Fahrzeugbrand
Leiche in Bayerisch Eisenstein - Polizei sucht nach Zeugen


Nach dem rätselhaften Leichenfund bei Bayerisch Eisenstein (Landkreis Regen) hat die Polizei nun einen Zeugenaufruf gestartet.
Laut Polizeimeldung soll der 46-jährige Tatverdächtige am Samstag, 19. September, mit dem VW-Bus unterwegs gewesen sein. Gegen 10 Uhr könnte der schwarze VW-Bus auf der B8 auf Höhe der Abzweigung Probstschwaig (Lkr. Deggendorf) gewesen sein. Gegen 11:30 Uhr soll sich der Tatverdächtige im Bereich Bayerisch Eisenstein beziehungsweise Zwiesel aufgehalten haben.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen schwarzen VW-Bus mit rotem Dach. Der Bus hatte auf der verdunkelten Heckscheibe einen auffälligen, etwa 40 Zentimeter im Durchmesser großen, weißen Aufkleber.
Personen, die den auffällig lackierten VW-Bus am Samstag gesehen haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeistation Deggendorf unter Tel. 0991/ 3896-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
Der Hintergrund
Eine Streife der Polizei Zwiesel entdeckte am Sonntag, 20. September, gegen 0.40 Uhr einen brennenden Kleinbus auf einem Parkplatz in der Güterhallenstraße in Bayerisch Eisenstein. Im Inneren fanden die Polizisten einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichnam. Die Obduktion ergab, dass es sich bei der Leiche um die 45-jährige Ex-Lebensgefährtin des 46-jährigen Halters des Fahrzeugs handeln soll. Das teilte die Polizei am Dienstag mit.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei die 45-Jährige bereits vor Ausbruch des Brandes mittels Gewalteinwirkung zu Tode gekommen. Wie sie zu Tode kam, wird von der Polizei derzeit geklärt.
Zuvor hatte die Polizei in der Arberregion nach einem getrennt lebenden Ehepaar aus dem Landkreis Deggendorf gesucht, welches als vermisst gemeldet worden war. Im Rahmen der Ermittlungen hätten sich konkrete Anhaltspunkte für einen möglichen Aufenthalt der beiden Personen ergeben, weswegen die Suchmaßnahmen, auch unter Einbindung eines Polizeihubschraubers, in diesem Bereich intensiviert worden seien. Dabei sei der bereits in Vollbrand befindliche Kleinbus des 46-Jährigen auf dem besagten Parkplatz festgestellt worden.
Der 46-Jährige selbst wurde in den frühen Morgenstunden schwer verletzt in einem Waldstück in der Nähe des Busses gefunden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht und wird dort weiterhin behandelt.
Dem 46-Jährigen wird vorgeworfen, dass er die 45-Jährige getötet haben soll. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde ein Haftbefehl erlassen.












