Straubing Nächstes Kapitel der Fehlalarm-Serie

Die Serie der Fehlalarme in der Asylbewerberunterkunft in der Äußeren Passauer Straße in Straubing will nicht abreißen. Ein Ende ist derweil noch lange nicht in Sicht. Foto: Archiv: Ulli Scharrer

Wieder einmal mussten Polizei und Feuerwehr am Sonntag zur Asylbewerberunterkunft in der Äußeren Passauer Straße in Straubing ausrücken. Dort war es in jüngster Zeit zu häufigen Fehlalarmen gekommen.

Am Sonntag war es gegen 16 Uhr so weit. Die Situation war zunächst unklar. "Bis dato ist uns noch nichts von einem weiteren Fehlalarm bekannt", berichtete ein Polizeisprecher in einer ersten Stellungnahme auf idowa-Nachfrage.

Das Problem ist dabei längst bekannt. Allein im noch jungen Jahr 2017 wurden bei der Asylunterkunft in der ehemaligen Precklein-Halle elf Fehlalarme registriert - zuletzt am Samstagabend (18. März) gegen 22 Uhr. Mal lag es an sensiblen Rauchmeldern, dann am Fehlverhalten der Bewohner selbst, nachdem die Rauchmelder umgerüstet wurden.

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Am Sonntag, 19. März, kam schließlich Fehlalarm Nummer zwölf hinzu. Wieder rückten Feuerwehr und Polizei an, nur um wenige Minuten später einmal mehr Entwarnung geben und abrücken zu können. Auch diesmal ist die Ursache für den Einsatz laut Polizeisprecher "mit einem groben Fehlverhalten eines Bewohners" zu begründen.

"Müssen jeden Notruf ernst nehmen"

Für die Einsatzkräfte selbstredend ein andauerndes Ärgernis. "Jeder dieser Einsätze bindet natürlich Kräfte und Ressourcen, die wir sonst anderweitig nutzen könnten", so der Polizeisprecher. Dennoch müsse man "jeden Notruf natürlich ernst nehmen".

Im Normalfall könnte der Verursacher eines solchen Fehlalarms für die Einsatzkosten zur Kasse gebeten werden. In der Asylunterkunft ist der Fall jedoch anders gelagert. "Der Verursacher ist für uns meist nicht greifbar, weil sich beispielsweise in Gemeinschaftsküchen zeitgleich sehr viele Personen aufhalten. Am Ende ist dann der Auslöser nicht mehr nachvollziehbar", heißt es seitens der Polizei.

Ein Ende der Fehlalarm-Serie in der Äußeren Passauer Straße ist derweil noch lange nicht in Sicht. Dessen ist man sich auch bei der Polizei bewusst: "Da werden wohl noch einige Fehlalarme hinzukommen", macht sich auch der Polizeisprecher wenig Hoffnung auf Besserung.

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