Ausschreitungen beim Eishockey-Derby EVL gegen Starbulls Rosenheim - Schmährufe und Gewalt

Die Polizei war mit verstärkten Kräften vor Ort. Foto: Claus Zettl

Zwischen sportlichem Erfolg, Schmährufen und Gewalt – der EVL spielt gegen Rosenheim.

Die Landshuter Fans sind in Hochstimmung, Faried Wittmann hat ein ungutes Gefühl. Es ist Freitagabend, kurz vor Ende des letzten Drittels im Eishockeyderby des EVL gegen den Erzrivalen Rosenheim. Spielstand 6:3, alles entschieden. Wittmann, der Sicherheitsbeauftragte des EVL, steht dort, wo ein Metallgeländer den Fan-Block des EVL von dem der Gästefans trennt. Die Stimmung unter den etwa 1000 Rosenheimer Anhängern ist hochgradig gereizt. Zwischen den Blöcken gehen Schmährufe hin und her, man zeigt sich den Mittelfinger, provoziert mit Gesten. Bei vielen Rosenheimern ist der Frustpegel hoch, bei nicht wenigen auch der Alkoholpegel. Als das Spiel gerade zu Ende ist, fliegt ein voller Bierbecher in den Gästeblock - es ist nicht der erste an diesem Abend, aber es ist der entscheidende: Sofort stürmen etwa ein Dutzend Rosenheimer Fans an die Metallgeländer, andere drängen hinterher. Man will in den Landshuter Fan-Block. Ein paar breitschultrige Securitys und einige Bereitschaftspolizisten stellen sich ihnen entgegen. Es kommt zu Handgemengen, ein unscheinbar aussehender Mann um die 50 schlägt mit der Hand erst einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ins Gesicht, wenig später einem Polizisten. Später wird er von der Polizei vor dem Stadion festgenommen werden.

Die Gemüter beruhigen sich nur langsam

Weitere Beamte eilen von draußen herein. Die Stimmung droht erneut zu kippen, weil ein paar Rosenheimer versuchen, über einen Imbissstand oberhalb des Stehrangs zu den Landshuter Fans durchzukommen. Auch das kann mit viel Körpereinsatz verhindert werden. Die Gemüter beruhigen sich nur langsam. "Da waren jetzt auch ganz normale Fans dabei, nicht nur Ultras", sagt Faried Wittmann. Zusammen mit Thomas Witt, dem Fan-Beauftragten des EVL, steht er 20 Minuten später im mittlerweile leeren Gästeblock. Das Ende eines nicht ganz einfachen Arbeitstages - den sowohl Wittmann als auch Witt ehrenamtlich bestreiten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 05. Februar 2018.

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