Rettenbach Flüchtlingsunterkunft gehen die Bewohner aus

Das "Rusticanum" von Kastell Windsor, ein alter Nazibau, beherbergt derzeit noch neun Jugendliche, von denen aber vier bald volljährig sind. Ob neue Bewohner zugeteilt werden, weiß der Betreiber nicht. Foto: Nopper

Die Flüchtlings-Unterbringung in Kastell Windsor bei Brieberg leert sich zusehends. Von 60 Personen, die hier zu Spitzenzeiten der letzten Flüchtlingswelle lebten, sind heute noch elf übrig, davon sind neun minderjährig.

Bei weniger als acht Personen könne die Betreuung nicht wirtschaftlich aufrechterhalten werden, rechnet der Leiter der Einrichtung, Sozialpädagoge Wolfgang Holst vor. Schon im Sommer könnte die alte Wehrmachtskaserne neben der Jugendherberge wieder leer stehen. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Das Kastell Windsor in Brieberg war im 19. Jahrhundert ein Ausflugslokal mit Aussichtsturm und da der Besitzer eine britische Partnerin hatte, nannten die Einheimischen das Anwesen spöttisch "Windsor Castle". Die Nazis nutzen später die geografische Lage für eine Funkstation und deutschten den Namen kurzerhand ein. Nach dem Krieg erhielt die evangelische Kirche das Grundstück und errichtete vor gut 40 Jahren die heutige Jugendherberge, das Atriumhaus mit 54 Betten, welches kirchliche Seminargruppen, Chöre oder die Bundeswehr gerne nutzen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. Januar 2018.

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