Freising

Großeinsatz: Drogenrazzia in der Asylbewerberunterkunft


Bei der Durchsuchung wurden mehrere hundert Gramm Marihuana und mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt.

Bei der Durchsuchung wurden mehrere hundert Gramm Marihuana und mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt.

Von Redaktion idowa

Etwa 80 Polizisten haben am Dienstagmorgen die Freisinger Asylbewerberunterkunft durchsucht. Der Hintergrund: Mehrere Flüchtlinge waren zuvor wegen Drogengeschäften ins Visier der Ermittler geraten.

Laut Polizei handelt es sich um vier Asylbewerber im Alter von 21, 27, 30 und 32 Jahren. Einer von ihnen stammt aus Nigeria, ein weiterer aus Mali, die beiden übrigen aus dem Senegal. Laut Polizei erhärtete sich bei ihren Ermittlungen der Verdacht, dass die vier Männer zusammen einen regen Handel mit Marihuana betrieben. Daraufhin wurde über die Staatsanwaltschaft Landshut ein Durchsuchungsbeschluss für die Asylbewerberunterkunft in der Katharina-Mair-Straße beantragt.

Am Dienstagmorgen war es nun soweit: Um 6 Uhr rückten etwa 80 Polizeibeamte an und durchsuchten die Unterkunft. Bei der groß angelegten Kontrolle konnten alle vier Tatverdächtigen gestellt und inhaftiert werde. Auch ein 22-jähriger Malier, der ebenfalls an den Drogengeschäften beteiligt gewesen sein soll, wurde festgenommen. Er soll am Mittwoch dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Zudem wurden in der Unterkunft zwei nicht gemeldet Männer (26 bzw. 30 Jahre alt) angetroffen, gegen die aktuelle Fahndungsnotizen bestanden. Sie wurden ebenfalls festgenommen. Einer von ihnen wurde später wieder entlassen, der andere in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Daneben wurden bei der Razzia auch mehrere hundert Gramm Marihuana sowie mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt.

Die Ermittlungen der Kripo Erding zu dem Fall dauern an.