Landesliga Mitte

Simon Meindl greift in Bogen wieder als Spieler an


Will kommende Saison wieder auf dem Platz angreifen: Simon Meindl.

Will kommende Saison wieder auf dem Platz angreifen: Simon Meindl.

Simon Meindl bleibt beim TSV Bogen. Der bisherige Co-Trainer will in der kommenden Saison aber wieder als Spieler angreifen.

"Ohne Fußball kann ich einfach nicht", sagt Simon Meindl. Der 26-Jährige aus dem Landkreis Cham, kürzlich nach Deggendorf gezogen, hatte in den vergangenen Jahren aber nicht viele Möglichkeiten, Fußball zu spielen. Vor zwei Jahren kam er für seinen damaligen Verein SV Neukirchen b. Hl. Blut zu keinem einzigen Einsatz - ein Kreuzbandriss mit Meniskusschaden zwang ihn zum Zuschauen. Nach einem Jahr, in dem er eine halbe Saison als Spielertrainer fungiert hatte, verletzte sich Meindl erneut schwer, dieses Mal am Außenminiskus und Knorpel. In dieser Saison kam er nur zu einem Kurzeinsatz für den SVN.

Inzwischen hat Meindl den Verein gewechselt - nicht ganz freiwillig. Weil er als Spieler in dieser Saison nicht einsatzfähig war, wollte er gerne Co-Trainer in Bogen werden - das liegt näher am damaligen Einsatzort des Polizisten in Straubing. Neukirchen stimmte dem nicht zu und trennte sich schließlich sogar von Meindl. "Das war damals vom Verein nicht die feine Art aus meiner Sicht und auch die Begleitumstände haben mich gestört", sagt Meindl, will aber nicht weiter darauf eingehen. Das Kapitel Neukirchen ist für ihn abgehakt.

Denn Meindl ging als Co-Trainer nach Bogen und schaffte dort mit dem Verein den angestrebten Klassenerhalt. Nun hat er sich dazu entschlossen, bei den Rautenstädtern zu bleiben. "Ich bin absolut zufrieden und mir gefällt's hier", sagt Meindl. Dazu sei die ärztliche Behandlung am Standort Straubing top und auch die Anfahrtszeit von rund 20 Minuten aus Deggendorf sei für ihn fast schon Luxus. "Außerdem kenne ich die Mannschaft und komme mit allen super klar", so der Stürmer weiter.

Stürmer statt Co-Trainer

Zur neuen Saison will er auf den Rasen zurückkehren, dafür legt er seinen Posten als Co-Trainer ab. "Mir hat der Trainerjob richtig Spaß gemacht und das ist für mich nach meiner aktiven Karriere auf jeden Fall eine Option. Aber nach meiner Verletzung ist es für mich erst einmal sinnvoll, nur noch als Spieler zu agieren und mich auf mich zu konzentrieren", erklärt Meindl.

Für sein Comeback schuftet Meindl derzeit hart. Einmal pro Woche arbeitet er mindestens zwei Stunden mit einem Physiotherapeuten individuell. Dazu fährt er Fahrrad, geht laufen und arbeitet im Fitnessstudio am Muskelaufbau. Ein Einstieg ins Mannschaftstraining zum Vorbereitungsstart würde für ihn dennoch zu früh kommen. Meindl geht davon aus, dass er im August oder September wieder voll mit dem Team trainieren kann.

Wenn er fit ist, will er in der Mannschaft eine Führungsrolle übernehmen. "Das entspricht sowieso meinem Wesen. Ich habe richtig Lust darauf, mit jungen Leuten zu arbeiten." Dementsprechend gefällt Meindl auch der neue Weg des TSV Bogen gut: "Ich denke, das ist der richtige Weg. Ich bin ohnehin ein Verfechter von längerfristiger Planung. Ich finde es gut, dass man mit vielen jungen und einheimischen Spielern in die Zukunft geht." Man dürfe bei all den Talenten natürlich auch die Erfahrung nicht vergessen. "Aber da sind wir auch gut aufgestellt. Die Mischung ist entscheidend und die passt", sagt Meindl.