Corona-Pandemie

Bayern steuert auf rote Corona-Ampel zu


In Bayern ist die Krankenhaus-Ampel am Sonntag kurz vor "Rot". Das könnte ab kommender Woche strengere Maßnahmen für die Bürger des Freistaates zur Folge haben. (Symbolbild)

In Bayern ist die Krankenhaus-Ampel am Sonntag kurz vor "Rot". Das könnte ab kommender Woche strengere Maßnahmen für die Bürger des Freistaates zur Folge haben. (Symbolbild)

Von dpa

Bayern steuert auf die rote Krankenhaus-Ampel mit noch schärferen Corona-Regeln zu. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und das Robert-Koch-Institut (RKI) wiesen am Sonntagvormittag auf ihrer gemeinsamen Homepage in den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser 591 Patienten mit Corona aus. Am Freitag waren es noch 537, am Samstag 552 Corona-Intensivpatienten.

Bei 600 springt die bayerische Krankenhaus-Ampel auf Rot - dann wird die 2G-Regel im ganzen Freistaat deutlich ausgeweitet. In vielen Betrieben haben Arbeitnehmer dann nur noch Zutritt zum Arbeitsplatz, wenn sie geimpft oder genesen sind (3G).

Seit Sonntag steht die bayerische Krankenhaus-Ampel schon auf Gelb. Damit gilt in Gasthäusern und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ab Sonntag die 3G-plus-Regel, also: geimpft, genesen oder PCR-getestet. Ein Antigen-Schnelltest reicht dann nicht mehr. Ausnahmen gelten für Hochschulen, außerschulische Bildungsangebote und Bibliotheken und Archive - hier reicht für Ungeimpfte weiterhin ein Schnelltest. In Diskos und Clubs gilt 2G - mit Test ist Ungeimpften kein Zutritt mehr möglich. Der Maskenstandard wird generell auf FFP2 erhöht.

Alle Regeln im Überblick finden Sie auch hier: Diese Corona-Maßnahmen gelten ab Samstag in Bayern

Für den Handel und den öffentlichen Personenverkehr gibt es keine neuen Einschränkungen. Alle Schülerinnen und Schüler müssen ab Montag wieder Masken im Unterricht tragen.

Viele bayerische Regionen gelten aber als "regionale Hotspots". Wo die Sieben-Tage-Inzidenz über 300 liegt und zusätzlich die Intensivbetten in der Region zu mehr als 80 Prozent belegt sind, gelten die verschärften Vorschriften der roten Krankenhaus-Ampel.

Laut DIVI und RKI waren am Sonntagvormittag in Bayern noch 418 der insgesamt 3.070 Intensivbetten frei. Notfalls könnten weitere 970 innerhalb von sieben Tagen eingerichtet werden. Die Zahlen ändern sich je nach aktueller Belegung ständig und werden auf der gemeinsamen Homepage laufend aktualisiert.