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Artikel vom 23. January 2013 15:37, 199 mal gelesen

Mallersdorf-Pfaffenberg

Bauplan für Asylbewerber-Unterkunft zurückgestellt

Marktgemeinderat hält Nachbesserungen im Konzept für notwendig

Autor: al
Im ehemaligen Ämtergebäude an der Marktstraße in Mallersdorf-Pfaffenberg sollen Asylbewerber untergebracht werden. (Foto: al)

Im ehemaligen Ämtergebäude an der Marktstraße in Mallersdorf-Pfaffenberg sollen Asylbewerber untergebracht werden. (Foto: al)

Die erste Sitzung des Marktgemeinderates Mallersdorf-Pfaffenberg im neuen Jahr, welche am Dienstagabend im Sitzungssaal des Rathauses stattfand, wies mit einem Bauantrag gleich ein sehr sensibles Thema auf: Konkret ging es um eine Nutzungsänderung eines früheren Ämtergebäudes in eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. Diese Aussprache interessierte auch die Bürgerschaft, so dass alle Sitzplätze belegt waren. Der Marktgemeinderat sah sei bei dem jetzigen Konzept eine menschenwürdige Unterbringung als nicht sichergestellt an, so dass der Bauantrag zurückgestellt wurde.

Zu Beginn unterrichtete Bürgermeister Karl Wellenhofer den Marktgemeinderat vollumfänglich über die bisherigen Gespräche mit der Regierung von Niederbayern, welche erstmals am 27. November mit dem Markt Kontakt aufnahm. Eine auswärtige Gesellschaft des bürgerlichen Rechts hat der Regierung zwei Objekte zur Unterbringung von Asylbewerbern angeboten und in einem Mietshaus wurden noch im Dezember einige einquartiert. Am 27. Dezember wurde ein Bauantrag der Ebner Hubert und Maier Erna GbR aus Atting vorgelegt, der die Nutzungsänderung des früheren Finanzamtes beziehungsweise Polizeigebäudes in eine Asylbewerberunterkunft beinhaltet.

Abteilungsdirektor Nikolaus Heckl von der Regierung von Niederbayern stellte sich den vielen Fragen des Marktgemeinderates. Er erläuterte zunächst die Entwicklung der Asylanträge seit den 90er Jahren und betonte, dass ab 2010 der Zustrom wieder zugenommen hat. Auch auf die Verteilung ging der Referent ein. Die Unterkünfte der Regierung sind belegt, so dass der Regierungspräsident davon Gebrauch machte, dem Landkreis Asylbewerber zur Unterbringung zuzuweisen.

Heckl berichtete von den größeren Unterkünften in Grafenau und Vilshofen und den guten Erfahrungen. Er bot an, diese gemeinsam zu besichtigen. Außerdem stellte er klar, dass die Behörden die Asylverfahren zügig durchführt und Wirtschaftsflüchtlinge bald wieder abgeschoben werden. Familien mit Kindern werden in Krisengebiete nicht zurückgeschickt. Sie bleiben meist über einen längeren Zeitraum da. Die Verpflegung in solchen Unterkünften ist exakt geregelt. Es gibt Essenspakete, welche die Betroffenen aussuchen können. Nahezu alle Markträte beteiligten sich in der Folge an der Aussprache zu dieser Thematik.

Ausführlich am 24. Januar!

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Mallersdorf-Pfaffenberg, Bayern, Deutschland

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