Cham So macht eine Sommelière Glühwein

In ihrem Weinkontor am Taschinger Berg in Cham hat die Sommelière Martina Schierer eine kleine Probierecke eingerichtet, in der sie die Geheimnisse der Glühweinzubereitung erläuterte. Foto: Lommer

Am Christkindlmarkt ein Tässchen Glühwein: Das gehört zur Vorweihnachtszeit wie Stollen, Plätzchen und Last Christmas. In der Kälte des Dezemberabends verfolgt das alkoholische Heißgetränk dabei vor allem ein Ziel: von innen wärmen. Aber kann Glühwein vor einer geübten Nase und einem anspruchsvollen Gaumen bestehen?

"Der Glühwein am Christkindlmarkt schmeckt mir auch", versichert die Chamer Sommelière Martina Schierer augenzwinkernd. Zu Hause aber kommt ihr keine Fertigmischung in die Tasse.

Bedenken hat Schierer also schonmal keine, ihren Wein heiß zu genießen. Nur gut sollte er sein - das steht für die Weinexpertin außer Frage. In diesem Fall aber auch nicht zu gut. "Wir werden den Wein ja erhitzen und aromatisieren, da sind die Nuancen nicht so wichtig." Von daher müsse kein teurer Tropfen in den Topf: "Hauptsache, er macht kein Kopfweh..." Ein paar Regeln für die Auswahl des Weins gibt es aber doch. Erstens: Er sollte fruchtig sein, sagt Schierer. Sie würde Merlot, Dornfelder, Spätburgunder oder Zweigelt empfehlen. Zweitens - und noch wichtiger: Der Wein sollte nicht im Holzfass gereift sein. "Die Holzaromen kommen nicht so gut, wenn man sie erhitzt", sagt sie.

Die Gewürze landen alle in einem Teesäckchen. Schierer empfiehlt eine Mischung aus Anis-Saat, aufgedrücktem Kardamom, Nelken, Piment, Sternanis, einer Zimtstange und einer aufgeschlitzten Vanilleschote. Dazu kommen etwas Orangen- und Zitronenzesten von unbehandelten Früchten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 19. Dezember 2017.

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