"Grundsätzliches Verständnis"

Herrmann kündigt mehr Kontrollen der Corona-Regeln an


Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, kommt zu einer Sitzung des bayerischen Kabinetts.

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, kommt zu einer Sitzung des bayerischen Kabinetts.

Von mit Material der dpa

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat weiterhin verstärkte Kontrollen zu den Corona-Regeln angekündigt. Bei den bisherigen fast 20.000 Kontrollen seien 1.703 Verstöße etwa gegen die Maskenpflicht oder die 2G-Regeln festgestellt worden, teilte das Innenministerium am Montag in München mit.

Nahezu alle dieser Verstöße wurden auch geahndet. "Dabei hat die Polizei auch vom Verwarnungsverfahren Gebrauch gemacht und Verwarnungen unmittelbar ausgesprochen", sagte Herrmann. "Damit folgt die Strafe auf dem Fuß." Bayern will ab Mittwoch im Kampf gegen die vierte Pandemiewelle die Maßnahmen gegen Corona noch einmal verstärken.

Kontrolliert worden sei schwerpunktmäßig in den Bereichen Gastronomie, Clubs und Diskotheken, bei Anbietern körpernaher Dienstleistungen wie Friseuren und in Fitnessstudios. "Aufgrund der besorgniserregenden pandemischen Entwicklung wird die Bayerische Polizei die Kontrolltätigkeiten verstärken und weiter ausbauen", kündigte der Minister an. Verstärkt sollen diejenigen Betriebe ins Visier genommen werden, bei den bereits Verstöße festgestellt worden seien. Darüber hinaus werde es Schwerpunktaktionen in einzelnen Betriebsbereichen geben, die noch nicht kontrolliert wurden.

In der Bevölkerung sei eine hohe Akzeptanz der Kontrollen festzustellen. "Die äußerst prekäre Lage und die damit einhergehende Notwendigkeit zur konsequenten Kontrolle der Regelungen scheinen für die Bevölkerung klar und nachvollziehbar zu sein", betonte er. Auch seitens der Betriebe und Gewerbetreibenden bestehe ein "grundsätzliches Verständnis" für die polizeilichen Maßnahmen. Vereinzelt hätten Betriebe sogar bei der Polizei um Kontrollen gebeten.