Schöllnach Kein Hausarzt mehr im Dorf?

Schöllnach: Landarzt Roman Staudinger geht in das Haus eines Patienten. "Die Leute haben echt Angst davor, keinen Hausarzt mehr zu haben", sagt er. Foto: dpa

Zwei Jahre lang hat Roman Staudinger gesucht: Jetzt hat er eine Nachfolgerin für seine Hausarztpraxis in Schöllnach (Kreis Deggendorf) gefunden. Der 67-Jährige ist darüber heilfroh. Nicht jedem seiner Kollegen gelingt es, die Praxis in andere Hände zu geben - junge Hausärzte aufs Land zu locken, ist schwierig.

Dabei, sagt Staudinger, sei das ein wunderbarer Beruf. Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KVB) sind Hausärzte in manchen Städten und Gemeinden durchschnittlich älter als 60 Jahre und stehen kurz vor dem Ruhestand. Akuter Mangel droht.

Seit fast 30 Jahren betreut Staudinger seine Patienten in Schöllnach. "Man kennt sich, man wird gemeinsam älter", berichtet er. Oft sei er Seelentröster gewesen. Ein Arzt auf dem Land habe ein besonders enges Vertrauensverhältnis zu seinen Patienten. Das ist einer der Gründe, weswegen sich die Internistin Andrea Freund entschieden hat, die Praxis zu übernehmen. Die 40-Jährige war zuletzt Oberärztin im Krankenhaus Vilshofen. In einer Klinik bleibe man für die Patienten ein Fremder, sagt sie. "Sie werden entlassen und man sieht sich in der Regel nicht wieder."

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. Februar 2018.

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