DEL

Goalie Henrik Haukeland verlässt die Straubing Tigers

Die Straubing Tigers bestätigen Abschied ihres norwegischen Top-Torhüters Henrik Haukeland, der künftig in Russland jede Menge US-Dollars kassiert.

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Henrik Haukeland nimmt Abschied von den Straubing Tigers. 

Henrik Haukeland nimmt Abschied von den Straubing Tigers. 

Die Gerüchteküche rund um Henrik Haukeland brodelte seit einigen Tagen. Die Anzeichen hatten sich verdichtet, dass der norwegische Nationaltorhüter die Straubing Tigers verlassen will. Seit Montag nun ist es offiziell. Der niederbayerische DEL-Klub bestätigte, dass man auf Wunsch des 31-jährigen Spitzentorhüters „einer vorzeitigen Auflösung seines bestehenden Vertrages zugestimmt habe“. Haukeland selbst – so berichten einige Medien – hat inzwischen in der multinationalen KHL beim russischen Klub Traktor Chelyabinsk einen Zweijahresvertrag unterzeichnet.

Ob die Tigers eine andere Wahl hatten als zähneknirschend der Auflösung des laufenden Kontraktes zuzustimmen, bleibt indes offen. Gut möglich ist nämlich, dass Henrik Haukeland im Zuge seiner Vertragsverlängerung für die anstehende Saison 2026/27, die vom Klub schon vor den Playoffs verkündet worden war, eine Ausstiegsklausel (zum Beispiel für die KHL) vereinbart hatte. In der Pressemitteilung der Straubing Tigers vom Montag findet man dazu keine Zeile. Es heißt lediglich, dass der Klub „den Wunsch des Spielers respektiert und seinem Anliegen nach gemeinsamen Gesprächen entsprochen habe“. Außerdem wird Manager Jason Dunham wie folgt zitiert: „Henrik hat in der vergangenen Saison wichtige Spiele für uns gemacht. Besonders seine Leistungen bei der Weltmeisterschaft haben noch einmal gezeigt, welche Qualität er als Torhüter besitzt. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg nur das Beste.“

Goalie verabschiedet sich mit persönlichen Worten

Auch Haukeland selbst bedankt sich artig. In der Mitteilung der Tigers sind folgende Zitate enthalten. „Meine kurze Zeit in Straubing war etwas Besonderes. Von Beginn an wurde ich im Club sehr herzlich aufgenommen. Nach einigen schwierigen Jahren in meiner Karriere hat mir Straubing die Freude am Eishockey zurückgegeben und dafür werde ich dieser Organisation immer dankbar sein. Die vergangene Saison hat gezeigt, wozu diese Organisation fähig ist, und ich glaube, dass den Tigers noch mehr Erfolg bevorsteht. Jeder in der Organisation arbeitet sehr hart und verdient nur das Beste. Ich habe mich entschieden, eine neue sportliche Herausforderung anzunehmen und Straubing zu verlassen. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich glaube, dass es für mich die richtige ist. Ich werde meine Teamkollegen, den Staff und die Coaches, die großartigen EHC-Fans und die Stadt Straubing vermissen. Danke an alle in Straubing für die unglaubliche Unterstützung und die schöne Zeit. Ich wünsche Straubing und den Straubing Tigers für die Zukunft nur das Beste und wer weiß, vielleicht sieht man sich bald wieder.“

Den Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen hegen sicher auch viele Tigers-Anhänger, denn mit Haukeland verlieren die Fans einen absoluten Liebling – und die Organisation ein wichtiges Aushängeschild. Auch von Spielerseite war immer wieder zu hören, wie wertvoll der Norweger für das Teamgefüge war. Die ausgestrahlte Ruhe sprang in vielen Spielen sprichwörtlich auf die Defensive über. Kurzum: Henrik Haukeland war wohl der beste Goalie, den Straubing je hatte.

Quasi fehlt noch eine starke Sturmreihe

Das wird nun auch das Problem der Sportlichen Leitung. Es gilt, einen Torhüter zu finden, der annähernd die Fähigkeiten eines Haukeland aufweist, um insgesamt nicht zu sehr an Qualität zu verlieren. Eine Aufgabe, die jetzt vor allem auch hinsichtlich des nahenden Trainingsauftaktes Anfang August unerwartet hinzukommt. Denn nach wie vor klaffen auch im Angriff der Tigers erhebliche Lücken. Allein der Papierform nach sind bis dato die Positionen von Elis Hede, Mike Connolly, Justin Scott und Wade Allison nicht ersetzt worden. Den Tigers fehlt quasi mindestens eine komplette und vor allem starke Sturmreihe – und jetzt eben auch noch der in der Vorsaison meist überragende Nummer-eins-Goalie. 

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