Bundesliga Heynckes mahnt trotz großen Vorsprungs

Jupp Heynckes hat gut Lachen - und fordert trotz des großen Vorsprungs weiter volle Konzentration. Foto: imago

Das Fußballjahr hätte für die Bayern kaum besser beginnen können. Nach dem 3:1 in Leverkusen und dank der Ergebnisse der Verfolger beträgt der Vorsprung des Tabellenführers schon 13 Punkte.

In ihrer behaglichen Platz-eins-Situation sollen sich die Bayern-Profis bloß nicht zu gemütlich einrichten. Trotz der schon 13 Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze mahnt Trainer Jupp Heynckes die Profis des FC Bayern weiter zu voller Konzentration. Giftig sollen sie bleiben, erfolgshungrig, fokussiert - obwohl in der Bundesligatabelle schon jetzt ein deutlicher Abstand zwischen dem souveränen Rekordmeister und den Verfolgern liegt.

"Das wissen die Spieler, dass ich das immer wieder einfordere", sagte Heynckes nach dem 3:1 (1:0) an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Leverkusen über seine Forderung, keiner der Münchner dürfe in seiner Konzentration irgendwie nachlassen.

Und die Spieler sollten bloß nicht lässig werden, mahnte der 72 Jahre alte Heynckes. Zurecht. Denn als Bayer nach dem 0:2-Rückstand durch Javi Martínez in der 32. Minute und Franck Ribéry (59.) mit Kevin Vollands doppelt abgefälschtem Schuss (71.) verkürzte, wackelte der Meister vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena kurz.

"Da hat es ganz einfache Ballverluste gegeben, das war ein bisschen oberflächlich und nicht konzentriert genug", kommentierte Heynckes diese Phase der 90 Minuten, die den Triple-Macher von 2013 doch bedenklich stimmte. Aber nur kurz. Dann durfte Heynckes wieder loben und schmeicheln, spätestens nach dem herrlichen Freistoßtreffer, mit dem der Kolumbianer James in der Nachspielzeit das 3:1 gelang.

Vorgaben umgesetzt

"Wenn wir in den Spielfluss kommen, zeigt sich, dass wir nicht nur eine gute oder sehr gute, sondern auch eine reife Mannschaft haben", ließ Heynckes in seiner Gesamtbewertung wissen. Taktisch clever, defensiv energisch gegen forsche Bayer-Angreifer: "Meine Mannschaft hat genau das gemacht, was wir vorher besprochen haben. Der 3:1-Erfolg ist für uns wunderbar", sagte der Bayern-Coach.

Zwei der älteren Bayern-Protagonisten dürften zu dieser Heynckes-Einschätzung maßgeblich beigetragen haben: Der fast 34-jährige Arjen Robben und der fast 35-jährige Franck Ribéry standen erstmals in dieser Saison gemeinsam in einer Erstliga-Startformation. Der Franzose, dem wie Martínez der erste Saisontreffer gelang, bekam hinterher ein großes Lob vom Keeper: "Er ist total wichtig für die Mannschaft, er ist total spritzig und zeigt mit seinen 34 Jahren den Jungen, wo es lang geht", sagte Sven Ulreich anerkennend.

Auf seinen Zwölf-Millionen-Euro-Winterzugang Sandro Wagner verzichtete Heynckes bis zur 79. Minute. Dann feierte der Nationalstürmer zehn Jahre, vier Monate und zehn Tage nach seinem letzten Einsatz sein Pflichtspiel-Comeback bei den Bayern. Auch am 2. September 2007, seinerzeit beim 1:1 in Hamburg, war der jetzt 30-Jährige für Ribéry eingewechselt worden.

"Der Trainer hat es mir am Freitag gesagt - ich habe es akzeptiert", ließ Wagner dazu wissen, dass er trotz des Fehlens von Top-Torjäger Robert Lewandowski nicht von Beginn an spielen durfte. Er nehme die Situation so an, wie sie sei. Und die ist klar: Wagner wird sich gedulden müssen, bis er von Beginn an auflaufen darf. Dem Rückkehrer ist es noch einerlei. Denn eines stellte Wagner geradezu inbrünstig fest: "Ich bin stolz, dass ich bei einem der besten Vereine der Welt spiele."

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