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Artikel vom 21. January 2013 07:34, 130 mal gelesen

Landau

Unbeirrt die Botschaft Christi verbreiten

Gedenkgottesdienst zu Ehren des Hl. Sebastian mit Gelöbniserneuerung

Autor: aig
Im Gedenken an die Hilfe des Heiligen Sebastian zogen die Bürger zum 300. Mal in einer Prozession zum Sebastianibrunnen. (Foto: Aigner)

Im Gedenken an die Hilfe des Heiligen Sebastian zogen die Bürger zum 300. Mal in einer Prozession zum Sebastianibrunnen. (Foto: Aigner)

An das Wirken des Heiligen Sebastian, einem besonderen Glaubenspatron der Stadt Landau, erinnerte die Pfarrei St. Maria zu dessen Todestag am Sonntag mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Maria. Stadtpfarrer Christian Kriegbaum gedachte des Märtyrers, zu dem vor 300 Jahren die Bürger der Stadt Landau beteten, dass auf seine Fürsprache hin der herrschenden Pestepidemie ein Ende gesetzt werde.

Nachdem daraufhin das Leiden und das Sterben wie durch ein Wunder beendet waren, gelobten die Stadtväter und der damalige Geistliche Pfarrer Rappoldsberger zu Ehren ihres Fürsprechers jährlich einen Gedenkgottesdienst und eine Dankprozession abzuhalten. So versammelten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Gläubige sowie Vertreter der Stadt und Abordnungen der örtlichen Vereine im Gotteshaus zum Gedenken an den Heiligen Sebastian, der auch heute noch als Fürsprecher für die Sorgen und Nöte der Menschen angerufen wird.

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In seiner Predigt zitierte Stadtpfarrer Kriegbaum aus dem Matthäus-Evangelium die Aufforderung Jesu an seine Jünger, als er diese aussandte und sagte: "Fürchtet euch nicht". "Braucht es nicht auch in der Gegenwart mit ihren Herausforderungen nichts so sehr wie furchtlose Menschen?" stellte er die Frage in den Raum und erkannte, dass früher wie heute Menschen wie der Heilige Sebastian aufgrund ihres Glaubens verfolgt und getötet wurden. "Das Evangelium berichtet von der Aussendung der Jünger zur Mission. Durch ihr Leben und Wirken soll die Botschaft Jesu hörbar werden", so der Stadtpfarrer. Er verwies in diesem Sinne auf das Wirken des Heiligen Sebastian, der als leidenschaftlicher Freund Christi stets unbeirrt in seinem Auftrag tätig war.

"Auch wir sollen die Welt mit Christi Augen sehen, unseren Auftrag erkennen und im Geiste Gottes erfüllen. Die Felder, auf denen wir Farbe bekennen und Stellung beziehen sollen, sind vielfältig", erkannte der Geistliche, sprach jedoch auch die Furcht des Menschen vor einer drohenden Blamage oder dem Verlust der öffentlichen Anerkennung an. "Diese Angst zeigt, dass wir Menschen Christus nicht immer ganz vertrauen und seine Botschaft nicht immer an uns heranlassen. Gerade deshalb brauchen wir in der heutigen Zeit Vorbilder wie den Heiligen Sebastian, dessen Andenken in unserer Stadt durch unsere Verehrung lebendig bleibt. Er war ein Mensch, der seinen Überzeugungen treu blieb und nicht nach politischen Notwendigkeiten handelte", betonte der Stadtpfarrer. In diesem Sinne wünschte er den Gläubigen, wie Sebastian den Auftrag Jesu zu erkennen und sich von ihm senden zu lassen, um das Wort Gottes sichtbar zu machen.

Trotz der eisigen Kälte zogen nach der Eucharistiefeier, die vom Kirchenchor feierlich umrahmt wurde, die Gläubigen mit Stadtpfarrer Kriegbaum, der das Allerheiligste trug, zum Sebastianibrunnen. Begleitet wurde die Prozession von zahlreichen Würdenträgern des politischen, kirchlichen und öffentlichen Lebens sowie den Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen, der Schäfflergruppe und der Stadtkapelle unter der Leitung von Heinrich Troiber. Dort fand mit den Gläubigen der Pfarrei St. Johannes, die sich mit dem ehemaligen Landauer Pfarrer Otto Egger auf den Weg gemacht hatten, die Gelöbniserneuerung statt.

Stadtpfarrer Kriegbaum stellte dabei die Stadt und ihre Bürger unter den Segen Gottes und betete um die Bewahrung des Glaubens und den Schutz der Menschen vor allem Unheil. Anschließend zogen die Gläubigen zu den jeweiligen Stadtpfarrkirchen zurück, wo in Erinnerung an den Heiligen Sebastian, der bereits seit drei Jahrhunderten als Fürsprecher für die Sorgen und Nöte der Menschen verehrt wird, der Schlusssegen erteilt wurde.

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Landau an der Isar, Bayern, Deutschland

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