Lesenswert (0) Empfehlen Google +

Artikel vom 14. Januar 2013 08:31, 175 mal gelesen

Landshut

Vorbildliches Engagement

Beim Neujahrsempfang des Stadtjugendrings wurde der Jugendpreis der Stadt vergeben

Autor: Rita Neumaier
Matthias Nowack, Dr. Thomas Keyßner, Manuel Wagner, Natalie Hohenester und Tobias Weger-Behl mit den Preisurkunden und der Preisskulptur (Foto: cv)

Matthias Nowack, Dr. Thomas Keyßner, Manuel Wagner, Natalie Hohenester und Tobias Weger-Behl mit den Preisurkunden und der Preisskulptur (Foto: cv)

Aus zehn Bewerbungen für den Jugendpreis hat die Jury drei verdienstvolle Preisträger für den diesjährigen Jugendpreis der Stadt ausgewählt. Beim Neujahrsempfang des Stadtjugendrings (SJR) am Freitag im übervollen Café der Alten Kaserne konnten allerdings nur zwei Preisträger ihre Auszeichnung in Empfang nehmen. Die dritte Preisträgerin war verhindert - gerade wegen eines ehrenamtlichen Einsatzes.

Das fand Laudator Tobias Weger-Behl, Vorsitzender des Stadtjugendrings, geradezu bezeichnend für das außerordentliche Engagment, mit dem sich Natalie Hohenester von der THW-Jugend Landshut, Silke Schedlbauer vom ETSV 09 und Manuel Wagner von der IG Metall Jugend für ihre Sache einsetzen. Die Auswahl sei nicht leicht gewesen, sagte Weger-Behl. Denn wie muss man den Wert von Jugendarbeit definieren? Neben dem Engagement sei es auch die Freude daran, mit der sich die Geehrten daran machten, ein Zeltlager für 4500 junge THWler zu organisieren, zuverlässig Trainingsstunden und Ausflüge mit Kindern zu veranstalten oder Benefizveranstaltungen für eine soziale Einrichtung im Ausland zu initiieren.

"Diese Jugendarbeit in Landshut ist sehr vielfältig", sagte der SJR-Vorsitzende. Er plädierte daher auch für die Erhaltung der Jugendherberge im Ottonianum, die ein wichtiger Lernort geworden sei. "Einer Stadt wie Landshut steht es gut an, eine Jugendherberge aufweisen zu können." Den Rotstift im Zuge von Sparmaßnahmen dort anzusetzen, sei der falsche Weg. Darüber hinaus habe der Jugendhilfeausschuss längst erkannt, dass in der Porschestraße dringend ein Jugendtreff gebraucht würde. Wegen der vorhandenen, aber zu kleinen Spielplatzfläche komme es immer wieder zu Streitereien.

Video wird geladen 

Am Freitag hat der Stadtjugendring Landshut den Jugendpreis verliehen. Tobias Weger-Behl erläutert im Gespräch, wofür der Preis verliehen wird und stellt außerdem die diesjährigen Projekte des Stadtjugendrings vor.

Einen Lichtblick sieht Weger-Behl im Bolzplatz, den die Stadt auf schnelle und unkomplzierte Weise angegangen sei und der in diesem Jahr realisiert werde. "Die Eltern helfen gerne und bauen mit, das haben sie bereits zugesagt." Auch sogenannten Bolzplatz-Paten seien bereits gefunden. Der nächste Schritt sei ein Jugendtreff, denn das neue Bürgerhaus mit seinen Rahmenvorgaben sei nicht der Ort, an dem Jugendliche laut Musik hören könnten und auch mal bis 22 Uhr unter sich sein dürften. Der SJR nehme seinen vom Jugendhilfeausschuss erhaltenen Auftrag ernst, einen geegneten Ort für einen Jugendtreff im Wohnquartier Porschestraße zu suchen.

Bürgermeister Dr. Thomas Keyßner sagte, der SJR sei immer zur Stelle gewesen, wenn es darum ging, eine Brücke zur Kommunalpolitik zu schlagen. Dessen direkte Einmischung werde in diesem Wahljahr immer mehr gefragt sein. Das Engagement für die Gesellschaft werde auch im Ehrenamt gelebt.

Der mit einem Preisgeld von jeweils 300 Euro dotierte Jugendpreis werde exemplarisch für alle vergeben, die sich in dieser Weise einsetzten. Gemeinsam mit Stadtjugendpfleger Matthias Nowack übergab Keyßner die Preise an Manuel Wagner und Natalie Hohenester. Manuel Wagner von der IG Metall Jugend erhielt den Preis, weil er mit viel persönlichem Einsatz die Arbeit der Initiative Xolelanani unterstützt, die die Jugendarbeit im einem südafrikanischen Township fördert. Natalie Hohenester ist stellvertretende Ortsgruppenleiterin bei der Landshuter THW-Jugend und hat sich unter anderem bei einem Hilfseinsatz im italienischen Erdbebengebiet verdient gemacht. Silke Schedlbauer, die beim ETSV als Übungsleiterin auch Wettkämpfe vorbereitet und betreut und unter anderem Sportabzeichenprüferin ist, konnte nicht zur Preisverleihung kommen, weil sie ihre Leistungsgruppe beim "Feuerwerk der Turnkunst" in München begleitete.

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren


Landshut, Bayern, Deutschland

Das könnte Sie auch interessieren

Geldregen in Frankfurt - Mann verschenkt Tausende von Euro

Geldregen in Frankfurt - Mann verschenkt Tausende von Euro

Frankfurt/Main (dpa) - Ein Mann hat mitten in der Frankfurter Innenstadt mehrere Tausend Euro an Passanten verschenkt.

mehr dazu
Anzeige
Anzeige

Verbreitungsgebiet Verbreitungsgebiet Cham Deggendorf Regen Dingolfing Straubing-Bogen Regensburg Landshut Erding-Freising-Kelheim
Anzeige
Anzeige