Auslandsblog Eintrag 3: Wie sieht eigentlich ein Au-pair-Alltag aus? - 28. April 2017

Grundsätzlich unterscheiden sich natürlich die Aufgaben und Tätigkeiten eines Au-pairs abhängig von der Familie und dem Land, dennoch sieht es bei meinen Au-pair-Freundinnen ähnlich aus.

Ich beginne morgens circa um Viertel nach sieben, wenn ich die Küche gehe und das Frühstück für uns alle mache. Danach bringe ich meinen kleinen Jungen (sieben Jahre) zur Schule, die gerade mal zwei Minuten zu Fuß von unserem Haus entfernt ist. Er ist bereits in der holländischen vierten Klasse, denn in den Niederlanden beginnt man die Schule bereits im Alter von vier Jahren. Meine große Zwölfjährige fährt immer alleine zur weiterführenden Schule. Nur manchmal hole ich sie mit dem Auto ab oder bringe ihr noch schnell die zu Hause vergessenen Hausaufgaben.

Danach habe ich erst einmal bis drei Uhr nachmittags frei, meistens fietse (= Fahrradfahren auf Niederländisch) ich aber noch ein paar Mal die Woche für uns zum nahegelegenen Supermarkt, um einzukaufen. Außerdem besuche ich ein bis zwei Mal die Woche die Sprachenschule, in der ich Niederländisch lerne.

Zweimal die Woche hole ich den Kleinen schon um zwölf Uhr von der Schule. Meistens nehme ich auch gleich einen Spielkameraden mit zu uns nach Hause. Dort spielen wir alles von Nerf-Gefechten bis Schach, von Fußball bis Verstecken im Garten oder Haus. Einmal die Woche fahre ich ihn und zwei seiner Freunde auch zum Fußballtraining mit dem Auto. Das finde ich mittlerweile besonders schön, da wir uns im Auto über alles Mögliche unterhalten, natürlich auf Niederländisch, und ich es so faszinierend finde, was Kinder in diesem Alter so alles beschäftigt und wovon sie träumen. Am Anfang waren sie immer laut im Auto und haben sich einmal sogar geschlagen, aber inzwischen sind sie sehr lieb und ruhig geworden.

Meine Große kommt meistens erst kurz vor dem Abendessen nach Hause. Dann hilft sie mir gerne beim Kochen oder wir quatschen über Schule, Freunde und Klamotten, alles eben was für einen Fast-Teenager immens wichtig ist.

Trotz meinen Tätigkeiten als Au-pair bleibt mir noch viel Freizeit, in der ich am liebsten mit Freunden in andere Städte fahre, ins Kino und ins Museum gehe, Modern-Jazz in einer Ballettschule tanze und die holländische Natur und das Meer fotografiere.

Ich liebe mein Au-pair-Leben sehr, da man einerseits eine schöne und verantwortungsvolle Arbeit und ein zweites Zuhause in der Familie hat und einem andererseits doch sehr viel freie Zeit zur Verfügung steht, um mit neuen Freunden ein anderes Land zu erkunden. Und ganz nebenbei sammelt man enorm viel Erfahrung im Ausland und lernt die Kultur und Sprache des Landes kennen.

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland

Erst Au-pair, jetzt Studentin: Julia Fritzsche war ab Ende August 2016 ein Jahr lang Au-pair in Den Haag, einer Stadt in Holland. Bei ihrer deutschen Gastfamilie fühlte sie sich sehr wohl. Deshalb schloss sie das Land und seine Leute so sehr ins Herz, dass sie sich für ein Studium in Holland entschieden hat. Seit September 2017 ist sie für den Studiengang Global Sustainability Science an der Universität Utrecht eingeschrieben. Drei Jahre dauert ihr Studium.

Was sie in dieser Zeit erlebt, berichtet sie regelmäßig in ihrem Auslandsblog. 

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 8: Neujahrsvorsätze, inspiriert durch mein Studium - 12. Januar 2018

Bilder von sterbenden Eisbären, schmelzenden Gletschern und Tropenstürmen mit immer gewaltigerer Zerstörungskraft. Es sind Bilder, die wir alle aus dem Fernsehen oder Internet kennen. Sie berühren uns entweder nicht, da sie doch zu weit weg sind oder sie lassen es uns kalt über den Rücken laufen. Was können wir, einzelne, einfache Bürger, denn schon ausrichten?

Das erste was meinen Komiliton*innen und mir im Studium vermittelt wurde, war: niemals die Hoffnung aufgeben! So erschreckend die Bilder auch aussehen, so viele Menschen es auch gibt, die dagegen arbeiten oder die Prozesse verlangsamen und so unschön die Zukunft auch aussehen mag, jeder kleine Schritt ist ein wichtiger auf dem Weg zur Lösung.

Und darum ist die Behauptung, dass der Einzelne etwas verändern kann nicht nur falsch, sondern auch tragisch, denn: „Was soll einer bloß dagegen ausrichten, fragte die halbe Menschheit?“ Es kommt also natürlich auf die Masse an, aber jeder Einzelne kann beginnen und auch sein Umfeld überzeugen. Nur so können wir gemeinsam etwas Großes bewirken!

Ich habe mich inspiriert von dem, was ich bereits gelernt habe, für drei einfach auszuführende Vorsätze für das Jahr 2018 entschieden, die ich selber schon ausführe und noch verstärken möchte.

1. Weniger ist mehr: Zügele deinen Konsum!

China ist der größte CO2-Produzent der Welt. Doch ist er auch der Verursacher? Nein. Denn China produziert hauptsächlich für den westlichen Konsumenten. Das bedeutet, wir haben unseren absoluten CO2-Ausstoß nicht verringert, sondern nur ausgelagert. Zeit, etwas an unserem Konsumverhalten zu verändern! Ich beobachte an mir selber, wie gerne ich neue Kleidung kaufe, obwohl mein Schrank platzt. Seit einiger Zeit jedoch habe ich meinen Konsum sehr reduziert: Ich kaufe größtenteils in Secondhand'-Läden oder tausche Sachen mit meinen Freundinnen, denn meistens trägt man das Neue dann doch nur zwei Mal, um dann festzustellen, dass es doch nicht so toll sitzt, wie man beim Kauf noch dachte. Dies spart nicht nur eine Menge Geld, sondern macht auch noch Spaß, beruhigt das Gewissen und weniger Auswahl hat auch automatisch zur Folge, dass man nicht stundenlang vor dem Kleiderschrank stehen muss. Auch in anderen Alltagsbereichen lässt sich das Prinzip des Sparens anwenden wie etwa auf den Wasser- und Stromverbrauch und den Fleischkonsum.

2. Weniger Fleisch und tierische Produkte, mehr Gesundes und Lokales!

Für ein Kilo Rindfleisch benötigen wir 15000 Liter Wasser, 49 Quadratmeter Fläche für den Anbau von Soja oder Mais als Futtermittel. Dies könnten wir viel effizienter für den direkten Konsum nutzen, würden wir weniger Tierprodukte zu uns nehmen oder sogar ganz darauf verzichten. Denn die größte Frage dieses Jahrhunderts wird sein, wie wir neun Milliarden Menschen ernähren können. Ich bin selbst seit mehr als fünf Jahren Vegetarier und seit vergangenen Sommer ernähre mich auch überwiegend vegan. Dazu bekomme ich oft zu hören, dass das andere zwar bewundern und auch nachvollziehen können, aber sie doch nie ganz darauf verzichten könnten. Ich sage dann immer, dies wäre zwar ideal, aber jeder Verzicht bringe schon etwas. Von mir selbst dachte ich auch nie, dass ich Käse, Eier und Milch auch weglassen könnte und doch habe ich diese Produkte dann immer weniger mit meinem Gewissen vereinbaren können. Und viele andere weltweit auch nicht mehr, wie etwa Ariana Grande, Tim Bendzko, Robbie Williams und noch viele mehr! Auch etwa Hühnchen essen, ist schon umweltfreundlicher als Spareribs oder eine Bratwurst. Zudem gilt natürlich die alte Divise Bio und lokal! Übrigens ist es schon lange wissenschaftlich bewiesen, dass es viel gesünder ist, weniger tierische Produkte zu sich zu nehmen.

3. Schon sozial engagiert?

Mein letzter Vorsatz widmet sich der sozialen Komponente. So sehr uns unserer Leistungsgesellschaft auch den Druck auferlegt, besser sein zu müssen als die anderen, haben wir doch alle eines gemeinsam: Wir sind alle nur Menschen! Daher gilt es den ärmeren, auf Unterstützung angewiesenen, zu helfen. Für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft sorgen NGO’s, Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, Vereine und bestimmte Parteien und so weiter. Und jeder von uns kann diese nur zu seinem eigenen Wohle unterstützen, denn mehr Ungleichheit in unserer Gesellschaft schürt soziale, ökologische und wirtschaftliche Probleme, gefährdet sogar unsere Demokratie. Der Trend zeigt, dass sich die Schere zwischen armen und reichen Menschen immer mehr weitet. Acht Männer besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung und auch in Deutschland gehören zehn Prozent der Bevölkerung 52 Prozent des gesamten Vermögens. Also gibt es viel zu tun! 28 Prozent der Deutschen engagieren sich bereits ehrenamtlich. Und nach wie vor ist es von essentieller Bedeutung die nach Deutschland Geflüchteten zu integrieren, um der Bildung von Parallelgesellschaften vorzubeugen.

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 7: Erster Term geschafft - 13. November 2017

Ich habe gerade gefühlt die zwei stressigsten Wochen meines Lebens hinter mir: Mein erster Term mit Klausuren ist vorbei und jetzt in meiner wohlverdienten Woche Pause, komme ich auch endlich mal wieder zum Schreiben.

Die vergangenen neun Wochen fühlten sich so kurz an wie eine Woche, aber doch auch so lang wie ein ganzes Jahr, da ich so viel erlebt habe und mit jeder Woche nochmal ein ganzes Stück in die Uni hineingewachsen bin.

Hier bemerkt man bereits den ersten Unterschied zum deutschen System: In den Niederlanden gibt es keine Semester, sondern Perioden. Normalerweise sind es vier, jeweils zehn Wochenblöcke. In meiner Fakultät Geowissenschaften, haben wir acht Wochen Unterricht, eine Woche Prüfungen und die zehnte dann frei. Somit hat man im Jahr nicht nur zweimal Klausuren, sondern vier Mal und auch viel mehr Kurse. Es gibt dadurch auch nicht zwei Mal Semesterferien wie in Deutschland: Wir haben nur eine zweimonatige Sommerpause, zwei Wochen Weihnachtsferien und die Wochen zwischen den Blöcken.

Das mag vielleicht nach mehr Unterricht klingen, aber es hat auch seine Vorteile: Man kann viel mehr Kurse besuchen und besucht diese dann aber auch nur für zehn Wochen, falls man einen langweiligen Professor oder Kurs erwischt hat. Allerdings muss man dann schon mal ein 600-seitiges Buch in sieben Wochen durcharbeiten oder das gesamte Grundwissen der Algebra innerhalb von drei Wochen wiederholen, aber auch das ist zu schaffen. Durch die Wahl der verschiedenen Kurse kann man seinen Bachelor so gestalten, wie man möchte. Natürlich gibt es aber auch jede Menge Pflichtfächer, die man bestanden haben muss, um seinen Bachelor zu bekommen.

Ein weiterer Unterschied ist, dass hier nur ein Block, also zehn Wochen, für die Bachelorarbeit eingeplant ist und nicht ein ganzes Semester. Braucht man länger, muss man weiter Studiengebühren für den nächsten Block zahlen, obwohl man vielleicht keine Kurse mehr besucht. Dies mag vielleicht nach einem Nachteil klingen, dennoch habe ich das Gefühl, dass durch die Studiengebühren die Universitäten auch viel mehr Möglichkeiten haben. So gilt das Forschungsinstitut Copernikus, das meinen Studiengang betreut, in seinem Fachgebiet (Nachhaltige Entwicklung) als eines der besten weltweit.

Des Weiteren bedeutet natürlich mehr Geld auch mehr Personal, das die Studenten besonders im ersten Jahr begleitet. Jeder Student bekommt einen Tutor, einen Lehrer, der einen persönlich betreut und die Studienfortschritte mitverfolgt. Zusätzlich bekommt man noch Mentoren, Studenten aus dem zweiten Jahr, zur Seite gestellt, die einem alles über Kurswahl, Bücher und ihr erstes Jahr erzählen. Alles in allem fühle ich mich also gut betreut und informiert. Über mein Studium Global Sustainability Science werde ich wohl in einem meiner nächsten Artikel berichten.

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 6: Ein Jahresrückblick - 4. September 2017

Es ist August geworden. Mein Au-pair-Jahr neigt sich nun endgültig dem Ende. Denn nach meinem Sommerurlaub bleiben mir noch zwei Wochen bei meiner Gastfamilie, um das neue Au-pair einzuarbeiten. Damit beende ich meine Zeit in Den Haag.

Was bleibt zum Abschluss zu sagen? Zu viel. So viel habe ich erlebt, so viel gesehen, neue Freundschaften geschlossen, neue Eindrücke gewonnen, unendlich viel Erfahrung gesammelt. Dieses Jahr als Au-pair in den Niederlanden war für mich nicht nur ein Jahr in meinem Leben, es war ein komplettes Leben in einem Jahr.

Ob ich sehr traurig bin? Traurig ja, denn es wird mir als unvergessliche Zeit in Erinnerung bleiben, in der ich so viele tolle Momente mit meiner Gastfamilie erlebte und mit meinen Freundinnen so viel von den Niederlanden sah, in der ich Holländisch lernte und in der ich beschlossen habe in den Niederlanden zu bleiben und dort zu studieren. Aber genauso gab es natürlich Momente in denen ich mir gewünscht habe, die Zeit könnte schneller vergehen und an denen ich lieber zuhause bei meiner Familie gewesen wäre.

Welche Tipps würde ich geben? Ich würde mich immer wieder für die Niederlande und Den Haag entscheiden! In keinem anderen Land kommt man so gut mit dem Fahrrad herum wie hier, da alles so nah beieinander liegt und es ein unglaublich modernes Fahrrad-Verkehrsnetz mit gut ausgebauten Wegen und eigenen Ampeln gibt. Jung und Alt nutzen dieses billige und umweltfreundliche Transportmittel und zwar aus purem Spaß. Eine Anekdote hierzu: Am Anfang war ich das rasante Tempo auf den Radwegen noch nicht gewöhnt und wurde des öfteren mit lautem Klingeln von Opas und Omas in hohem Alter überholt. Und sie hatten kein E-Bike, meistens fuhren sie auch noch mit plattem Reifen! Jeder Deutsche kann über dieses geschäftige Treiben auf den breiten Radwegen nur staunen. Die Autofahrer sind aufgrund der vielen Radler gezwungen vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Hier haben nicht die Autos, sondern fast überall im Straßenverkehr die Radfahrer das Sagen.

Es ist kein Problem, abends spontan noch schnell ins Kino zu gehen, denn man braucht sich bloß auf den Sattel zu schwingen und schon ist man unterwegs. So war ich innerhalb weniger Minuten bei meinen Freundinnen, auch die nächsten Städte waren dank gut ausgebautem Zugnetz nicht weit weg. So hatte ich die Möglichkeit immer spontan und kurzfristig etwas zu unternehmen, auch wenn ich nur zwei Stunden Zeit hatte.

Zudem sind die Holländer locker, offen und spontan. Man trifft sich bei jedem Wetter draußen an Plätzen mit Bars und Cafés und sitzt auch bei kühlem Wetter dann unter Wärmelampen.

Für uns Deutsche klingt Holländisch witzig, ja niedlich – in Wirklichkeit ist es direkt und deutlich. Ich konnte die Sprache jedenfalls leicht lernen und manche Begriffe finde ich oft treffender als das entsprechende deutsche Synonym.

Ein breites Kulturangebot lockt selbst die ganz Kleinen in wahre Erlebnismuseen, in denen man zum Beispiel spielerisch mit Ipad die Eigenarten und die künstlerische Genialität Piet Mondriaans kennenlernt oder einem durch Modelle und Simulationen die Auswirkungen des Klimawandels gezeigt werden.

Der weite, offene und breite Strand in Den Haag ist einmalig und garantiert tolles Urlaubsfeeling. Während man an seinem Cocktail in einer der vielen, extra für den Sommer aufgebauten Strandlokale nippt und seinen Blick über das Meer schweifen lässt, vergisst man die Großstadt im Rücken. Dies alles war für mich die perfekte Kombination für ein gelungenes Auslandsjahr.

Ich würde mich auch immer wieder für einen Auslandsaufenthalt als Au-pair entscheiden, denn man hat die einzigartige Möglichkeit, die Bräuche und Sprache eines Landes direkt mitzuerleben, ist das ganze Jahr liebevoll versorgt, verdient sein Taschengeld, um sich das Herumreisen zu finanzieren und sammelt zugleich noch viel Auslandserfahrung.

Wieso? Weil man viel im Umgang mit Kindern lernt. Das ist ideal, wenn man beruflich etwas in die Richtung machen möchte. Aber man wird auch um einiges selbstständiger, da man plötzlich vieles selbst regeln und organisieren muss.

Trotzdem rate ich jedem, der sich nicht wohl bei seiner Gastfamilie fühlt, den Schritt zu wagen und dies anzusprechen. Wenn das nicht hilft, sollte man umgehend Initiative ergreifen und sich um einen Familienwechsel kümmern. Sonst kann das Jahr schnell zum Horror-Erlebnis werden und das wäre zu schade. Ich selbst habe dies auch getan und so zu meiner für mich perfekten Gastfamilie gefunden. Dort hat mir Holland dann so gut gefallen, dass ich mich entschieden habe hier zu studieren.

Ab September beginnt daher für mich ein weiteres Kapitel in den Niederlanden, genauer gesagt in Utrecht (gesprochen: Ütrecht, da die Holländer das „u“ wie ein „ü“ aussprechen), der Studentenstadt Hollands mit über 60 000 Studenten. Ich habe mich für den zukunftsorientierten, internationalen und englischsprachigen Studiengang „Global Sustainability Science“ entschieden, da ich unbedingt lernen möchte, Lösungsansätze für eine grünere, nachhaltigere und gerechtere Welt zu finden. Die Universität dort gilt als die beste der Niederlande und das Forschungsinstitut im Bereich Nachhaltigkeit gehört zur Weltspitze. Kurzum bin ich wahnsinnig gespannt auf die neue Stadt und mein Studium, das es so in Deutschland leider noch nicht gibt. Ich werde also weiter aus den kleinen, aber sehr feinen Niederlanden für Freischreiben berichten.

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 5: Sinterklaas - Ein unvergessliches Erlebnis - 2. Juni 2017

Mitten im Sommer bei über zwanzig Grad mit viel Sonne und dem Kreischen der Möwen vergisst man leicht, wie kalt und windig es hier in den Haag im Winter war. Wenn ich daran denke, schweifen meine Gedanken zu einem ganz besonderen Tag mitten im Winter: der fünfte Dezember! An diesem Abend geht Sinterklaas (der Heilige Sankt Nikolaus) mit seinen fleißigen Helfern, den Zwarten Pieten, von Haustür zu Haustür und verteilt Geschenke an die holländischen Kinder. Bei manchen wird nur ein Sack davor abgelegt, bei anderen gesellt er sich kurz in die gemütliche Wohnstube und plaudert ein bisschen mit den Kindern. Doch das ist ja eigentlich schon das Ende der Geschichte, also beginne ich ganz von vorne:

Bereits im November beginnt das Spektakel mit der Intocht (Ankunft) von Sinterklaas, die immer am ersten Samstag nach Sankt Martin stattfindet. Die Legende beruht auf dem Heiligen Nikolaus von Myra, uns bekannt als Sankt Nikolaus, der als Schutzpatron der Kinder gilt.

Die holländische Version besagt, dass er das ganze Jahr über in Spanien wohnt und dann mit seinem Stoomboot, den Zwarten Pieten und seinem weißen Pferd Amerigo nach Belgien und Holland fährt, um die Kinder zu beschenken. Jedoch müssen diese ihm natürlich auch etwas geben. Darum dürfen sie, sobald Sinterklaas im Land ist, abends einen Schuh vor den Kamin stellen, indem sich Äpfel oder Möhren für Amerigo befinden. Sie singen Lieder oder sagen Gedichte auf, in der Hoffnung, dass Sinterklaas sie erhört und einen Zwarten Piet durch den Schornstein schickt, der das Futter gegen kleine Geschenke oder Süßigkeiten austauscht. Diesen Brauch kann man ein bisschen mit unserem Adventskalender vergleichen, denn die kleinen Gaben sollen den Kindern das Warten auf den Pakjesavond (Geschenke-Abend) versüßen. Jedoch ist keineswegs jeden Morgen etwas im Schuh zu finden. Da gibt es eine ganz plausible Erklärung der Eltern: „Da bist du wohl gestern nicht brav gewesen!“ oder „Da musst du wohl etwas lauter und enthusiastischer für den Sint singen!“

Zeitgleich beginnt auch das Sinterklaas-Journal, das den Kindern jeden Abend landesweit berichtet, was im Hause des Nikolaus so alles schief geht und sie bangen lässt, ob es dieses Jahr überhaupt Geschenke am fünften Dezember gibt. Die Piete sind hier nicht mehr nur schwarz, sondern blau, grün und rosa, ganz bunt eben, um der Debatte Diskriminierung entgegen zu wirken. Derzeit gibt es nämlich jedes Jahr aufs neue die Diskussion, ob man „Zwarte“ (schwarz) Pieten noch sagen darf.

Und nach all den Vorbereitungen ist es dann endlich soweit: Pakjesavond.

Für mich war dieser Tag einer der Schönsten in meinem Au-pair-Jahr! Man muss dazu sagen, dass dieser Abend für die holländischen Kinder unser „Heilige Abend“ ist. Es ist aber nicht mit Weihnachten zu verwechseln, das wird hier auch gefeiert, jedoch meistens nur im Familienkreise und wenn überhaupt mit kleinen Geschenken.

Meine Gastmutter hatte Bekannte eingeladen, die vormittags eintrafen. Ich hatte mir ausgedacht, mir von den Kindern bei der Essenszubereitung helfen zu lassen und so panierten wir zusammen die Schnitzel für das Mittagessen. Sie hatten unglaublich viel Spaß dabei. Nachmittags machten wir einen langen Spaziergang durch die Dünen und am Strand entlang. Als krönenden Abschluss fuhren wir noch mit dem Riesenrad am Pier, von dem aus man einen unglaublichen Blick auf Den Haag und das Meer genießt! Und dann war es soweit: Mein Kleiner fetzte schon von Fenster zu Fenster, um Ausschau nach Sinterklaas zu halten, da klingelte es an der Tür. Draußen stand Sinterklaas mit zwei Zwarten Pieten und einem riesengroßen Sack voller Geschenke. Meine Gastmutter hat einen Bekannten, der jedes Jahr für sie den Sinterklaas spielt und somit war ich auch die einzige von meinen Freundinnen, die Sinterklaas persönlich begegnete. Beide Kinder und auch ich wurden aufgerufen, um dem Sint ein paar Fragen zu beantworten. Erst nachdem wir ihn herzlich verabschiedet hatten, wurden die Geschenke ausgeteilt. Der Abend endete mit einer gemütlichen Brotzeit. Ich hatte von meiner Gastmutter einen großen Atlas über Holland bekommen und den Anfangsbuchstaben meines Namen aus Schokolade mit reichen Verzierungen. Das bekommt traditionell jeder von Sinterklaas.

Alles in allem war es also ein unvergessliches Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird. Bei meiner Gastfamilie fühlte ich mich so willkommen und als Teil der Familie. Zusätzlich erinnerte mich dieses Familientreffen so an die unseren zu Hause. Genauso hatte ich mir mein Au-pair-Leben vorgestellt: Man erlebt mit seiner Gastfamilie zusammen die Bräuche und Sitten des anderen Landes. Und dass es so einen großen Unterschied zwischen dem holländischen Weihnachten und dem Deutschen gibt, hätte ich im Leben nicht gedacht!

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 4: Den Haag - Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit - 17. Mai 2017

Während ich hier diesen Artikel schreibe, sitze ich auf meinem Balkon und genieße die Aussicht auf kleine, grüne Hintergärten, Reihen roter Backsteinhäuser und die Spitze des Kurhauses, ein Fünf-Sterne-Hotel am Strand und Wahrzeichen Scheveningens, dem Stadtteil in dem ich wohne. Wenn ich Den Haag mit drei Worten beschreiben müsste, würde ich sagen: internationaler Flair, Meer und grün. Wieso?

Den Haag zählt für mich zu den Hauptstädten Europas, da nicht nur Europol (Europäisches Polizeiamt) und Eurojust (Einheit für justizielle Zusammenarbeit der EU) hier ihren Hauptsitz haben, sondern auch unterschiedlichste Ethnien hier zusammen kommen und friedlich nebeneinander leben. Natürlich ist die erste Sprache Niederländisch, jedoch spricht beinahe jeder akzentfreies Britisch. NGOs, zahlreiche Botschaften, sowie der Internationale Gerichtshof und auch Strafgerichtshof der UNO sind hier zu finden. Ebenso hat Den Haag auch für die Niederländer selbst eine große Bedeutung, da sie Sitz der Regierung und Residenz des Königshauses ist. Dies mag erst einmal nach viel unglaublich großen Ausmaßen klingen, trotzdem macht sie mit circa 500 000 Einwohnern nur ein Drittel von München aus und verliert ihren Charme durch ihre einzigartige Lage keineswegs. Die Stadt wird gegen Westen hin vom Meer begrenzt, weite Dünenlandschaften prägen den Norden und im Süden ist der Hafen Rotterdams zu sehen. Unzählige große, teilweise verwilderte Stadtparks machen Den Haag zu einer der grünsten Städte Europas. Dies zusammen mit den kleinen verwinkelten Straßen und Gassen in den Wohngegenden lassen mich oft vergessen, dass ich doch in einer Großstadt lebe. Lediglich das großzügig angelegte Zentrum verweist darauf.

Eigentlich kann ich also nur schwärmen von dieser Stadt. In fünf Minuten bin ich zu Fuß am Strand oder in den Dünen, in 40 Minuten mit dem Zug in Amsterdam oder Utrecht. Allerdings kenne ich nur die schönen, reichen Viertel Den Haags. Hier werden mindestens einmal die Woche die Straßen gefegt und der Müll regelmäßig eingesammelt.

Viel von den politischen Organisationen bekomme ich nicht mit. Der Friedenspalast, Sitz des Internationalen Gerichtshofes sowie Europol, ist bis auf Ausnahme weniger Führungen für Besucher unzugänglich. Jedoch entdecke ich noch stets neue Botschaften und auf dem Weg zu meiner wöchentlichen Tanzstunde radele ich an den Ministerien und Organisationen wie UNICEF vorbei. Auf dem Weg zum Kino immer durch den Binnenhof, der Sitz des Parlaments.

Obwohl ich nun schon über acht Monate hier lebe, gibt es immer noch viele Museen, die ich noch nicht kenne und schöne Plätze, die meine Freunde und ich erst jetzt entdecken. Mir bleibt also nur eins zu tun: Meine letzten zwei Monate hier in Den Haag, der Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit, zu genießen.

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 3: Wie sieht eigentlich ein Au-pair-Alltag aus? - 28. April 2017

Grundsätzlich unterscheiden sich natürlich die Aufgaben und Tätigkeiten eines Au-pairs abhängig von der Familie und dem Land, dennoch sieht es bei meinen Au-pair-Freundinnen ähnlich aus.

Ich beginne morgens circa um Viertel nach sieben, wenn ich die Küche gehe und das Frühstück für uns alle mache. Danach bringe ich meinen kleinen Jungen (sieben Jahre) zur Schule, die gerade mal zwei Minuten zu Fuß von unserem Haus entfernt ist. Er ist bereits in der holländischen vierten Klasse, denn in den Niederlanden beginnt man die Schule bereits im Alter von vier Jahren. Meine große Zwölfjährige fährt immer alleine zur weiterführenden Schule. Nur manchmal hole ich sie mit dem Auto ab oder bringe ihr noch schnell die zu Hause vergessenen Hausaufgaben.

Danach habe ich erst einmal bis drei Uhr nachmittags frei, meistens fietse (= Fahrradfahren auf Niederländisch) ich aber noch ein paar Mal die Woche für uns zum nahegelegenen Supermarkt, um einzukaufen. Außerdem besuche ich ein bis zwei Mal die Woche die Sprachenschule, in der ich Niederländisch lerne.

Zweimal die Woche hole ich den Kleinen schon um zwölf Uhr von der Schule. Meistens nehme ich auch gleich einen Spielkameraden mit zu uns nach Hause. Dort spielen wir alles von Nerf-Gefechten bis Schach, von Fußball bis Verstecken im Garten oder Haus. Einmal die Woche fahre ich ihn und zwei seiner Freunde auch zum Fußballtraining mit dem Auto. Das finde ich mittlerweile besonders schön, da wir uns im Auto über alles Mögliche unterhalten, natürlich auf Niederländisch, und ich es so faszinierend finde, was Kinder in diesem Alter so alles beschäftigt und wovon sie träumen. Am Anfang waren sie immer laut im Auto und haben sich einmal sogar geschlagen, aber inzwischen sind sie sehr lieb und ruhig geworden.

Meine Große kommt meistens erst kurz vor dem Abendessen nach Hause. Dann hilft sie mir gerne beim Kochen oder wir quatschen über Schule, Freunde und Klamotten, alles eben was für einen Fast-Teenager immens wichtig ist.

Trotz meinen Tätigkeiten als Au-pair bleibt mir noch viel Freizeit, in der ich am liebsten mit Freunden in andere Städte fahre, ins Kino und ins Museum gehe, Modern-Jazz in einer Ballettschule tanze und die holländische Natur und das Meer fotografiere.

Ich liebe mein Au-pair-Leben sehr, da man einerseits eine schöne und verantwortungsvolle Arbeit und ein zweites Zuhause in der Familie hat und einem andererseits doch sehr viel freie Zeit zur Verfügung steht, um mit neuen Freunden ein anderes Land zu erkunden. Und ganz nebenbei sammelt man enorm viel Erfahrung im Ausland und lernt die Kultur und Sprache des Landes kennen.

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 2: Auf Umwegen zum Auslandsglück - 18. Februar 2017

Vor mir stand ein Jahr, in dem ich Erfahrungen sammeln würde, eine neue Sprache lernen und ich eine der größten Entscheidungen meines Lebens treffen würde: Was will ich studieren?

Ich erhoffte mir ein Jahr voller Spaß und Spiel mit Kindern. Dabei hatte ich mich entschieden, keine Familie mit sehr kleinen Kindern zu nehmen, denn ich persönlich arbeite lieber mit etwas größeren Kindern, die neugierig sind, alles wissen wollen und mit denen man schon anspruchsvollere Spiele spielen kann. Da ich sehr gerne koche und Vegetarierin bin, würde es außerdem leichter sein, wenn ich koche.

Anfangs alles perfekt

Ich hatte also eine Familie mit drei Kindern gefunden: zwei Mädchen, acht und zehn Jahre alt, und ein Junge mit zwölf Jahren. Sie machten auf mich einen guten Eindruck und auch das vorige Au-pair war sehr nett. Im Juni 2016 besuchte ich die Familie schon einmal für ein Wochenende, verbrachte allerdings mehr Zeit mit dem Au-pair als mit der Familie. Deshalb sagte mir mein Gefühl schon vor meiner Abreise im August auf einmal, dass ich noch nicht bereit dazu wäre und nichts lieber wollen würde, als zuhause zu bleiben.

Doch der Abschied von Zuhause kam und ich stieg in den Flieger. Mein neues Leben würde also beginnen. Ich hatte das Glück, schon ein anderes Au-pair zu kennen, das ganz bei mir in der Nähe wohnen würde. Sie würde meine beste Freundin hier werden, mit der ich auch zusammen studieren will. Alles perfekt!

Die ersten Tage waren die aufregensden meines bisherigen Au-pair-Jahres. Ich kannte mich zunächst noch gar nicht aus und meine Freundin und ich verbrachten die Vormittage, an denen die Kinder in der Schule waren, und die Abende damit, Den Haag kennenzulernen. Ich musste jedoch auch die komplette Wäsche meiner Familie machen, was sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Das an sich ist ja nicht schlimm, nur die Art und Weise, wie mich meine Gastmutter behandelte, fand ich äußerst schlimm: Egal wie und was ich machte, es passte nicht und immer hatte sie etwas auszusetzen. Ich durfte auch keine Freundinnen mitbringen und die Wochenenden sollte ich woanders verbringen. Beim Essen wurde am Wochenende nämlich nicht für mich mitgeplant. Ich kam mir auf Dauer vor wie die Haushaltshilfe.

Nach zwei Wochen wusste ich: Das kann so nicht weiter gehen. Hier möchte ich nicht für ein Jahr bleiben. Zumal ich von meiner Freundin wusste, dass es auch anders geht. Zusammen mit meinen Eltern entschied ich, dass ich die Familie wechseln und eine bessere finden muss.

Wie gut, dass ich das enorme Glück hatte, dass ein Au-pair, das ich dort kennengelernt hatte, totales Heimweh bekam und mich anschrieb, ob ich mir nicht ihre Familie ansehen möchte. Allerdings handelte es sich um keine holländische, sondern eine deutsche Familie, die aber schon seit sechzehn Jahren in Holland wohnt und deren Kinder auch hier geboren sind.

Niemals aufgeben

Ich besuchte die Familie und war sofort von dem Haus und der offenen Art meiner Gastmutter begeistert. Und so kam ich über kleine Umwege zu meiner jetzigen Gastfamilie, die ich um keine Preis tauschen möchte. Nun habe ich genau das, wovon ich geträumt habe: Ein Jahr voller Spaß mit meinen Gastkindern, einem siebenjährigen Jungen und einem zwölfjährigen Mädchen. Nebenbei habe ich mich in dieses kleine, aber doch sehr offene und freundliche Land verliebt. Daher ist meine Devise: Niemals aufgeben, dann findet man schon das Richtige für sich selbst!

Im Land der Tulpen: Julia Fritzsche (19) studiert in Holland Eintrag 1: Wie es dazu gekommen ist... - 16. Februar 2017

Ich wollte schon immer nach der Schule ins Ausland. Nach zwölf Jahren Schule und dem finalen Abiturstress wusste ich schon lange vorher, dass ich danach keine große Motivation haben werde, mich sofort wieder mit vollem Eifer ins Studium zu stürzen. Ich wollte erst einmal etwas Pause machen und dabei ein anderes Land kennenlernen. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, diesen Wunsch umzusetzen wie etwa Work and Travel oder einen Freiwilligendienst im Ausland. Aber da man für so etwas meistens das Geld mitbringen muss und der Unterhalt zumindest bei Work and Travel keineswegs gesichert ist, entschied ich mich für ein Jahr voller Spaß, Action und mit Kindern. So wurde ich also Au-pair.

Ich kann jedem diese Erfahrung sehr empfehlen, vor allem, wenn man sich noch nicht sicher mit seiner Studienwahl ist. Man hat so ein Jahr mehr Zeit, um Universitäten zu besuchen, Bewerbungen zu schreiben und sich Gedanken zu machen, in welche Richtung es gehen soll. Dies habe ich auch getan und meinen perfekten Studiengang hier in Holland endlich gefunden. Doch wieso die Niederlande? Kurzum: Ich wollte in Europa bleiben, hatte aber nur Englisch und Latein in der Schule und somit fielen Frankreich oder Spanien weg.

Als ich so auf den verschiedensten Au-pair-Seiten im Internet recherchierte, stieß ich auf alle möglichen Länder wie etwa Island oder auch Italien. Doch dass meine Aufmerksamkeit ausgerechnet auf Holland fiel, lag daran, dass man bei allen anderen Ländern als Voraussetzung einen Führerschein haben sollte, jedoch für Holland sollte man nur Fahrrad fahren können. Dies fand ich so witzig, dass ich mich ausführlicher mit diesem Land beschäftigte.

Man muss zum einen nur die Anmeldegebühr für die Au-pair-Organisation zahlen, die Vermittlungsgebühr von rund 200 Euro übernimmt die holländische Regierung, um dies zu unterstützen. Zum anderen würde ich die Möglichkeit haben, in einem Jahr eine neue Sprache zu lernen. Denn da Holländisch dem Deutschen sehr ähnlich ist, ist es möglich innerhalb eines Jahres sogar das Level B2 zu erreichen. Zum Vergleich: Belegt man Französisch bis einschließlich in die zwölfte Klasse im Gymnasium, so erhält man Level B2. Zudem wusste ich bisher nur sehr wenig über dieses Land, das jedoch Deutschlands wichtigster Handelspartner nach Frankreich ist. Ich wollte also mehr darüber lernen.

Da ich mich außerdem sehr für den Umweltschutz interessiere, wollte ich mich in Holland mal nach den Universitäten umsehen, die ja auch einen sehr guten Ruf genießen. Rund ein Viertel der Landesoberfläche liegt unter dem Meeresspiegel, daher kann sich kein Holländer vom Klimawandel und der damit verbundenen Landesüberflutung nicht bedroht fühlen. Es kann also keine Klimawandelleugner geben. So entschied ich mich also für die Niederlande und sollte es auch nicht bereuen.

von

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos