Champions League

Die möglichen Bayern-Gegner im Überblick


Heute, 12 Uhr, werden die Viertelfinal-Paarungen der Champions League ausgelost. Dem FC Bayern droht ein schwerer Gegner.

Heute, 12 Uhr, werden die Viertelfinal-Paarungen der Champions League ausgelost. Dem FC Bayern droht ein schwerer Gegner.

Die Blicke der Fußballfans und des Fußballadels gehen an diesem Freitagmittag (12.00 Uhr/Sky) wieder gespannt nach Nyon am Genfersee. Diesmal wird die Auslosung zum Viertelfinale der Champions League noch aufmerksamer als sonst verfolgt werden, ging doch beim letzten Mal nicht alles mit rechten Dingen zu.

Denn als im Dezember die Paarungen fürs Achtelfinale ermittelt wurden, leistete sich die UEFA gleich mehrere Patzer, legte falsche Kugeln mit den Mannschaftsnamen in die Lostöpfe. Die Ziehung wurde schließlich wiederholt - der FC Bayern München bekam statt Atlético Madrid RB Salzburg als Gegner. Ein Los, das dem Rekordmeister wohl besser gefallen hat - und am Ende ja auch Glück brachte. Mit einem 1:1 im Hinspiel in Österreich und einem 7:1-Kantersieg im heimischen Stadion erreichten die Bayern locker das Viertelfinale, während andere hochgehandelte Teams schon früh die Segel streichen mussten.

Juventus Turin mit "epochaler Blamage"

Nicht nur bei Paris Saint-Germain brennt seit dem Aus gegen Real Madrid der Baum. Dort steht Trainer Mauricio Pochettino ebenso in der Kritik wie Ralf Rangnick bei Manchester United. Die Red Devils mit ihrem deutschen Interims-Teamchef scheiterten am Dienstag an Atlético Madrid, also dem Gegner, dem die Bayern gerade noch entgangen waren. Auch bei Juventus Turin herrscht dicke Luft. Die stolzen Italiener schieden am Mittwochabend durch eine 0:3-Heimklatsche gegen den spanischen Außenseiter FC Villarreal aus der Königsklasse aus. Der Klub "verabschiedet mit einer epochalen Blamage", schrieb die "Gazzetta dello Sport". Damit ist kein italienischer Klub mehr im Turnier.

ManCity: Dominant wie kein anderes Team

Dafür sind noch drei eglische Teams, drei Mannschaften aus Spanien und ein Verein aus Portugal dabei. Unsere Redaktion gibt einen Überblick über die möglichen Bayern-Gegner.

Geballte Klasse im Angriff: Manchester City mit Raheem Sterling (l.) und Kevin de Bryune.

Geballte Klasse im Angriff: Manchester City mit Raheem Sterling (l.) und Kevin de Bryune.

Manchester City: Das Team von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola sehnt sich nach dem ersten Champions-League-Triumph. Es gibt derzeit keine Mannschaft, die Partien derart dominiert und kontrolliert. In der englischen Premier League liegt City knapp vor Liverpool auf Platz eins, im Achtelfinale der Königsklasse war Sporting Lissabon keine kein Maßstab (5:0, 0:0). Die Tiefe im Kader, gerade in der Offensive, macht das Team zum großen Favoriten. Allerdings versagten Guardiola und seinen Stars oft im entscheidenden Moment die Nerven.

FC Liverpool: Jürgen Klopps Team hat den Rückstand in der englischen Liga auf City auf einen Punkt verkürzt. Ähnlich eng liegen beide Mannschaften qualitativ beieinander. Liverpool, Königsklassen-Champion von 2019, eliminierte im Achtelfinale Inter Mailand. Zuletzt gewann Klopps Truppe den englischen Liga Pokal im Finale gegen Chelsea. Dazu haben die Reds mit Stürmern wie Mohamed Salah oder Sadio Mané den derzeit wohl besten Angriff der Welt. Auf Liverpool will kein Gegner gerne treffen.

Real Madrid: Die Königlichen befinden sich im Umbruch und galten vorab nicht als großer Favorit auf den Titel. Das große Comeback im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain beim 3:1-Sieg im Rückspiel macht allerdings deutlich, dass man den 13-maligen Cup-Gewinner im Rennen um den Henkelpott nie abschreiben darf. David Alaba hat übrigens einen Wunschgegner: den FC Bayern. "Es wäre natürlich ein Traum. In die Allianz Arena zurückzukehren, wäre sehr speziell für mich", sagte der Abwehrstar der "Sport Bild".

Hat mit heftigen Turbulenzen im Klub zu kämpfen: Chelsea-Trainer Thomas Tuchel.

Hat mit heftigen Turbulenzen im Klub zu kämpfen: Chelsea-Trainer Thomas Tuchel.

Chelsea: Die Probleme liegen abseits des Platzes

FC Chelsea: Rein sportlich gesehen ist der Titelverteidiger aus London ein gefährliches Team mit viel Erfahrung und großer Qualität. Das Team um Mittelfeldmotor N'Golo Kanté und Jungstar Kai Havertz kann jeden Gegner schlagen. Doch neben dem Platz herrscht Chaos. Unklar, ob Chelsea die Saison überhaupt zu Ende spielen darf, nachdem harte Sanktionen gegen Klubeigentümer Roman Abramowitsch verhängt wurden. Von Geisterspielen bis zum Ausschluss ist aktuell alles möglich. Bei Spielern und Trainer Thomas Tuchel hinterlässt das Theater allmählich Spuren.

Atlético Madrid (in Blau) brachte im Achtelfinale Manchester United zur Verzweiflung.

Atlético Madrid (in Blau) brachte im Achtelfinale Manchester United zur Verzweiflung.

Atlético Madrid: Das Team von Diego Simeone genießt seit Jahren zu recht den Ruf, einer der unangenehmsten Gegner zu sein. Wenn Atlético mal führt, kann man getrost die Heimreise antreten. Dann wird dichtgemacht und die Uhr heruntergetrickst. Atlético macht keinen Spaß, das musste zuletzt auch Manchester United feststellen. Doch die Rojiblancos können nicht nur zerstören. Spieler wie João Félix oder Antoine Griezmann stehen auch für offensive Qualität.

Benfica Lissabon: Ziemlich überraschend warfen die Portugiesen die ambitionierte Mannschaft von Ajax Amsterdam aus dem Wettbewerb. Dabei präsentierten sich die Lissabonner hinten sicher und vorne abgezockt. Dennoch wäre Benfica ein dankbares Los. Die Bayern gewannen schon in der Gruppenphase mit 4:0 und 5:2 gegen die Portugiesen.

Überraschungsgast im Viertelfinale: Der FC Villarreal.

Überraschungsgast im Viertelfinale: Der FC Villarreal.

FC Villarreal: Vor dem Achtelfinale erwartete kaum jemand, dass Villarreal unter die besten Acht kommt. Doch dann versenkte das "Gelbe U-Boot" Juventus Turin (1:1, 3:0). Ein Überraschungsteam, das es nun schwer haben dürfte.