NawaRo Straubing Bei Heather Weiss dreht sich alles um Volleyball

Wechselte zur Rückrunde zu NawaRo Straubing: Heather Weiss. Foto: fotostyle-schindler.de

Mit Heather Weiss hat NawaRo Straubing im Winter einen Neuzugang verpflichtet, der verrückt nach Volleyball ist.

Wenn Heather Weiss über sich selbst spricht, dann geht es vor allem um ein Thema. "Bei mir dreht sich eigentlich alles um Volleyball. Wenn ich nicht selbst Volleyball spiele, dann schaue ich mir Volleyball an", sagt die 24-jährige Amerikanerin. Seit der 2. Klasse betreibt sie den Sport und ist vor kurzem zum Straubinger Volleyball-Zweitligisten NawaRo gewechselt.

Nach den ersten Wochen fällt Weiss' Fazit ausschließlich positiv aus, auch wenn die Umstellung nicht ganz einfach war. Zuletzt spielte sie an der Univerität in Long Beach (Kalifornien) Volleyball, wo sie vor allem im Beachteam war, nun ging es für sie ins beschauliche Straubing.

"Große Umstellung"

"Es war schon eine große Umstellung", berichtet Weiss. Sie sei immer noch dabei anzukommen, ihre bisherigen Eindrücke sind aber ausschließlich positiv: "Die Stadt ist schön, alle im Verein und in der Mannschaft haben mich toll aufgenommen und ich fühle mich bereits wohl hier." Da es ihre erste Saison in Europa ist, versuche sie einfach, Tag für Tag besser zurecht zu kommen.

Gewöhnen muss sich Weiss auch erst einmal an den Volleyball hier. "Das kann man mit dem Volleyball an der Universität überhaupt nicht vergleichen", sagt die Außen- oder Diagonalangreiferin. Die Intensität, die Regeln und selbst der Ball sind anders. Bei den Spielen der Uni-Teams stehen beispielsweise mehrere Trainer und auch die Ersatzspielerinnen nahe am Feld, während in Deutschland alles eine offiziellere Note hat und durchstrukturiert ist. "Es sind eigentlich zwei komplett unterschiedliche Spiele – sowohl der Stil als auch die Atmosphäre und das Drumherum", erklärt Weiss.

Gefühl für den Ball bekommen

Was bei der Umstellung – zum Beispiel auf den neuen Ball – hilft? "Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung", sagt Weiss und lächelt. "Ich habe Aufschläge und Zuspiele trainiert, damit ich ein gutes Gefühl für den neuen Ball bekomme, denn er fühlt sich wirklich ganz anders an." Das bestätigt auch Trainer Benedikt Frank, der seinem Neuzugang eine "hervorragende Einstellung" bescheinigt und davon spricht, dass gerade in der Anfangszeit auch ein hohes Frustrationslevel dabei gewesen sei.

Am vergangenen Wochenende hat Weiss erstmals von Beginn an für NawaRo gespielt – und ihre Sache sehr gut gemacht, wie Frank sagt. So war sie eine der punktbesten Spielerinnen im NawaRo-Team. Weiss ist laut Frank eine solide Lösung als Ersatz für die verletzungsbedingt abgewanderte Kendall Walbrecht. Man habe ziemlich genau gewusst, was man erwarten kann. Gleichzeitig ist aber eine große Leistungsexplosion eher unwahrscheinlich.

Am Samstag steht für Weiss ihr zweites Heimspiel mit NawaRo an und die Vorfreude darauf ist groß: "Die Atmosphäre war schon beim ersten Spiel wirklich toll und die Fans haben uns super unterstützt. Sie sind sehr laut", sagt Weiss. Die sympathische 24-Jährige hat, wie sie selbst sagt, jeden Tag hart dafür gearbeitet, um immer besser zu werden. Nun will sie bei NawaRo ihren Traum leben und in dieser Saison möglichst erfolgreich sein.

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