Autozulieferer
Aumovio streicht Tausende Stellen – auch Regensburger Standort betroffen

Leonie Asendorpf/dpa
Aumovio hat seinen Hauptsitz in Frankfurt und wurde 2025 gegründet – Continental hatte im Herbst seine schwächelnde Autozuliefersparte abgespalten und als eigenes Unternehmen namens Aumovio an die Börse gebracht.

Nächster Kahlschlag in der Automobilzulieferer-Branche: Bis Ende 2026 fallen bei dem Unternehmen Aumovio weltweit bis zu 4.000 Stellen weg – darunter auch in Regensburg, wie ein Sprecher auf Nachfrage unserer Mediengruppe bestätigte.
Einer Pressemitteilung vom Dienstag zufolge soll der Stellenabbau vor allem an den Standorten in Indien, Singapur, Rumänien, Serbien, Deutschland sowie Mexiko umgesetzt werden – noch zählt Aumovio mehr als 86.000 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten. Für die Standorte in Deutschland sieht das Unternehmen der Mitteilung zufolge die Notwendigkeit, Stellen bis in den hohen dreistelligen Bereich abzubauen. Bis zu 100 Stellen sollen einem Sprecher zufolge in Regensburg wegfallen – dort seien derzeit rund 3.800 Mitarbeiter beschäftigt.
Laut der IG Metall Regensburg sollen in Regensburg in der Entwicklung sogar bis zu 107 Arbeitsplätze abgebaut werden - darüber habe die Geschäftsführung die Belegschaft am Dienstag informiert. Alexander Auburger, Betriebsratsvorsitzender von Aumovio Regensburg, bezeichnete in einer Stellungnahme der Gewerkschaft einen Abbau in dieser Größenordnung als „nicht akzeptabel“. „Wir verlangen die offene Darlegung aller Annahmen und die ernsthafte Prüfung von Alternativen – von Qualifizierung und internen Versetzungen über natürliche Fluktuation und Arbeitszeitmodelle bis zu nicht personellen Einsparungen.“
Konzernchef Philipp von Hirschheydt verwies in der Mitteilung des Unternehmens hingegen auf ein herausforderndes Umfeld. Das Unternehmen ergreife nun „zusätzliche Maßnahmen, um konsequent unsere Effizienz zu steigern“. „Wir fokussieren uns dabei auf wertschaffende Technologien, investieren in Zukunftsfelder und nutzen neue ebenso wie bewährte Partnerschaften.“
Aumovio hat seinen Hauptsitz in Frankfurt und wurde 2025 gegründet – Continental hatte im Herbst seine schwächelnde Autozuliefersparte abgespalten und als eigenes Unternehmen namens Aumovio an die Börse gebracht. Rico Irmischer von der IG Metall Regensburg sprach angesichts der jüngsten Ankündigung von einem „Schock“. „Wer jetzt 107 Entwicklungsarbeitsplätze infrage stellt, tritt auf die Innovationsbremse und lässt die alte Continental Depression wieder durchschlagen.“













