Stephansposching

agilis-Zug kollidiert mit Traktor: Bahnstrecke gesperrt, mehrere zehntausend Euro Schaden


Foto: Feuerwehr Stephansposching

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Von Matthias Jell und Redaktion idowa

Sowohl ein Landwirt (40) und seine Frau (39), als auch 35 Insassen eines agilis-Zuges kamen am Donnerstagmorgen gegen 8.40 Uhr mit dem Schrecken davon. Im Vorbeifahren des Zuges geriet die Schaufel des Frontladers kurz in den Gleisbereich und traf den Zug.

Der Landwirt war mit seinem Traktor samt angehängtem Kartoffelvollernter auf seinem Feld mit der Ernte beschäftigt, als ihm das gefährliche Malheur passierte. Der 40-Jährige wollte den Traktor am Feldrand wenden, geriet mit der Ladeschaufel kurz in den Gleisbereich und übersah den herannahenden agilis-Zug. Wie sich später herausstellte, war die Sicht des Landwirtes durch eine Hecke eingeschränkt.

Der Lokführer leitete bei voller Fahrt von circa 160 km/h zwar noch eine Vollbremsung ein, konnte eine Kollision aber nicht mehr verhindern. Die Ladegabel des Traktors streifte die rechte Frontseite der Lok. Glücklicherweise blieben der Landwirt und seine Frau dabei unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Ebenso, wie die 35 Fahrgäste des Zuges, der Lokführer und eine Zugbegleiterin.

Der Folgeschaden fiel dennoch nicht gerade gering aus. "An der agilis ist wohl ein Schaden im Rahmen von 20.000 bis 100.000 Euro entstanden, soweit wir das jetzt einschätzen können", so ein Notfallmanager der Deutschen Bahn. Zudem war die Bahnstrecke für eine halbe Stunde komplett gesperrt. Nachfolgende Züge mussten in Straßkirchen wenden. Es kam zu Verspätungen von rund 30 Minuten.

Am Traktor des Landwirts entstand ein Schaden von rund 3.000 Euro. Der 40-Jährige muss sich nun dennoch wegen fahrlässigen Eingriffs in den Bahnverkehr nach dem StGB verantworten.

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