon ein ganz wichtiger Spieler für uns“, bestätigte Klose.

Als Erklärung für die Niederlage genügte dem Trainer das Fehlen von Markhiev freilich nicht. „Wir haben es kollektiv nicht gut gemacht“, sagte Klose. Torwart Reichert blickte sofort mit einem Versprechen an die Fans nach vorn: „Die Sinne sind jetzt sicherlich nochmal geschärft. Wir werden die Emotionen auf den Platz bringen, die heute gefehlt haben und die es im Derby braucht.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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