Regensburg Gerhard Gröschl (CSU) schmeißt hin

Gerhard Gröschl zieht sich nach über 15 Jahren als Vorsitzender der Mittelstands-Union und aus dem CSU-Kreisverband zurück. Foto: Archiv

Gerhard Gröschl legt sein Amt als Vorsitzender der Mittelstandsunion im Landkreis Regensburg nieder, weil er Peter Aumer als Bundestagskandidat nicht unterstützen könne.

Das habe er diese Woche den Mitgliedern des Kreisverbandes in einem persönlichen Brief mitgeteilt: "Ich werde mich aus der Mittelstandsunion und insbesondere dem Kreisverband CSU Regensburg-Land vollständig zurückziehen", schreibt er darin. Mit der Pressemitteilung erwischte er die Kreis-CSU mitten im Wahlkampf buchstäblich auf dem falschen Fuß; Aumer selbst hatte sich einen Tag frei genommen und sein Wahlkreisgeschäftsführer Jürgen Hofer war unterwegs nach Österreich. So lag es an Thomas Gabler, mit den weiteren drei Stellvertretern eine Reaktion abzustimmen.

Gröschl, Inhaber eines mittelständischen Elektrounternehmens in Lappersdorf und Obermeister der Elektroinnung Regensburg, stand 15 Jahre an der Spitze der Interessenvertretung kleiner und mittelständischer Betriebe im Landkreis. Er habe diese Entscheidung rechtzeitig vor Beginn der heißen Wahlkampfphase treffen wollen, so Gröschl. Er könne einen Kandidaten wie Peter Aumer nicht unterstützen, "der seine Nominierung durch die gezielte Vorselektion von ihm gewogenen Delegierten erlangt hat und den man offiziell in die Abstimmung geschickt hat, weil ihm die Partei etwas schuldig sei", teilte der bisherige Vorsitzende der Landkreis-MU am Freitag in einer von ihm selbst verbreiteten Presseerklärung mit: "Diese Qualitätskriterien genügen meinen Ansprüchen jedenfalls nicht."

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. August 2017.

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