Regensburg Jahn-Keeper Pentke: "Dieser Geist in der Mannschaft ist schon sehr besonders"

Von Paderborn nicht zu bezwingen: Jahn-Keeper Philipp Pentke. Foto: imago

Nach dem Auswärtssieg in Paderborn fehlen Jahn Regensburg nur noch zwei Punkte zum offiziellen Saisonziel. Nach oben schaut man im Verein zumindest offiziell jedoch noch nicht.

Die nächsten drei Punkte sind da. Nach dem 2:0-Auswärtserfolg beim SC Paderborn steht Jahn Regensburg nun bei 43 Punkten in der 3. Liga und belegt den dritten Platz. Zwar fehlen noch zwei Zähler zur anvisierten Marke von 45 Punkten, doch auch deren 43 reichten in der Drittliga-Historie bis auf eine Saison immer für den Klassenverbleib. "Wenn man es realistisch sieht, ist die Ausgangslage schon sehr gut", sagt deshalb auch Torhüter Philipp Pentke, ohne allerdings den Klassenerhalt schon als fix zu betrachten. "Den wollen wir nun zu Hause gegen den VfL Osnabrück perfekt machen."

Es sei "ein schöner Moment", sagt Penkte, ohne diesen überzubewerten: "Wir wissen, wo wir herkommen und wo wir letzte Saison noch gespielt haben. Deshalb tun wir gut daran, uns erst einmal auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren. Denn da warten mit Osnabrück und dem MSV Duisburg zwei schwierige Aufgaben auf uns."

In Paderborn musste die Jahnelf zunächst "eine Welle" des SCP überstehen, wie es Trainer Heiko Herrlich im Anschluss ausdrückte. Nach fünf Niederlagen in Folge standen die Gastgeber, vor zwei Jahren noch in der Bundesliga, mächtig unter Druck. "Aber wir haben immer besser reingefunden", sagt Pentke, "wir waren in den Zweikämpfen aggressiver und haben uns gute Chancen erarbeitet. Unter dem Strich waren wir die bessere Mannschaft und haben folgerichtig gewonnen."

Konstanz und defensive Stabilität

Der Auswärtssieg war auch ein Zeichen für die neue Konstanz des Jahn. Von der Heimniederlage gegen den FSV Zwickau, nach der die Mannschaft laut Pentke sehr selbstkritisch war, ließ man sich nicht aus der Bahn werfen. Man habe in der Winterpause die Hinrunde analysiert und an Fehlern gearbeitet, erklärt sich Pentke die Konstanz und fügt an: "Es gibt nichts Schöneres als zu gewinnen. Diesen Hunger haben wir in der Mannschaft."

Ein Grund für die Konstanz ist auch die stabilere Defensive. Gerade an diesem Punkt habe man gearbeitet, nachdem in der Vorrunde viele Gegentore aus individuellen Fehlern resultiert sind, erklärt Pentke. Zudem verleihe Sebastian Nachreiner nach seiner Verletzung dem Abwehrverbund zusätzliche Stabilität. "Wir harmonieren einfach gut", sagt Pentke über sich und seine Vorderleute. In Paderborn schaffte der Schlussmann bereits das dritte "zu null" im neunten Rückrundenspiel, dazu kassierte der Jahn seit der Winterpause weniger als ein Gegentor pro Partie.

Die Jahn-Mannschaft hat seit dem Sommer 2015 eine große Entwicklung genommen. "Wir sind aus der kleinen Krise in der Regionalliga-Saison gestärkt hervorgegangen und haben in der Relegation gegen Wolfsburg gezeigt, wozu wir fähig sind", sagt Penkte. "Diesen Schwung haben wir in die 3. Liga mitgenommen." Die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern und die Harmonie im Team seien sehr gut. "Jeder versucht, seinem Nebenmann zu helfen. Das ist nicht alltäglich", sagt Pentke, der es aufgrund seiner Erfahrung in verschiedenen Clubs wissen muss. "Dieser Geist in der Mannschaft ist schon sehr besonders", sagt der 31-Jährige. Und mit diesem Geist sollen im Topspiel in der Continental Arena gegen Osnabrück die nächsten drei Punkte her.

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