Cornelia Bottke bloggt: Studieren in Mexiko

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Cornelia Bottke macht ein Auslandssemester in Mexiko. (Quelle: Unbekannt)

Cornelia Bottke ist 22 Jahre alt und kommt aus Neufahrn. Sie verlegte im Herbst 2012 ihren Studienort nach Manzanillo in Mexiko. Fünf Monate lang machte sie dort ein Auslandssemester an der "Universidad de Colima". Wie es ihr in Mexiko erging, was sie alles erlebt hat und ob es ihr dort gefallen hat, könnt ihr in ihrem Auslandsblog nachlesen.








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Abenteuer in Mexiko - Teil 4

Das war mit Abstand der verrückteste, unorganisierteste, aber beste Trip, den ich hier während meines Auslandssemesters in Mexico gemacht habe. Ende Oktober sind ich und meine Freundin Chrissi, die mit mir gemeinsam hier das Auslandssemester macht, an den Busbahnhof gefahren, um das Ticket für unseren nächsten Ausflug zu kaufen. Problem war jedoch: Wohin soll's gehen? Wir waren uns einig, dass wir an die Küste des Staates Michoacan fahren wollen, weil es dort die sogenannten "playas virgenes" (unberührte Strände) gibt, die umwerfend sein sollen. Zielort war dann Playa Azul. Die Reise sollte fünf Tage dauern und wir starteten am Dienstagmittag. Mit dem Zweiteklassebus, ohne Klimaanlage bei brütender Hitze und in unbequemen Sitzen mussten wir nun die nächsten sieben Stunden hinter uns bringen und das auf einer Straße die voller Kurven war und bei der wir nach jeder Kurve dachten jetzt is die Straße gleich zu Ende Auf dem Weg entfachte die Diskussion zur Frage: Sind die Strände in Playa Azul schön genug? Vielleicht sollten wir doch in Maruata aussteigen. Dieser Ort wurde uns von einigen empfohlen, da es dort sehr ruhig und schön ist. Oder doch lieber in Barra de Nexpa - einem geheimen Surferparadies in Mexico? Die Entscheidung fiel spontan, als wir in Caleta de Campo waren. Dort stiegen wir aus und wollten uns ein paar schöne Tage machen. Da uns aber das Taxi nach Nexpa gerade mal 50 pesos (etwa drei Euro) kostete, entschieden wir uns, dorthin zu fahren und es war die richtige Entscheidung! Als wir ankamen war es leider schon dunkel, aber am nächsten Morgen waren wir einfach nur platt! Der Strand war herrlich und es war so toll, einfach nur den Surfern zuzusehen oder einfach die Sonne zu genießen. Es gab dort nämlich so gut wie nichts: Ungefähr 20 Hütten, zwei kleine Kioske und das wars auch schon. Ein absoluter Traum, um einfach mal komplett abzuschalten. Wir haben dort einige Leute kennen gelernt. Total entspannt haben sie uns abends eingeladen, mit ihnen zu feiern. War echt super und viele Nationen waren vertreten. Kanada, Amerika, England, Schottland, Australien und Frankreich. Am letzten Abend saßen wir noch mal gemütlich zusammen haben geredet und etwas getrunken und das unfassbare: Unter den Leuten mit denen wir beisammen saßen war Amit Ivry. Amit Ivry ist aus Israel und hat dieses Jahr bei den Olympischen Spielen in London mitgemacht und ist, mit gerade mal 23 Jahren, die erste israelische Schwimmerin, die das Halbfinale erreicht hat. Und so klug wie wir natürlich sind, haben wir das am Anfang überhaupt nicht kapiert. Erst als wir in unser Zimmer gegangen sind kam der Geistesblitz: Wow wir haben gerade eine Olympische Schwimmerin kennen gelernt! WAHNSINN!!

Am nächsten Tag ging es dann auf nach Morelia, eine Mitstudentin von Chrissi besuchen. Auf dem Weg nach Morelia, wurde der Bus auf einen Parkplatz gelotst auf dem einige Autos des Militärs standen. Plötzlich standen zwei Männer in Militäruniform mit Maschinengewehren im Bus und forderten alle Passagiere auf auszusteigen mit Tasche und Rucksack und mussten diese durch ein "Röntgengerät", wie am Flughafen, durchschieben. Gefunden wurde nichts - wonach auch immer gesucht worden war. Danach durften wir wieder weiterfahren.

Ohne weitere Zwischenfälle kamen wir schließlich in Morelia an. Am nächsten Tag haben wir uns dann die Kathedrale und die Stadt etwas angeschaut und sind dann nachmittags noch nach Patzquaro gefahren. Eine Stadt circa eine halbe Stunde Autofahrt von Morelia entfernt. Dort haben wir den traditionellen "Mercado de artesanias" besucht. Dort gibt es nur handgemachte Sachen von Kleidung bis hin zu Süßigkeiten. Am Abend ging es auch schon wieder nach Manzanillo, da wir acht Stunden Busfahrt vor uns hatten und Montag ja leider die Uni wieder losging. Aber alles in allem war das der beste Trip bisher! Ab und zu schadet es wirklich nicht, einfach mal spontan zu sein und auf seinen Bauch zu hören!

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Abenteuer in Mexiko - Teil 3

"Conny, am Wochenende ist ein Konzert von Lady Gaga in Mexico City! Fahren wir hin?" So begann Chrissis und mein Wochenendausflug nach Mexico City. Uns blieben noch 3 Tage Zeit, um alles zu planen. Mit welchem Bus fahren wir? Wann fahren wir? Und wie lang bleiben wir? Was wollen wir uns alles angucken? Und die Karten fürs Konzert müssen wir uns auch noch kaufen. Ohje, ohje, noch einiges zu tun. Aber für uns zwei Organisationstalente absolut kein Problem. Donnerstag in der Nacht ging es los. Die Busfahrt dauerte zwölf Stunden. Und es war so toll! Seit Ewigkeiten bin ich mal wieder mit dem Doppeldecker gefahren und wir haben uns natürlich die Chance nicht nehmen lassen oben ganz vorne zu sitzen damit wir auch alles gut sehen. Logisch: wir haben ja auch eine Nachtfahrt vor uns, da sieht man ganz viel. Lustig war es trotzdem, denn jeder Platz ist mit einem Touchpad ausgestattet, mit dem man Musik anhören, Filme anschauen oder im Internet surfen kann. Im Hostel angekommen haben wir uns dann gleich mal für zwei Ausflüge, zu den Pyramiden und den schwimmenden Gärten, angemeldet. Und danach haben wir uns noch einen schönen Nachmittag gemacht und waren erst mal schön shoppen. Abends fuhren wir dann aufs Lady-Gaga-Konzert. Die Frau ist in live der Wahnsinn! Ich muss zugeben, davor hab' ich mir ihre Lieder nie so bewusst angehört: die Sachen liefen eben im Radio. Aber sie verbreitet live eine super Stimmung, ganz abgesehen von der tollen Bühnenshow, die sie abgeliefert hat. Also das war auf jeden Fall ein VOLLER ERFOLG! Am nächsten Tag ging es dann zu den größten Pyramiden in ganz Mexiko, nach Teotihuacan. Wir haben sie uns nicht nur angeschaut, sondern auch die Herausforderung angenommen und sind bis ganz oben raufgestiegen. Das war gar nicht so einfach, denn die Stufen sind ziemlich schmal und hoch. Aber wir haben es geschafft und es war die Mühe wert! Der Ausblick war unglaublich! Am nächsten Tag stand dann der Ausflug nach Xochimilco zu den schwimmenden Gärten an. Davor haben wir noch einen Abstecher zum "Casa Azul" (Blaues Haus) von der mexikanischen Malerin Frida Kahlo gemacht, die für die volkstümliche Entfaltung des Surrealismus von großer Bedeutung war. In Xochimilco angekommen durften wir eine kleine Bootstour machen. Die Boote waren total bunt und wunderschön verziert und jedes Boot hatte seinen eigenen Namen. Von Jaqueline bis Gabriela war so ziemlich alles dabei. Zurück im Hostel hatten wir noch etwas Zeit bevor wir uns wieder auf die Heimreise machen mussten und haben uns deshalb noch die Kathedrale von Mexico City angesehen. Ziemlich beeindruckend war dieses riesen Gebäude, nicht nur wegen der Architektur, sondern auch durch die Verzierungen an den Wänden. Als wir uns auf den Rückweg ins Hostel machen wollten wurden wir zufällig Zeuge von einem Aztekischen Ritual, dass dazu beiträgt Körper, Geist und Seele von allem Schlechten zu befreien und das Gute und das Glück wieder zu einem zurück zu bringen. Natürlich haben wir uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen und das Ritual bei uns auch durchführen lassen. Mal schauen wann sich das ganze bemerkbar macht. Ja und dann hieß es auch schon wieder: Rucksack packen und zurück nach Manzanillo. Dort wartet schon die Uni auf uns. Aber auch auf diesem Ausflug haben wir wieder einiges gesehen und viele Leute kennen gelernt. Reisen ist echt etwas Tolles! Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, denn die Erfahrungen die man macht, die Leute, die man kennen lernt und die Eindrücke, die man sammelt - ich möchte sie nicht mehr hergeben! Deshalb: Ich freu mich auf das nächste Wochenende und bin gespannt, wohin es uns verschlägt!

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Abenteuer in Mexiko - Teil 2

Schon als ich im August hier angekommen bin, haben mir zwei Freunde gesagt, dass Sie einen Ausflug nach Guanajuato, eine kleine Kolonialstadt in Mexiko, organisieren und mich gefragt, ob ich mitfahren möchte. Mitte Oktober war es dann soweit. Mit einer Gruppe von 40 Personen haben wir uns um 5 Uhr morgens auf den Weg gemacht. Die Leute, die mitgefahren sind, waren super nett. Sie kamen aus Brasilien, Kolumbien, natürlich Mexiko und auch ein paar Deutsche waren dabei. Anlass für die Reise war das Cerventino-Festival, zu dem Leute aus aller Welt kommen. Am ersten Tag ließen wir alles schön "tranquillo" (ruhig) angehen. Gemütlich essen, ein bisschen durch die Markthalle schlendern und Abends haben wir uns auf die Straßen gewagt. Es war nicht so wie bei uns im heißen Manzanillo - hier war es nachts richtig richtig kalt. Wir sind durch die Straßen gezogen und haben uns von einer Gruppe Musikern leiten lassen. Am nächsten Tag haben wir uns selber auf den Weg gemacht und die Stadt etwas erkundet. Wir besuchten das "Museo de las Momias", das in ganz Mexiko bekannt ist. Das besondere an den ausgestellten Mumien ist, das ihr Zustand ohne jeglichen äußeren menschlichen Einfluss zustande gekommen ist. Die ersten toten Körper wurden 1865 auf dem Friedhof ausgegraben um Platz für neue menschliche Überreste zu schaffen und dabei hat man festgestellt, dass die Körper nicht verwest sondern mumifiziert sind. Diese ganzen Mumien sind in diesem Museum ausgestellt und es war wirklich interessant und auch ein wenig gruselig. Anschließend haben wir uns in einer halsbrecherischen Busfahrt über Berge und kurvigen Straßen aufgemacht zum Cristo Rey. Cristo Rey ist nach der Christusstatue in Rio de Janeiro die zweitgrößte Christusstatue auf der ganzen Welt. Und jetzt weiß ich: Ich muss unbedingt mal nach Rio. Denn diese Statue war schon so riesig, wie groß ist dann wohl erst die in Rio?! Der Ausblick von dort oben war der Wahnsinn! Berge und Täler wo man hinschaut! Am Abend ging es gemeinsam in eine Disko zum Feiern. Am darauffolgenden Tag stand San Miguel de Allende auf dem Plan. Eine kleine schöne idyllische Stadt mit einer für mich - denn ich bin ein Rosa-Fan - wunderschönen rosa Kirche! Wir haben im Reiseführer ein bisschen gestöbert und haben entdeckt, dass es dort das Restaurant "Berlin" gibt, mit deutscher Küche!!!! Für meine Freundin Chrissi und mich war klar: da müssen wir hin! Und nach einer halben Stunde suchen haben wir es auch gefunden aber, bei unserem Glück, war das leider noch geschlossen. Und bereits beim Anschauen der Speisekarte ist uns das Wasser im Mund zusammengelaufen: Käsespätzle, Schnitzel, lecker! Aber keine Angst verhungert sind wir bis jetzt hier noch nicht. Es gibt ja an jeder Straßenecke mindestens zwei Tacostände! Wir haben uns schließlich noch die Kirche angeschaut und genau zu dem Zeitpunkt war eine Hochzeit! Die Braut sah so schön aus und auch die Gäste hatten wahnsinns Kleider, ein Prinzessinnen Traum in weiß, an und natürlich wie es sich für Mexiko gehört mit ganz viel Glitzer. Am letzten Tag wurde der Traum jeder Frau in unserer Gruppe war: Zwei Stunden Powershoppen im Schuh- und Taschenparadies Leon. Leon ist eine Hochburg für Lederherstellung und deshalb ein Schlaraffenland für Taschen und Schuhliebhaber. Man kann sich ja schon denken, dass die Männer nicht so viel gekauft haben wie wir Frauen. Aber am Ende waren alle glücklich und erschöpft und derselben Meinung: Das war ein super Ausflug!

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Abenteuer in Mexiko - Teil 1

Am ersten August begann das große Abenteuer: bis 23. Dezember werde ich für 5 Monate ein Auslandssemester in Manzanillo in Mexiko machen. Der Tag der Anreise hatte es schon in Sich: in Washington hatte der Flug nach Houston eineinhalb Stunden Verspätung, so dass ich dort meinen Anschlussflug nach Guadalajara (GDL) verpasst habe. Dort endlich angekommen musste ich zehn Minuten lang laufen um den letzten Flug an dem Abend nach Guadalajara noch zu bekommen! So schnell bin ich noch nie in meinem Leben gerannt. Ich kam gerade noch pünktlich an und bin dann zwei Stunden später in GDL gelandet. Jedoch ohne mein Gepäck, denn das war noch immer in Houston am Flughafen. Doch das war Gott sei Dank nicht so problematisch, da es einfach am nächsten Tag mit der ersten Maschine von Houston mitgebracht wurde. Am Flughafen wartete schon mein Freund, der 2009 schon ein Auslandssemester hier gemacht hat und mir nun mit Rat und Tat in der erste Zeit zur Seite stand. Nach weiteren vier Stunden Busfahren kamen wir endlich am Zielort in Manzanillo an! Am ersten Wochenende sind wir nach Colima gefahren und dort hab ich auch gleich die erste Mexikanische Party mitgefeiert. Es ist absolut unglaublich wie viel Mexikaner trinken können. Die Stimmung war absolut klasse und locker und schnell habe ich erste Freunde gefunden. Am Tag danach ging es zurück nach Manzanillo um dort den Nachmittag am Strand zu verbringen. Es war super! Die erste Woche in der Uni war ziemlich stressig, da sich die Kurse, die ich noch in Deutschland gewählt habe, hier alle zeitlich überschnitten und ich neu wählen musste. Erst 2 Wochen nach Beginn des Semesters hatte ich endlich meine Kurse zusammen. Die Mexikaner sind so liebenswerte, nette und hilfsbereite Menschen. Gibt es ein Problem helfen sie sofort ohne nachzudenken. Das ist wirklich ein absolut tolles Gefühl zu wissen, dass die Leute sofort helfen. Auch die Professoren sind sehr nett und geben sich sehr viel Mühe. Sie wollen dass ich verstehe was sie sagen was noch etwas schwierig ist, da sie manchmal sehr schnell reden. Aber es wird schon besser! Innerhalb der nächsten zwei Wochen steht noch ein Besuch im Migrationsbüro an, damit mein Aufenthalt hier auch legal ist. Ich bin mir sicher, dass wenn nun endlich alle Formalitäten erledigt und geregelt sind, wird das hier noch eine richtig gute Zeit.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!

Viele Grüße aus México!

  1. Autor

    Cornelia Bottke
  2. Datum

    30.08.2012 10:44 Uhr
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