Für einigen Aufruhr sorgte gestern eine Aktion einer Gruppe Asylbewerber in Vilshofen. Die Männer passten zwei Kinder auf dem Heimweg ab, hielten sie kurz fest und machten ein Handyfoto mit ihnen.

Völlig aufgelöst kam eines der beiden Kinder, ein siebenjähriges Mädchen, gestern von der Nachmittagsbetreuung nach Hause. Nach ihren Angaben war sie mit einem neunjährigen Jungen auf dem Heimweg gewesen, als sie von einer Gruppe von vier oder fünf jungen, fremdländisch aussehenden Männern angesprochen wurden. Mit Händen und Füßen kommunizierend machten die Männer den Kindern klar, dass sie gerne ein Handyfoto mit den beiden machen wollten. Das lehnten die beiden Kinder allerdings ab. Daraufhin hielten zwei der Männer die Kinder kurz an der Hand und ein Dritter machte ein Foto. Danach wurden die Kinder gleich wieder losgelassen und konnten nach Hause gehen. Wie die Polizei Vilshofen explizit betont, wurden die Kinder bei dem Vorfall weder verletzt noch anderweitig unsittlich berührt oder belästigt.

Trotzdem ist dieser Vorfall laut Polizei strafrechtlich als Nötigung einzustufen, da das Foto gegen den Willen der Kinder gemacht wurde. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den unbekannten Männern verlief bislang erfolglos. Laut aktuellen Erkenntnissen wurde das Foto bisher noch nicht im Internet weiterverbreitet.

Das siebenjährige Mädchen wurde heute bei der Polizei noch einmal zu dem Vorfall befragt. Mittlerweile hat sich das Kind von dem anfänglichen Schreck wieder erholt und konnte mit einem Tag Abstand über den Vorfall lachen.