Bilder von sterbenden Eisbären, schmelzenden Gletschern und Tropenstürmen mit immer gewaltigerer Zerstörungskraft. Es sind Bilder, die wir alle aus dem Fernsehen oder Internet kennen. Sie berühren uns entweder nicht, da sie doch zu weit weg sind oder sie lassen es uns kalt über den Rücken laufen. Was können wir, einzelne, einfache Bürger, denn schon ausrichten?

Das erste was meinen Komiliton*innen und mir im Studium vermittelt wurde, war: niemals die Hoffnung aufgeben! So erschreckend die Bilder auch aussehen, so viele Menschen es auch gibt, die dagegen arbeiten oder die Prozesse verlangsamen und so unschön die Zukunft auch aussehen mag, jeder kleine Schritt ist ein wichtiger auf dem Weg zur Lösung.

Und darum ist die Behauptung, dass der Einzelne etwas verändern kann nicht nur falsch, sondern auch tragisch, denn: „Was soll einer bloß dagegen ausrichten, fragte die halbe Menschheit?“ Es kommt also natürlich auf die Masse an, aber jeder Einzelne kann beginnen und auch sein Umfeld überzeugen. Nur so können wir gemeinsam etwas Großes bewirken!

Ich habe mich inspiriert von dem, was ich bereits gelernt habe, für drei einfach auszuführende Vorsätze für das Jahr 2018 entschieden, die ich selber schon ausführe und noch verstärken möchte.

1. Weniger ist mehr: Zügele deinen Konsum!

China ist der größte CO2-Produzent der Welt. Doch ist er auch der Verursacher? Nein. Denn China produziert hauptsächlich für den westlichen Konsumenten. Das bedeutet, wir haben unseren absoluten CO2-Ausstoß nicht verringert, sondern nur ausgelagert. Zeit, etwas an unserem Konsumverhalten zu verändern! Ich beobachte an mir selber, wie gerne ich neue Kleidung kaufe, obwohl mein Schrank platzt. Seit einiger Zeit jedoch habe ich meinen Konsum sehr reduziert: Ich kaufe größtenteils in Secondhand'-Läden oder tausche Sachen mit meinen Freundinnen, denn meistens trägt man das Neue dann doch nur zwei Mal, um dann festzustellen, dass es doch nicht so toll sitzt, wie man beim Kauf noch dachte. Dies spart nicht nur eine Menge Geld, sondern macht auch noch Spaß, beruhigt das Gewissen und weniger Auswahl hat auch automatisch zur Folge, dass man nicht stundenlang vor dem Kleiderschrank stehen muss. Auch in anderen Alltagsbereichen lässt sich das Prinzip des Sparens anwenden wie etwa auf den Wasser- und Stromverbrauch und den Fleischkonsum.

2. Weniger Fleisch und tierische Produkte, mehr Gesundes und Lokales!

Für ein Kilo Rindfleisch benötigen wir 15000 Liter Wasser, 49 Quadratmeter Fläche für den Anbau von Soja oder Mais als Futtermittel. Dies könnten wir viel effizienter für den direkten Konsum nutzen, würden wir weniger Tierprodukte zu uns nehmen oder sogar ganz darauf verzichten. Denn die größte Frage dieses Jahrhunderts wird sein, wie wir neun Milliarden Menschen ernähren können. Ich bin selbst seit mehr als fünf Jahren Vegetarier und seit vergangenen Sommer ernähre mich auch überwiegend vegan. Dazu bekomme ich oft zu hören, dass das andere zwar bewundern und auch nachvollziehen können, aber sie doch nie ganz darauf verzichten könnten. Ich sage dann immer, dies wäre zwar ideal, aber jeder Verzicht bringe schon etwas. Von mir selbst dachte ich auch nie, dass ich Käse, Eier und Milch auch weglassen könnte und doch habe ich diese Produkte dann immer weniger mit meinem Gewissen vereinbaren können. Und viele andere weltweit auch nicht mehr, wie etwa Ariana Grande, Tim Bendzko, Robbie Williams und noch viele mehr! Auch etwa Hühnchen essen, ist schon umweltfreundlicher als Spareribs oder eine Bratwurst. Zudem gilt natürlich die alte Divise Bio und lokal! Übrigens ist es schon lange wissenschaftlich bewiesen, dass es viel gesünder ist, weniger tierische Produkte zu sich zu nehmen.

3. Schon sozial engagiert?

Mein letzter Vorsatz widmet sich der sozialen Komponente. So sehr uns unserer Leistungsgesellschaft auch den Druck auferlegt, besser sein zu müssen als die anderen, haben wir doch alle eines gemeinsam: Wir sind alle nur Menschen! Daher gilt es den ärmeren, auf Unterstützung angewiesenen, zu helfen. Für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft sorgen NGO’s, Gewerkschaften, Hilfsorganisationen, Vereine und bestimmte Parteien und so weiter. Und jeder von uns kann diese nur zu seinem eigenen Wohle unterstützen, denn mehr Ungleichheit in unserer Gesellschaft schürt soziale, ökologische und wirtschaftliche Probleme, gefährdet sogar unsere Demokratie. Der Trend zeigt, dass sich die Schere zwischen armen und reichen Menschen immer mehr weitet. Acht Männer besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung und auch in Deutschland gehören zehn Prozent der Bevölkerung 52 Prozent des gesamten Vermögens. Also gibt es viel zu tun! 28 Prozent der Deutschen engagieren sich bereits ehrenamtlich. Und nach wie vor ist es von essentieller Bedeutung die nach Deutschland Geflüchteten zu integrieren, um der Bildung von Parallelgesellschaften vorzubeugen.