Plattling

American Election Day: Deggendorfer Studenten fiebern mit


Von rh

Das politische Ereignis des Jahres kann man in Deggendorf auch in guter Gesellschaft mitverfolgen.

An der Hochschule findet eine Wahlparty statt. Neben kurzen Vorträgen zu Politik und Leben in den USA gibt es auch eine Liveübertragung der Ereignisse.

Ab 21 Uhr ging es in Deggendorf im größten Hörsaal im B-Gebäude los. Deborah Lehman sprach über Hintergründe und das Wahlsystem in den USA. Ihr Mann Hans Lehman klärte die Studenten über die Geschichte und Gegenwart des "Electoral College" auf. Auch die Frage, warum ein Präsidentschaftskandidat die Mehrheit der Wahlmänner auch ohne die Mehrheit der Wählerstimmen gewinnen kann wurde geklärt.

In den Pausen gab es die Möglichkeit sich mit den Vortragenden zu unterhalten oder bei Bier und Nachos über die Ereignisse zu diskutieren.

Auch an der Uni in Regensburg trafen sich die Studenten zur Wahlparty. Lesen Sie auch: Spannung bei der Akademischen Wahlparty in Regensburg

22.30 Uhr: Prof. Dr. Jack Bauersachs begann seinen Vortrag damit zu erklären, wie Amerika so tickt. Er redete über die Verbindungen zwischen Politik und Geld.

Im Interview antwortet er auf die Frage, wen er wählen würde und warum:

"Ich habe schon gewählt und ich habe Clinton gewählt. Sie ist wahrscheinlich die qualifizierteste Kandidatin, die wir je hatten. Der Präsident sollte und darf kein Diktator sein. Darum muss man als Präsident verstehen, wie Politik funktioniert, wie Gesetze im Kongress gemacht werden. Man muss verstehen, wie man Kompromisse schließt. Die Kandidaten sollen erreichen, was sie erreichen wollen, aber sie können eben nicht komplett unabhängig handeln.

Sie müssen direkt mit dem Kongress zusammenarbeiten und dafür braucht man jemanden, der die politische Erfahrung hat, Kompromisse zu finden und der die Feinheiten des Gesetzes kennt. Und sie hat das alles schon gesehen. Sie war die Frau eines Präsidenten. Sie war Ratgeberin eines Präsidenten. Sie hat selbst schon einen Fehlschlag erlebt, als sie versucht hat eine Gesundheitsreform durchzusetzen. Das hat nicht funktioniert, aber genau durch diesen Prozess versteht sie, was machbar ist und was nicht. Ich denke das ist wirklich wichtig, da Krankenversicherungen immernoch ein großes Problem in den USA sind."

Auf dem Programm:

  • 20 Uhr: Vortrag zum "Electoral College" von Deborah Lehmann
  • 22 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Jack Bauersachs
  • Danach: Liverstreams zur Wahl
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Auch weit nach Mitternacht sind noch viele Studenten da.

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Auch wenn sich hier viele für Clinton aussprechen: Ganz so eindeutig fällt die simulierte Wahl der Studenten nicht aus.

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Später am Abend ist das Ergebnis schon etwas deutlicher.

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In Deggendorf bereiten sich die Studenten auf eine lange Wahlnacht vor - Mit Nachos und kühlen Getränken.

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In Deggendorf bereiten sich die Studenten auf eine lange Wahlnacht vor - Mit Nachos und kühlen Getränken.

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In lockerer Atmosphäre klären Hans und Deborah Lehman über das Wahlsystem auf.

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Prof. Dr. Jack Bauersachs redet über das Ansehen von Politikern in den USA.

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Deborah Lehman spricht über das Amerikanische Wahlsystem

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Gegen 21 Uhr ist der Hörsaal schon fast voll.

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In lockerer Atmosphäre klären Hans und Deborah Lehman über das Wahlsystem auf.

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In lockerer Atmosphäre klären Hans und Deborah Lehman über das Wahlsystem auf.

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In lockerer Atmosphäre klären Hans und Deborah Lehman über das Wahlsystem auf.

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Zwischen den Vorträgen wird bei Bier und Nachos fleißig weiter Diskutiert.

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Zwischen den Vorträgen wird bei Bier und Nachos fleißig weiter Diskutiert.

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Prof. Dr. Jack Bauersachs redet über das Ansehen von Politikern in den USA.

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Weit nach Mitternacht: Viele halten noch durch und warten auf die Wahlergebnisse.

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Christina: Für Hillary, mehr oder weniger aus Protest, weil ich nicht wollen würde, dass Trump Präsident wird.

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Sandra: Ich tendiere zu Hillary Clinton, weil sie meine Ansichten am besten vertritt. Allerdings bin ich der Ansicht, dass Hillary Clinton das geringere Übel ist. Eigentlich sind beide nicht gerade meine Favoriten und waren es auch von Anfang an nicht.

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Jan: Bernie Sanders, aber das geht ja nicht. Also Hillary, weil Trump noch schlimmer ist. Er ist Nationalist und sie macht den Job wohl ein bisschen besser.

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Björn: Clinton, das geringere Übel. Trump ist ein reiner Kriegstreiber, das ist die Clinton zwar auch, aber die hält sich wenigstens etwas zurück. Ich glaube Trump würde sofort auf alles losgehen.

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Lisa: Hillary Clinton, weil sie wenigstens Politikerin ist. Trump ist nur ein rassistischer und frauenfeindlicher Mann, der viel Geld hat und sich dachte, dass er Präsident werden will. Aber eigentlich hat er keine Ahnung von Politik.

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Maximilian: Im Zweifelsfall natürlich Clinton, weil sie noch die bessere Wahl ist. Eine Politikerin ist immer noch besser als jemand, der keine Ahnung von Politik hat. Trump wir nur aus Protest gewählt.