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Artikel vom 22. Januar 2013 07:45, 191 mal gelesen

Roding

Publikum vom Kinotheater fasziniert

Erste öffentliche Aufführung des Jungen Landestheaters Bayern im Cinema ausverkauft

Autor: kha
Die erste öffentliche Aufführung des Jungen Landestheaters Bayern im Cinema war komplett ausverkauft. (Fotos: Klara Haimerl/Josef Haigl)

Die erste öffentliche Aufführung des Jungen Landestheaters Bayern im Cinema war komplett ausverkauft. (Fotos: Klara Haimerl/Josef Haigl)

Spannung ist am Sonntagnachmittag in den Gesichtern der Besucher zu erkennen gewesen. Was erwartet sie im früheren Rodinger Kino? Schauspieler des Jungen Landestheaters Bayern standen auf der Bühne, einer Bühne, die man kurzerhand über die vordersten Reihen der Kinobestuhlung gezimmert hatte.

Das Junge Landestheater Bayern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Regionen außerhalb der städtischen Ballungsgebiete kulturell zu fördern. Ende vergangenen Jahres wurde so aus dem ehemaligen Rodinger Kino ein "Theater auf Zeit", um insbesondere junge Menschen für Theaterkultur zu begeistern. In den vergangenen Jahren gab es schon derartige Aktionen, beispielsweise in Cham und Furth im Wald.

In Roding wurde das Stück "Gerda und Kay", welches sich an das Kunstmärchen "Die Schneekönigin'' von Hans Christian Andersen anlehnt, aufgeführt. Den Umbau im "Cinema" hatten neben anderen die Fachakademie für Raum- und Objektdesign, Lehrer und Schüler der Berufsschulen im Landkreis Cham unter der Leitung von Elisabeth Fäth-Marxreiter und die Christliche Arbeiterhilfe (CAH) Roding unter der Leitung von Christian Mühlbauer sowie Anton Spandl umgesetzt.

Fotos: (8 Einträge)

 


Das Theaterstück handelt von Kay (Laurenz Raschke), dem Sohn eines Kinobesitzers, der seine Zeit mit dem Nachbarsmädchen Gerda (Sophia Kretschko) verbringt. Doch nach einer Begegnung mit der Schneekönigin (Ula Grzela) entschließt er sich, mit dieser zu verschwinden und nach Höherem zu streben. Gerda, die die Veränderung Kays nicht hinnimmt, bezieht sein ungewöhnliches Verhalten auf die Geschichte des bösen Trolls und seines zersplitterten Spiegels. In traumartigen Szenen sucht Gerda nach ihrem geliebten Kay, und es wird deutlich, dass Kays Wahrnehmungen geblendet durch die Splitter des Spiegels sind. Durch die Hilfe vieler und ihre ehrliche Seele schafft es Gerda, Kay zu retten und ihn vor der ewigen Kälte der Schneekönigin zu bewahren. Bei dem Stück wirkten in diesen Szenen auch noch Andreas Klinger (der Einäugige, der Finne), Eva Sättler (gelbe Blume, Prinzessin Akuti, Räubertochter) und musikalisch Björn Glindemann und Sebastian Hälbig. Um die Einblendungen mit der Live-Kamera kümmerte sich Julia Kirnich, die Licht-, Ton- und Bildmischung betreute Vera Schweinstetter, und das Projekt insgesamt leitete Matthias Fischer. Ganz besonderes Lob verdienen alle Mitwirkenden hier für ihr Engagement, das perfekte Zusammenspiel und Zeitmanagement und eine erfolgreiche öffentliche Premiere.

Das Publikum war sehr beeindruckt von der Atmosphäre, den technischen Möglichkeiten, dem Erlebnis Kultur an einem ungewöhnlichen Ort. Lange stand und saß man noch im Foyer beisammen, wo die Familie Stangl von der "Weiberwirtschaft" bestens bewirtete. Und mehrfach war Bedauern herauszuhören, sollte das Theater tatsächlich wieder so verschwinden, wie es gekommen ist.

Info
In den nächsten Tagen werden wieder Schulaufführungen stattfinden. Für die Öffentlichkeit stehen noch zwei Termine zur Verfügung: Sonntag, 3. Februar, um 16 Uhr, und Samstag, 9. Februar, um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 10/ermäßigt 6 Euro. Reservierungen sind möglich unter der Telefonnummer 0175/2702504.

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Roding, Bayern, Deutschland

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