Sechsstelliger Betrag
Ermittler decken Schwarzarbeit in Regensburger Betrieb auf

Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung
Eine Prüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg deckte die Schwarzarbeit auf.

Ein anonymer Hinweis aus der Bevölkerung hat vor Kurzem zur Verurteilung eines Regensburger Nagelstudio-Betreibers geführt. Wie das Hauptzollamt Regensburg am Donnerstag mitteilte, deckten Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) Furth im Wald Schwarzarbeit in dem Unternehmen auf.
Zwischen 2015 und 2017 habe der Betreiber mehrere Beschäftigte seines Nagelstudios nicht angemeldet. Stattdessen habe er, um die Schwarzarbeit zu verschleiern, angegeben, seine Angestellten befänden sich in Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen. Auch hätten die angegebenen Öffnungszeiten und der Personaleinsatz nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereingestimmt.
„Schwarzarbeit lässt sich nicht dauerhaft verbergen – früher oder später kommen Unstimmigkeiten ans Licht“, sagte René Matschke, Leiter des Hauptzollamts Regensburg. „Wer versucht, das System auszutricksen, muss mit Konsequenzen rechnen.“
Das Amtsgericht Regensburg verurteilte den Nagelstudio-Betreiber wegen Sozialbetrugs in 48 Fällen und verhängte eine Freiheitsstrafe von acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Unternehmer müsse nun rund 110.000 Euro an hinterzogenen Sozialversicherungsbeiträgen sowie die Gerichtskosten begleichen.











