Rötz

SEK stürmte Haus: Maschinenpistole war nur Deko-Waffe


Symbolbild: Das SEK stürtme am Dienstag ein Haus in Rötz wegen Verdachts auf Waffenbesitz.

Symbolbild: Das SEK stürtme am Dienstag ein Haus in Rötz wegen Verdachts auf Waffenbesitz.

Von Jakob Dreher

Sie sind am frühen Dienstagmorgen gekommen: Kurz vor sechs Uhr stürmten Beamte eines Polizei-Sondereinsatzkommandos ein Anwesen am westlichen Stadtrand. Der Grund für die Hausdurchsuchung: Verdacht auf illegalen Waffenbesitz.

Angeblich habe ein Rötzer Kriegswaffen gehortet. Tatsächlich habe das Sondereinsatzkommando neben "waffenähnlichen Gegenständen" auch eine Maschinenpistole entdeckt. Angeblich sei die Durchsuchung das Ergebnis von routinemäßiger polizeilicher Ermittlungsarbeit. Hinweise aus der Bevölkerung, die zu dem SEK-Einsatz geführt hätten, wollte der leitende Oberstaatsanwalt Theo Ziegler nicht bestätigen. Im Übrigen seien derartige SEK-Einsätze durchaus üblich, wenn Hinweise auf illegalen Waffenbesitz vorliegen, beruhigte Ziegler.

Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat am Freitag, 4. März, bekannt gegeben, dass es sich bei der sichergestellten Maschinenpistole nur um eine sogenannte Deko-Waffe handelte. Der kriminaltechnischen Durchsuchung zufolge könnten mit dem täuschend echten Nachbau einer AK-47 (Kalaschnikow) keine Schüsse abgegeben werden. Auch ein Umbau oder Rückbau zu einer scharfen Waffe sei nicht möglich. Da bei der Durchsuchung aber auch andere Gegenstände aufgefunden wurden, deren bloßer Besitz strafbar ist, dauern die Ermittlungen noch an.