Lesenswert (4) Empfehlen Google +

Artikel vom 23. Januar 2013 15:19, 648 mal gelesen

Mainburg

Volksbegehren gegen Studiengebühren nur mäßig

Autor: Harry Bruckmeier
Bei Regina Maier im Bürgerbüro können sich die Mainburger Wahlberechtigten für das Volksbegehren gegen Studiengebühren eintragen. Bislang ist die Resonanz auf das Referendum jedoch gering.

Bei Regina Maier im Bürgerbüro können sich die Mainburger Wahlberechtigten für das Volksbegehren gegen Studiengebühren eintragen. Bislang ist die Resonanz auf das Referendum jedoch gering.

Es bleibt weiterhin spannend: Zur Halbzeit des laufenden Volksbegehrens liegen die Gegner der Studiengebühren in Bayern im südlichen Landkreis Kelheim noch weit zurück. Nachdem die Hälfte der Eintragungsfrist, die am Mittwoch nächster Woche enden wird, verstrichen ist, liegt das Ziel der Initiatoren noch in weiter Ferne. Bis zum 30. Januar müssen sich zehn Prozent der Wahlberechtigten in die bei den Gemeindeverwaltungen aufliegenden Listen eingetragen haben, damit es zu einem Volksentscheid kommen kann.

In Mainburg läuft es "eher schleppend", so die Halbzeitbilanz von Konrad Zimmerer, Chef des Bürgerbüros, wo sich die Stimmberechtigten eintragen können. Die Resonanz ist bislang jedenfalls sehr gering. Bis gestern wurden bei 9623 wahlberechtigten Bürgern erst 364 Unterschriften gezählt. Das ergibt eine Zustimmungsquote von gerade einmal 3,78 Prozent. Vor allem das schlechte Wetter der letzten Tage ließ viele Gegner der Studiengebühren vor einem Gang aufs Rathaus zögern.

Besonders die Schneefälle am vergangenen "langen Donnerstag" verhinderten einen größeren Zuspruch. Doch, auch als die Schneefälle vom Wochenende nachließen, blieb der große Run auf die Rathäuser aus. Nun versprechen sich die Unterstützer des Referendums heute einen weiteren Schub, wenn die Verwaltungen bis in die Abendstunden geöffnet bleiben und auch die Berufstätigen zum Zuge kommen können.

Schlechter noch als in der Hopfenstadt steht es um die Erfolgsaussichten des Volksbegehrens in den vier Landgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg. Zur VG-Verwaltung in der Regensburger Straße verschlägt es lediglich vereinzelt Bürger, die mit ihrer Unterschrift eine Abschaffung der Studiengebühren verlangen.

Am wenigsten interessiert das Volksbegehren die Aiglsbacher. Von den 1318 Wahlberechtigten trugen sich bis gestern erst ganze 15 ein, was 1,14 Prozent entspricht. Nicht viel anders sieht es in Volkenschwand aus, wo sich 21 der 1295 Bürger eintrugen, was 1,62 Prozent bedeutet. 32 von 1511 Elsendorfern ergibt eine Zustimmungsquote von 2,12 Prozent, 25 von 1038 Attenhofenern 2,41 Prozent.

Alle Gegner von Studiengebühren haben bis nächsten Mittwoch aber noch ausreichend Gelegenheit, sich für das Volksbegehren starkzumachen. Heute hat das Bürgerbüro im Mainburger Rathaus neben den allgemeinen Öffnungszeiten von 8 bis 12.30 Uhr und 13 bis 16 Uhr (morgen nur bis 12.30 Uhr) bis 20 Uhr geöffnet. Ein weiterer Termin ist am Samstag von 10 bis 12 Uhr.

In der VG-Verwaltung liegen die Listen täglich von 7.30 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr aus (morgen nur bis 12 Uhr). Auch hier ist heute bis 20 Uhr geöffnet. Zusätzliche Termine werden am morgigen Freitagnachmittag in den jeweiligen Gemeindekanzleien angeboten: in Attenhofen, Elsendorf und Volkenschwand von 17 bis 19 Uhr sowie in Aiglsbach von 15 bis 17 Uhr.

Kommentare zum Artikel


Artikel kommentieren


Das könnte Sie auch interessieren

Region nach außen besser vermarkten Bilder (3)

Viechtach

Region nach außen besser vermarkten

Ein junger Ingenieur aus München mit seiner ebenfalls gut ausgebildeteten Frau will in den Landkreis Regen ziehen.

mehr dazu
Anzeige
Anzeige

Karte zum Artikel

Mainburg, Bayern, Deutschland

Anzeige
Anzeige
Anzeige