Drei Mal erklang die Sirene Großübung der Feuerwehren in der Deggenau

Bei der Großübung in der Deggenau bot sich ein schaurig-schönes Bild. Foto: da
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Bei der Großübung in der Deggenau bot sich ein schaurig-schönes Bild. (Foto: da)

Die insgesamt acht Feuerwehren der Kreisstadt übten am Montagabend gemeinsam den Umgang mit einem Katastrophenfall.

Bei einem simulierten Brand in Gebäuden der Max-Streicher-Gruppe in der Deggenau galt es für die Feuerwehrleute, einen riesigen Brandherd zu löschen und dazu eingeschlossene und verletzte Opfer zu bergen.

In enger Kooperation mit den Maltesern und dem BRK überzeugte die Feuerwehr in einer knappen Stunde durch einen effektiven und reibungslosen Einsatz der rund 180 Männer und Frauen. Die diesjährige Brandschutzwoche hat das Thema "Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit." Damit warben die Wehren gleichzeitig um neue Mitglieder, die sie mittlerweile bereits im Grundschulalter rekrutieren.

Unglück beim Streicher
Montagabend, halb acht. Die Sirenen in der Deggenau tönten drei Mal, das Signal für einen Notfall. Ursache war ein simulierter Großbrand in einer Lagerhalle auf dem Gelände der Streicher-Gruppe. Nur Minuten später trafen wie auf einer Perlenschnur eine ganze Reihe an Feuerwehrfahrzeugen aus dem gesamten Stadtgebiet am Unglücksort ein, dazu vier Rettungsfahrzeuge der Malteser und des BRK. Nach dem Reglement lag die organisatorische Leitung bei der Feuerwehr der Deggenau, die unter der Leitung ihres Ersten Kommandanten Florian Ritzinger steht.

Menschen eingeschlossen
Routiniert und immer wieder geübt verteilten sich die einzelnen Fachgruppen mit den rund 180 Feuerwehrleuten über dem Gelände, rollten Schläuche aus, bewaffneten sich mit Atemschutzgeräten und fuhren die Drehleitern aus. Im Gebäude waren Menschen eingeschlossen, die mutmaßlich verletzt waren und geborgen werden sollten. Ein Atemschutztrupp drang in den Rauchherd ein, machte die Personen ausfindig, schaffte sie aus dem Gebäude und übergab sie den elf Kollegen von BRK und den Maltesern. Die geborgenen Personen wurden übrigens durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr dargestellt. Währenddessen wurde über drei Wasserwerfer der Brandherd gelöscht. Als Wasserquelle zapften die Feuerwehrleute einen werkseigenen Löschteich an und zusätzlich zwei weitere Rohrleitungen die Donau. Nach einer knappen Stunde war der angenommene Brand gelöscht und die Verletzten geborgen und versorgt. Weitere 15 Minuten später waren die Schläuche eingerollt und das Hilfsmaterial verwahrt, schwitzende Feuerwehrleute stiegen aus ihren Monturen.

Gemeinsame Brotzeit
Im Anschluss lud Dr. Peter Romanow von der Streichergruppe zu einer gemeinsamen Brotzeit in eine Fabrikhalle ein. Er zeigte sich "stolz, dass etliche unserer 450 Mitarbeiter auch bei der Feuerwehr Dienst tun". Das Ehrenamt werde viel diskutiert und sei nicht selbstverständlich. Romanow: "Wenn der heute angenommene Ernstfall nie eintritt, sind wir froh."

Stellvertretender Landrat Roman Fischer sprach auch im Namen des anwesenden stellvertretenden Bürgermeisters Günther Pammer, als er "meinen größten Respekt vor den gezeigten Leistungen" aussprach. Ein Motto einer solchen Großübung sei "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt". Diese zeige, dass die Wehren für die meisten Katastrophen gerüstet seien. Beim Rundgang hätte er Details erfahren, die ihm bisher unbekannt waren.

Schraufstetter erinnert sich
Kreisbrandrat Alois Schraufstetter erinnerte an das große Hochwasser-Szenario im Sommer 2013 und damit an aktive Kameraden, die seit über 30 Jahren ihren gemeinsamen Dienst verrichten. "Es tut gut, sich mit den alten Mitstreitern von damals zusammenzusetzen." Das Thema Katastrophenschutz sei jeden einzelnen Tag aktuell. Die Wehren hätten pro Jahr 2600 Einsätze, die von 7000 Aktiven geleistet würden, unter ihnen mittlerweile viele Frauen. Stadtbrandinspektor Tim Rothenwöhrer dankte den Aktiven, der engen und bewährten Kooperation mit BRK und den Maltesern und vor allem der kurzfristigen Zusage der Streicher-Gruppe. Kommandant Florian Ritzinger bekannte, dass die Organisation der Übung "eine ganz große Aufgabe" war. In Details benannte er die Vorgaben, wie 15 vermisste Leute geborgen werden mussten, unter ihnen drei vom Dach per Drehleiter und fünf durch Atemschutztrupps. Die Erfahrung hätte gezeigt, dass die Wasserversorgung ausreichend war, und dass eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig sei.

  1. Autor

    Thomas Jenner
  2. Datum

    20.09.2016 16:58 Uhr
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