München

Fördermodell für Kitas in Vollversammlung nachgebessert


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Das Schuhregal in einer Berliner Kita.

Von dpa

Der Münchner Stadtrat hat das umstrittene neue Fördermodell für gemeinnützige und private Kindertagesstätten endgültig beschlossen - allerdings mit mehreren Änderungen. So sei etwa das Verpflegungsentgelt erhöht worden, sagte eine Sprecherin des Bildungsreferats nach dem Beschluss der Vollversammlung am Mittwoch. Auch die Verwaltungskostenpauschale sei höher ausgefallen als von den zuständigen Ausschüssen vorgesehen.

Gerade die Höhe dieser Verwaltungskostenpauschale hatte für große Unruhe gesorgt. Der Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen hatte befürchtet, dass sich der Betrieb einer Kita wirtschaftlich kaum mehr rechnen und deshalb ein Großteil der privaten Anbieter nicht in das neue Fördermodell wechseln werde - mit drastisch erhöhten Elterngebühren als Folge. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern hatte stellvertretend für die Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege "deutliche Änderungen" gefordert.

Zum Hintergrund: Ab dem neuen Kindergartenjahr im September soll für private und gemeinnützige Träger aus rechtlichen Gründen ein "Defizitausgleichsverfahren" statt der bisherigen "Münchner Förderformel" greifen. Vereinfacht gesagt sollen die Träger dabei - zusätzlich zur staatlichen Förderung - Kosten etwa für Personal oder Miete von der Stadt ausgeglichen bekommen. Um keinen Anreiz für höhere Gebühren zu schaffen, sollen zugleich etwaige Gewinne von der Förderung abgezogen werden.

Die Landeshauptstadt unterstützt Eltern kleiner Kinder bei der Betreuung massiv: Dank der städtischen Förderung von jährlich rund 170 Millionen Euro bekommen etwa 83 Prozent aller Münchner Kita-Kinder eine kostenlose oder im Vergleich zu anderen Kommunen sehr günstige Betreuung. Aktuell werden 618 Kindertageseinrichtungen in München auf Basis der Münchner Förderformel bezuschusst.


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