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Artikel vom 07. Januar 2013 08:06, 273 mal gelesen

Schöllnach

Volles Haus bei närrischer Prunksitzung

Schöllonia zeigte im Muckenthaler-Saal ausgefeiltes Programm – Viele Ehrengäste dabei

Autor: Rüdiger Schernikau
Attraktiv, bunt und temperamentvoll: die Prinzengarde Röcke-schwingend beim Cancan. (Fotos: Schernikau)

Attraktiv, bunt und temperamentvoll: die Prinzengarde Röcke-schwingend beim Cancan. (Fotos: Schernikau)

Schöllnach war Samstagnacht fest in der Hand der Narren von der "Schöllonia" und ihrer 260 Gäste. Zur 42. Prunksitzung hatte die traditionsreiche Faschingsgesellschaft geladen. Und auffällig viele "Politpromis" waren der Einladung gefolgt. "Nicht verwunderlich. In diesem Jahr ist ja Wahlkampf in Bayern, im Bund und im Bezirk", stellte Schöllonia-Präsident Thomas Habereder ein wenig süffisant in seiner Begrüßungsrede fest.

"Sibler muss Seehofer vertreten"

Habereder konnte heuer mit einer langen Liste prominenter Namen aufwarten. An den "Promi-Tischen" direkt vor der Bühne hatten sie alle Platz genommen, die kommunalpolitischen Spitzen aus dem Landkreis: Landrat Christian Bernreiter und sein Stellvertreter Josef Färber, Deggendorfs Oberbürgermeister Dr. Christian Moser und der Schöllnacher Bürgermeister Alois Oswald. Aus Berlin angereist war der Bundestagsabgeordnete Barthl Kalb. Gekommen waren auch Dr. Georg Meiski, Stefan Kaiser, Rita Hagl-Kehl, Ewald Strasser und Margret Tuchen sowie der Außernzeller Bürgermeister Michael Klampfl sowie viele ebenfalls prominente und verdiente Honoratioren aus dem Landkreis. Nur Staatssekretär Bernd Sibler musste sich entschuldigen, weil er den Ministerpräsidenten vertreten müsse, so Habereder augenzwinkernd.

Fotos: (5 Einträge)

 


Natürlich waren nicht nur Politiker gekommen. Begrüßen konnte die Schöllonia auch Ferdinand Freiherr von Aretin und sehr viele Unternehmensführer regionaler Betriebe. Selbstverständlich auch die ureigenste Faschingsprominenz: das Schöllonia-Prinzenpaar "Prinzessin Inge aus dem Fürstlichen Moserhof der Ländereien zu Fürstenzell" und "Prinz Roland von der Gräflichen Höhe des Kapellenfeldes zu Schöllnach". Sogar ein eigenes Kinderprinzenpaar hatte die Prunkveranstaltung zu bieten: "Prinzessin Angie vom Königlichen Gutshof zu Waltersdorf" und "Prinz Johannes vom Adligen Hofstall der Galloway Ranch". Sie hatten sich aristokratisch vornehm eingefunden und wurden gebührend empfangen. In zwei launigen Büttenreden wurden alle aufs Korn genommen. Das Duo Martin Pfeffer und Gerhard Früchtl hatte sich das Thema "Auf nach München zu den Bayern" ausgesucht und sie schwadronierten munter drauflos über den Zusammenhang von Fußball, Bier und Politik. Mario Baier stürmte als Pirat verkleidet und wild mit dem Säbel schwingend in den Saal, setzte sich dann aber doch recht schnell die traditionelle Narrenkappe auf.

"Toter Hertie tatsächlich nicht mehr zu sehen"

"Weil die Piraten, die sind doch schon Schnee von gestern", rief er aus. Für den "Neuen" im Kreise der "kommunalen Spitzenmanager", Oberbürgermeister Dr. Moser, hatte er sogar "lobende Worte" parat. Sein Wahlversprechen, dass man in Deggendorf in zwei Jahren kein leerstehendes Kaufhaus mehr sehen würde, habe er ja schon fast eingelöst. "Hinter dem großen Werbeplakat für die Landesgartenschau 2014 ist der tote Hertie tatsächlich nicht mehr zu sehen", rief der Büttenredner aus.

Das Zentrum des närrischen Geschehens bildeten jedoch die Faschingsgarden und Tanzgruppen. Die Bambinigarde, die Jugendgarde, die Teeniegarde, die Prinzengarde und nicht zuletzt die "Cartwrights" mit ihrem Linedance sorgten in zwei Programmteilen bei den Gästen für traditionelle Faschingsstimmung und moderne Show-Atmosphäre.

Auch die Gäste konnten tänzerisch aktiv werden. Das Duo SMS, bestehend aus den Musikern Hans Sonnleitner und Georg Schubert, spielte ein buntes Tanzmusikprogramm. Da war für jeden etwas dabei. Das große Finale um Mitternacht vereinte dann Gäste und Aktive zu einer gemeinsamen "La-Ola-Welle".

Lautstarkes und rasantes Finale

Und nach dem rasanten und lautstarken Finale öffnete schließlich die Faschingsbar ihre Pforten für alle Gäste und alle aktiven Narren der Schöllonia, die den Abend beziehungsweise die Faschingsnacht noch nicht so einfach zu Ende gehen lassen wollten.

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