Landshut Armutsrisiko: was es Alleinerziehenden so schwer macht

Johanna Behrens (links) und Iris Eberl wissen um die Probleme von Alleinerziehenden. Foto: skl

Alleinerziehend in Deutschland: Das ist oft genug gleichbedeutend mit Leben in prekären finanziellen Verhältnisse. Mehr als ein Drittel der Alleinerziehenden, und damit natürlich auch deren Kinder, sind auf Hartz-IV-Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts angewiesen.

Bei der Diakonie in Landshut weiß man davon ein Lied zu singen. "Alleinerziehende und kinderreiche Familien sind am meisten von Armut bedroht", sagt Johanna Behrens, die Leiterin der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) bei der Diakonie.

Diese Armutsgefährdung hat verschiedene Gründe. So haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht unbedingt vorteilhaft verändert. Geschiedene Alleinerziehende mit Kindern über drei Jahren haben seit der Unterhaltsrechtsreform 2008 in der Regel keinen Anspruch auf Betreuungsunterhalt mehr. Dazu kommt, dass alleinerziehende ALG-II-Bezieher von familienpolitischen Leistungen oft nicht profitieren, weil alles mit den ALG-II-Leistungen gegengerechnet wird. Hochproblematisch ist auch die Betreuungssituation, vor allem in den Randzeiten, weiß Sozialpädagogin Iris Eberl: "Wenn man bis um 17 Uhr arbeiten muss, die Kita aber schon um 16 Uhr schließt, dann wird es schwer mit der Arbeitsstelle." Mit schulpflichtigen Kindern sei es ganz ähnlich: "Es gibt einfach nach wie vor zu wenig Ganztagsschulen", sagt Johanna Behrens.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 10. Februar 2018.

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