Landkreis Landshut

Sechs Länder, acht Clubs – und eine Gitarre bei den Roten Raben


Neuzugang bei den Roten Raben Vilsbiburg: Keao Burdine.

Neuzugang bei den Roten Raben Vilsbiburg: Keao Burdine.

Von pm

Die neue Außenangreiferin Keao Burdine und ihr langer Weg von Kalifornien nach Vilsbiburg.

Die Frage, wann und wo es für sie mit Volleyball begann, beantwortet Keao Burdine nach ganz kurzer Überlegung mit einem Schmunzeln so: "Eigentlich im Bauch meiner Mutter!" Die neue Außenangreiferin der Roten Raben stammt aus einer veritablen Volleyball-Familie; ihre Eltern waren damals schon und sind bis heute als Trainer tätig, drei der vier Geschwister von Keao sind ebenfalls der Faszination Volleyball erlegen.

Geboren wurde die Neu-Vilsbiburgerin in Long Beach, aufgewachsen ist sie in Los Angeles. Volleyball war in Kindheit und Jugend ihr ständiger Begleiter, und man darf es wohl als folgerichtig bezeichnen, dass Keao, als die Zeit gekommen war, ins Ausland ging, um ihren Sport professionell auszuüben.

2005 wechselte sie 22-jährig nach Puerto Rico, es war der Anfang einer volleyballerischen Reise, die die 1,86 Meter große Außenangreiferin (bisher) in sechs Länder und zu acht Clubs gebracht hat. Zwischen Mittelamerika damals und Niederbayern heute spielte Keao in der Türkei, in Russland, in Frankreich und zuletzt in Finnland, wo sie letzte Saison bei HPK Naiset mit Saana Koljonen, einem anderen Vilsbiburger Neuzugang, den Meistertitel holte.

Schon einiges erlebt

Keao Burdine hat also ganz schön was gesehen von der Welt und sportlich einiges erlebt - ohne dass sie das mit einer ausgeklügelten Strategie langfristig so geplant hätte. "Ich habe das immer Jahr für Jahr genommen", sagt sie. Wo war's am schönsten? Interessant sei es überall gewesen, besonders gut gefallen habe es ihr vor zwei Jahren im französischen Béziers. "A kind of my vibe" habe sie dort gespürt, eine Stimmung und ein Lebensgefühl, das ihr außerordentlich behagte.

Jetzt also Vilsbiburg. Keao Burdine will auch ins Team des letztjährigen Bundesliga- Sechsten jene Eigenschaften einbringen, mit denen sie schon viele Mannschaften bereichert hat. "Ich bin niemand, der viel redet", sagt sie, "ich versuche immer, mich aufs Spiel zu konzentrieren, meine Leistung zu bringen und mein Team so gut wie möglich zu unterstützen."

Volleyball ist also - siehe oben - fast alles im Leben von Keao. Fast. Seit kurzem lernt sie mit einer App das Gitarre spielen. Hört sich nach einer guten Ergänzung zur sportlichen Hauptbeschäftigung an.