Wie geht es weiter mit dem sanierungsbedürftigen Lehrschwimmbecken der Grundschule St. Wolfgang? Diese seit Monaten kontrovers diskutierte Frage wollte der Stadtrat eigentlich bei seiner Sitzung am Freitag, 29. Juli, abschließend beantworten. Doch daraus wurde nichts: Nach 75-minütiger, intensiver Debatte stellte CSU-Stadträtin Ingeborg Pongratz nämlich den Antrag, das Thema in eine zweite Lesung zu schicken. Dem schloss sich eine ausreichende Zahl von Stadträten an. Und damit wird sich das Plenum im Herbst erneut mit der Sache befassen müssen.

Pongratz begründete ihren Vorstoß damit, dass sie sich derzeit nicht darauf festlegen könne, ob das Lehrschwimmbecken für rund zwei Millionen Euro renoviert werden soll oder nicht. Schließlich sei noch offen, ob der Stadtrat sich für den Neubau eines Städtischen Hallenbads mit zwei eigenen Lehrschwimmbecken entscheidet. Darüber wird das Gremium im Herbst befinden. Sollte tatsächlich zeitnah ein Hallenbadneubau kommen, wäre eine Sanierung des Wolfgangsbads aus der Sicht von Pongratz aber überflüssig, da der Schwimmunterricht für alle Landshuter Schüler fortan in diesem neuen Hallenbad abgewickelt werden könnte. Werde der vorsichtigen Schätzungen zufolge etwa 20 Millionen Euro teuere Neubau dagegen abgelehnt, sei sie für die Sanierung des Wolfgangsbads, so die CSU-Stadträtin. Dann nämlich könne man nicht darauf verzichten.

Dass sich der Stadtrat einmal mehr nicht zu einem Beschluss in der Sache durchringen konnte, löste bei vielen Beobachtern, darunter zahlreiche Eltern, ungläubiges Kopfschütteln und Frust aus. Aber auch etliche Stadträte, allen voran Vertreter der Grünen, waren erbost über diese erneute (Nicht-)Entscheidung. Klar ist damit nur dies: Bis auf Weiteres bleibt das Wolfgangsbad geschlossen. Das hatte die Verwaltung bereits vor Wochen so verfügt, weil Grenzwerte unter anderem bei der Wasserqualität nicht eingehalten wurden.

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