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Artikel vom 04. January 2013 13:37, 56 mal gelesen

Sie fühlte sich einsam und keiner half ihr

Cybermobbing trieb die Kanadierin Amanda Todd in den Selbstmord

Autor: dv
"Ich habe niemanden", steht in Englisch auf einer weißen Karteikarte. "Ich brauche jemanden." Ein traurig schauender Smiley ist dahinter gemalt. Dann wird der nächste Zettel in die Kamera gehalten: "Mein Name ist Amanda Todd." Die Kanadierin hat sich mit 15 Jahren das Leben genommen. Drei Jahre lang wurde sie gehänselt - in der Schule und im Internet. Vor ihrem Selbstmord hat Amanda Todd ein Video auf YouTube veröffentlicht. Es war ihr letzter Hilferuf. In dem fast neun Minuten langem Film hält sie selbst beschriebene Karteikarten in die Kamera. Auf diesen steht ihre Geschichte, die zeigt, wie sehr Mobbing ihr Leben zerstört hat.

In der siebten Klasse fing Amanda Todd an, im Internet zu chatten. Im Chat traf sie auf einen Mann, der sie um ein Foto ihrer nackten Brüste bat. Sie - jung und naiv - schickte ihm eines. Das Bild landete auf Facebook und wurde an die ganze Schule weitergeleitet. Ihre Mitschüler fingen an, sie zu hänseln. Die Angriffe wurden immer schlimmer, mehrmals wechselte die Kanadierin die Schule. "Ich wollte nur noch sterben", schreibt sie auf einer ihrer Karteikarten. Der erste Selbstmordversuch misslang - schwer verletzt überlebte sie, nachdem sie Bleichmittel getrunken hatte. Ein zweiter Versuch Anfang Oktober 2012 aber gelang.

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