Dreister Notruf
Landshuter ruft Rettungsdienst für Heimfahrt von Supermarkt

Mathias Adam/dpa
Gegen den Landshuter sei bereits mehrere Male wegen Missbrauch von Notrufen ermittelt worden, teilt die Polizei mit. (Symbolbild)

Ein 56-Jähriger aus Landshut hat laut Polizeibericht am Montag in einem Supermarkt in der Oberndorfer Straße den Angestellten gegenüber einen medizinischen Notfall vorgegaukelt, damit ihn der Rettungsdienst nach Hause fährt.
Der Landshuter habe über Schwindel und Kreislaufprobleme geklagt. Die Angestellten hätten daraufhin nicht lange zögerten und über Notruf den Rettungsdienst alarmiert, der umgehend zur Einsatzstelle gefahren sei. Auch die Polizei wurde informiert und eine Streife in die Oberndorfer Straße entsandt. Beim Eintreffen der Streife sei der 56-Jährige bereits im Rettungswagen untersucht worden. Allerdings hätten die Rettungssanitäter keinen Notfall feststellen können, auch ein Kreislaufproblem hätten sich nicht bestätigt.
Schließlich habe der Mann zugegeben, seine Probleme nur vorgespielt zu haben, damit der Rettungsdienst verständigt wird und ihn nach Hause fährt. Tatsächlich wohne der Mann allerdings nur wenige Gehminuten vom Supermarkt entfernt. Den eingesetzten Beamten war der Mann bereits bekannt. Gegen ihn sei schon einige Male wegen Missbrauch von Notrufen ermittelt worden. Nachdem er eine eindringliche Belehrung erhalten hatte, wurde auch in diesem Fall ein Ermittlungsverfahren eröffnet.










