Landshut Haushaltsinterview mit OB Putz: "Es wird richtig ernst werden"

OB Alexander Putz und Annette Boll im LZ-Interview. Foto: Harry Zdera

Landshuts OB Alexander Putz spricht im großen Haushaltsinterview mit der LZ über neue Schulden, das Wolfgangsbad und die Westtangente.

Am kommenden Freitag entscheidet der Stadtrat über den Haushalt für dieses Jahr. Ganz 45,1 Millionen Euro sollen investiert werden. Trotz kritischer Stimmen seitens der Grünen und der SPD gilt eine Mehrheit für den Haushaltsentwurf als gesichert. Doch Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) warnt: In den kommenden Jahren wird es sehr viel schwerer für die Stadt, das Geld für die notwendigen Investitionen bereitzustellen. Vor allem der Bau zweier Grundschulen und einer Realschule wird die Stadt viel kosten. "Da zeichnen sich schwierige Diskussionen ab", sagt Putz im Interview mit der Landshuter Zeitung, an dem auch die stellvertretende Kämmerin Annette Boll teilnahm.

Herr Putz, Sie haben im Haushaltsausschuss einen ersten politischen Teilerfolg in Ihrer noch jungen Amtszeit errungen und eine Mehrheit für Ihre Linie gefunden. Mussten Sie viel Überzeugungsarbeit leisten?

Alexander Putz: Ich hatte ja nur wenig Zeit zur Verfügung, um mit Stadträten Gespräche zu führen – die sind aber alle sehr ruhig und sachlich abgelaufen. Natürlich gab es auch die eine oder andere Diskussion, wo noch Wünsche untergebracht werden können. Ich kann aber schwer beurteilen, ob das jetzt viel oder wenig Mühe gekostet hat – ich hab’ es schließlich zum ersten Mal gemacht (lacht).

Wie empfanden Sie es selber?

So wie bisher jeden Tag in meinem neuen Amt: spannend und interessant. Ich war nie gestresst, weder in der Sitzung des Haushaltsausschusses, noch in den Gesprächen vorher. Ich empfand das Gesprächsklima als angenehm. Auch dort, wo man gegensätzlicher Meinung war, ist es sehr ruhig, sachlich und in gegenseitigem Respekt abgelaufen. So würde ich mir das weiterhin wünschen.

Das Organisieren von Mehrheiten hat jedenfalls geklappt.

Na ja, warten wir mal das Plenum ab (lacht). Nein, im Ernst: Beim Haushalt für 2017 war es nicht so schwierig, Einigkeit zu erzielen. Problematisch wird es in den kommenden Jahren. Die Diskussionen sind ja eher an der Frage entbrannt, was in die mittelfristige Finanzplanung eingestellt wird. Da hieß es dann von einigen auch, dass man doch mutig mit der Nettoneuverschuldung nach oben gehen sollte. Da zeichnet sich schon ab, dass das eine viel schwierigere Diskussion werden wird. Für 2017 war abzusehen, dass wir auf einen grünen Zweig kommen.

Das vollständige Interview lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 17. Februar 2017.

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